Produkttest: devolo dLAN Highspeed
Produkttest: devolo dLAN Highspeed
Mit devolo dLAN Highspeed Internet im ganzen Haus
Nach mehreren Anläufen und Rückschlägen gibt es seit vergangenem Jahr auch in unserem Örtchen DSL. Kein Vergleich zum vorher genutzten UMTS, ist man nun richtig schnell im Internet unterwegs. Allerdings nur, wenn das Internet auch bis zum eigenen Rechner kommt. WLAN bietet der DSL-Router zwar an, aber das Signal, welches am Mac ankommt ist viel zu schwach und dadurch instabil. Außerdem soll mindestens ein Windows-PC versorgt werden, welcher aber in der Grundausstattung kein WLAN integriert hat. Die Wahl fiel daher auf das „devolo dLAN Highspeed Ethernet Starterkit mit 85 MBit“, vom dem es inzwischen eine neue Version gibt. Die Unterschiede sind aber gering und bestehen in einer Stromsparfunktion und einer vereinfachten LED-Anordnung.
Mit den drei im Paket enthaltenen Adaptern lies sich der aktuelle Rechnerbestand an das Internet anbinden: der Adapter direkt am Router im Keller speist das Signals ins häusliche Stromnetz ein, ein weiterer im Erdgeschoss bindet den Windows-PC ein und der dritte in der ersten Etage versorgt den Mac. Eine Einrichtung / Installation der Adapter ist nicht notwendig, einstecken der Adapter und verbinden mit dem Router, Mac und PC per Netzwerkkabel reicht. Bei Bedarf und Bedürfnis lässt sich die integrierte Verschlüsselung (DESpro) nutzen. Diese lässt sich über den „dLAN-Konfigurationsassistenten“ aktivieren. In diesem werden nacheinander alle zum Netzwerk gehörenden dLAN-Adapter über die auf deren Rückseite aufgedruckten Security ID eingetragen und somit für die Kommunikation untereinander freigeschaltet. Ein nachträgliches hinzufügen eines Adapters ist mir nicht gelungen, der Vorgang musste also bei einem weiteren Adapter wiederholt werden. Der „dLAN-Konfigurationsassistent“ ist für Mac OS X und Windows erhältlich. Eine weitere Konfiguration ist nicht notwendig um eine Internet-Verbindung herzustellen. Für Linux ist ebenfalls Software erhältlich, diese muss aber vom Anwender selbst kompiliert werden.
Die Programme „Informer“ (bietet Informationen zu allem im Netzwerk befindlichen dLAN-Adaptern ), „EasyShare“ (Filesharing und Chat) und „EasyClean“ (Beseitigung von ungewollten Archivdateien, welche während des Surfens mit dem Internet Explorer angelegt werden), stehen nur für Windows zur Verfügung. Ebenso lässt sich Firmware der Adapter nur über einen Windows-PC aktualisieren. Wenigstens kann ein virtuelles Windows, z.B. per VMware Fusion für das Firmwareupdate und eine eventuelle Fehlersuche mittels des „Informer“ genutzt werden. Dazu ist die VMware-Netzwerkverbindung in den „Bridged“-Modus zu schalten um direkten Zugriff auf die Adapter zu erhalten.
Der Status des Adapters wird über mehrere LEDs angezeigt. Bei der älteren Generation der 85MBit-Adapter über sechs LEDs und damit detaillierter, bei der neueren über drei.
Im Handbuch und sonstigen Beschreibungen wird darauf hingewiesen, das die Adapter an einer einzelnen Steckdose und nicht über eine Mehrfachsteckdose betrieben werden sollen. In unserer Konfiguration stecken zwei der drei Adapter in Mehrfachsteckdosen, was vielleicht die Übertragungsgeschwindigkeit etwas mindert, aber Probleme konnten keine festgestellt werden. Die Übertragungsraten sind ausreichend hoch genug um das 6000er DSL in voller Bandbreite an die Rechner zu liefern.
Ein weiterer Kandidat der dLAN-Serie ist der „dLAN Wireless extender“. Interessant wird dieser Adapter, wenn wie in meinem Fall, nur ein schwacher oder ungünstig positionierter Router vorhanden ist, um das WLAN-Signal an bisher nicht erreichten Stellen verfügbar zu machen. Zum Beispiel im Sommer im heimischen Garten für den iPod touch oder ein anderes WLAN-Gerät. Der Vorteil gegenüber dem WLAN-Repeater von AVM ist, dass es am Einsatzort kein WLAN geben muss, das weiterverbreitet werden soll, denn der Adapter erhält den Netzzugang über das Stromnetz. Ist der Adapter einmal im eigenen Netzwerk registriert, lässt er sich beliebig innerhalb des Stromnetzes einsetzen, denn das dLAN-Signal endet erst am eigenen Stromzähler. Hier steht ein Test noch aus, da ich aktuell keinen funktionierenden Adapter besitze. Eine Alternative, sofern ein Mac mit integrierter Airport Express in Reichweite ist, bietet das Internet Sharing.
Stichwort Service: Ich benötigte nur einen vierten dLAN-Adapter um einen weiteren Rechner ins Netz zu integrieren und wurde auch bei einer großen Auktionsplattform fündig. Gekauft wurde das „dLAN Wireless Extender Starterkit“, mit einem defekten „Wireless Extender Adapter“ zu einem Spottpreis. Der normale dLAN Adapter funktioniert fehlerfrei, was will man mehr? Vielleicht ist die Reparatur des „Wireless Extender Adapter“ nicht so teuer, dachte ich und schickte eine Anfrage an devolo. Die Antwort lautete das eine Garantie-Reparatur nur bei vorhandener Rechnung möglich wäre. Ich habe keine, allerdings sollte es kein größeres Problem für den Hersteller sein, anhand der Seriennummer zu ermitteln, ob sich das Gerät noch innerhalb des Garantiezeitraums von drei Jahren befindet. Ich schickte eine weitere Mail und fragte nach einer Reparatur außerhalb des Garantiezeitraums. Die Antwort verblüffte mich dann doch: „Es wird keine kostenpflichtige Reparatur angeboten.“ – toller Kundenservice! Also Augen auf beim Gebrauchtkauf!
Der erworbene „Wireless Extender Adapter“ lässt sich nicht in das vorhandenen Netzwerk einbinden, weil kein Adapter mit der entsprechenden Security ID gefunden wird. Offensichtlich sind diese Daten nicht bei devolo hinterlegt. Für Tipps, den Adapter wieder nutzbar zu machen, wäre ich sehr dankbar.
Für den reinen Internet-Zugriff sind die devolo dLAN-Adapter eine ideale Lösung. Tests zum Datenaustausch zwischen Mac- und Windowsrechner und Streaming werden folgen. Dann spielt auch die Übertragungsrate eine große Rolle und ich muss eventuell die Adapter neu verteilen.











