Produkttest: Das iPad und ich – Teil 1
Produkttest: Das iPad und ich – Teil 1
Praxis-Erfahrungen in mehreren Parts
Inzwischen sind es vier Wochen seit ich mein iPad besitze, daher im folgenden Artikel ein paar Kommentare meinerseits, denn nicht alles ist so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Um es gleich vorweg zu nehmen, trotz der folgenden Kritik werde ich mein iPad nicht gleich wieder hergeben :-). Da wäre als erster negativer Punkt die Synchronisation. Was mit den von Apple stammenden Apps noch einigermaßen funktioniert, enttäuscht bei denen Anderer. Da wurde bei der ersten Präsentation groß der „Shared Folder“ angepriesen, aber so umständlich hätte ich mir die Handhabung nicht vorgestellt.
Beispiel DocumentsToGo – ich kann einzelne Dokumente in die Tabelle der Dateifreigabe ziehen. Und sie werden auch korrekt mit dem iPad synchronisiert: Aber ändere ich etwas an ihnen auf dem iPad wird es nur bis in iTunes synchronisiert bzw. dort angezeigt. Will ich die aktuelle Version auch auf dem Desktop nutzen, muss ich jede gewünschte Datei(en) auswählen und manuell speichern. Wie geil ist das denn??? Aber glücklicherweise gibt es eine Desktop-Anwendung zu DocumentsToGo in welcher man einzelne Dateien oder ganze Ordner zur Synchronisation festlegen kann. Diese muss zwar ebenfalls manuell gestartet werden, arbeitet problemlos aber in beide Richtungen. Das gleiche Spiel bei anderen Programmen. Der Trend geht wohl immer mehr in Richtung Cloud. Aber muss es wirklich immer über einen externen Server sein?
Fotos anzuschauen macht mit dem großen Display wirklich Spaß. Dieser wird aber etwas trübt. Warum kann ich zum Beispiel keine eigenen Alben anlegen um darin meine importieren Fotos ablegen? Und wenn man mal viel Müll geladen hat, warum muss ich jedes Foto einzeln löschen? Mehrere Fotos gleichzeitig löschen klappt derzeit nur am Mac mit Digitale Fotos. Fotos aus synchronisierten Alben kann man scheinbar gar nicht löschen, da schlicht und ergreifend das entsprechende Icon fehlt. Ebenso könnten die Vorschaubilder etwas größer dargestellt werden. Was mich besonders für die Nutzung im Urlaub interessiert – kann die Anwendung auf dem iPad Fotos mit Geodaten auf der Landkarte in Orte anzeigen? Bei per iTunes synchronisierten Fotos funktioniert es, sowohl vom Mac aus iPhoto als auch unter Windows. Bei per Email empfangenen Bildern hatte ich dagegen keinen Erfolg. Ob es per SD-/USB-Adapter funktioniert, konnte ich leider noch nicht testen, da der Adapter momentan nur zu astronomischen Preisen bei ebay oder mit einigen Wochen Wartezeit zu beziehen ist :-(.
Sehr gut umgesetzt finde ich Kalender und Kontakte. Und da ein Video mehr sagt als 1000 Worte, spare ich mir ebendiese.
Da das iPad auch unterwegs genutzt wird, musste auch eine Hülle/Tasche her. Dank der langen Lieferzeit blieb aber genügend Zeit um sich näher damit zu beschäftigen und die Tests von Anderen abzuwarten. Nach guten Kommentaren im macuser.de-Forum fiel die Wahl auf eine Hülle/Tasche von YOOBAO. Die Original-Hülle von Apple konnte mich nicht so begeistern. Diese verdeckt zwar an den Seiten weniger vom iPad, aber ob ich etwas vom schwarzen Rahmen sehe oder nicht ist mir egal, das iPad muss gut geschützt werden. Weiterhin ist die Hülle ein ganzes Stück dünner und fängt somit weniger Stöße ab. Mit der YOOBAO-Hülle erhält man eine stabile Lederhülle, welche in allen Lagen eine gute Figur macht: Mit flach nach hinten geklapptem Deckel, als flache und als Aufstellvariante zum Videos schauen. Beim Kauf sollte man darauf achten, die neuere Revision B zu erwerben, da dort das herausrutschen des iPads in der Aufstellvariante durch eine breite Lasche verhindert wird. Zu beziehen ist die Hülle bisher nur bei diversen eBay-Händlern, direkt aus Asien.
Im gekippten Modus fallen die Fingerabdrücke besonders „gut“ auf. Daher habe ich anfangs auch gezögert und den Kauf verschoben. Aber wenn man das iPad nutzt und daher direkt auf das Display schaut, fällt auch die größte Sammlung von Abdrücken nicht auf. Auch lassen sie sich sehr schnell mit einem Tuch wieder entfernen.
Wie schon am Anfang geschrieben, ich möchte das iPad derzeit nicht wieder hergeben. Obige Probleme lassen sich sicherlich durch ein Software-Update beseitigen, sofern Apple diese auch als Probleme sieht. Besonders begeistert hat mich der sehr schnelle GPS-Fix. Auf der anderen Seite, wer nutzt das große iPad als Navigationssystem? Zumindest ist die Positionsbestimmung recht nützlich um herauszufinden, was in der näheren Umgebung los ist, wo sich der nächste Markt oder die nächste Bushaltestelle befindet. UMTS/3G wurde bisher nur kurzzeitig getestet, da aktuell eine Internet-Stick-Karte von N24 im Einsatz ist. Zusatznutzen ist hier die kostenlose Nutzung der N24-Seite, man ist also immer auf dem Laufenden. Ähnliche Angebote finden sich bei anderen Anbietern, zu einem Vertrag konnte mich noch nicht entschließen. Das letzte bisher erworbene iPad-Zubehör ist ein Stift um auf dem iPad zu zeichnen – mehr dazu demnächst.










