Produkttest: Apple iPod nano (6. Generation) – Teil 1

von ansgar-babucke

· 3 min Lesezeit

Produkttest: Apple iPod nano (6. Generation) – Teil 1

Und die Größe ist doch entscheidend…
Bei Frauen geht er wohl als „süß“ durch, männliche Kumpanen sind von der Miniaturisierung des neuen iPod nano eher beeindruckt, als das sie ihn als niedlich bezeichnen. In minimalistische 4,1 mal 3,8 Zentimeter verpackt Apple in der neuesten, sechsten Generation neben dem Akku auch noch ein Multitouch-Display und entweder acht oder 16 Gigabyte Flash-Speicher. Stirbt das Clickwheel jetzt endgültig aus? Und lässt sich ein Tastschirm mit 3,9 Zentimeter Diagonale wirklich mit mehr als einem Finger bedienen?
Was ist dabei?
Schaut man sich die kleine, fast kubische Verpackung des neuen iPod nanos an, wird schnell klar, dass sich darin nicht viel verbergen kann. Neben dem iPod versteckt Apple lediglich folgende Dinge in dem transparenten Plastik-Würfelchen:

  • Ohrhörer (ohne Tasten!)
  • Dock-Connector-Kabel
  • Handbüchlein mit „wichtigen“ Produktinformationen

    Warum zum Teufel kann man nicht das inzwischen etablierte Headset oder zumindest Ohrhörer mit Tasten dazulegen? Schließlich hat man schon die Tasten am iPod selbst zu großen Teilen gespart. Aber vielleicht überzeugt das Bedienkonzept ja sogar so weit, dass man völlig auf Tasten verzichten kann.

    Doch erst noch ein wenig zu den Eckdaten: Apple verspricht eine Wiedergabedauer von bis zu 24 Stunden mit einer Akkuladung. Natürlich ist diese Zeit vor allen Dingen davon abhängig, wie viel der Spielzeit man damit verbringt, auf dem Touchscreen rumzupatschen, oder ob man das Gerät einfach nur von der Hosentasche aus musizieren lässt. Apropos Hosentasche: Wie bereits der iPod Shuffle kommt der neue iPod nano ebenfalls mit einem Clip auf der Rückseite des Geräts daher, mit dem man den MP3-Player an das Kleidungsstück seiner Wahl klemmen kann. Dieser ist zwar etwas schwer zu betätigen, macht dafür aber einen sehr stabilen Eindruck und kommt in der gleichen Farbe wie das Gerät daher: Der iPod nano der sechsten Generation ist in silber, graphit, blau, grün, orange, pink und rot (dies Farbe ist nur direkt im Apple Store verfügbar) zu bekommen. Im Vergleich zu seinen Vorgängern trägt der neue nano einen Metallic-Lack, der ein wenig edler und wertiger wirkt, dafür aber ein Bisschen an Farbkraft verloren hat. Mein orangenes Testgerät wirkt dadurch je nach Licht und Blickwinkel sogar fast ein wenig goldig.

    iPod nano – 6. Gen.“

    Und der Preis?
    Ein Bisschen verwunderlich erscheint mir die Preisgestaltung des neuen iPod nano: Kostet die acht-Gigabyte-Variante 149,90 Euro, muss man für die Verdoppelung des Speichers nur 30 Euro mehr auf den Tisch legen. Die 16-Gigabyte-Version ist für 179,90 Euro zu bekommen. Vergleicht man diese Preise zu denen des iPod nano der fünften Generation, scheinen sie angemessen. Im Vergleich mit der Konkurrenz von Samsung, Creative und Co. zahlt man allerdings schon einen kleinen Apple-Aufpreis. Ein Creative MP3-Player mit 16 Gigabyte Flash-Speicher kostet beispielsweise nur rund 90 Euro, einen Philips bekommt man beispielsweise für knapp 80 Euro. Natürlich haben diese erstens nicht das „look & feel“ eines Apple-Produkts, zweitens nicht den angebundenen iTunes-Store und drittens sind sie bei weitem nicht so klein wie der neue nano.

    Bevor man allerdings zum kleinen iPod greift, sollte man vielleicht trotzdem eine Sekunde darauf verwenden, sowohl den neuen iPod touch als auch den iPod shuffle der dritten Generation mit in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Der touch ist mit einem Preis ab 217,90 Euro für die acht-Gigabyte-Variante gar nicht so viel teurer, als sein kleiner Bruder und bringt eine ganze Menge Spielereien mit sich. Und der Shuffle ist nochmals ein ganzes Stück kleiner und erheblich günstiger.

    Doch vermutlich möchte der potenzielle iPod-nano-Käufer diesen ohnehin nur auf Grund seiner besonderen Features kaufen: Die Größe, den verhältnismäßig großen Speicher, die Batterielaufzeit und vielleicht sogar die spezifische Dinge wie das integrierte Pedometer oder das FM-Radio.

    Ob jene Features in der Praxis tatsächlich überzeugen erfahrt ihr im zweiten Teil meines Testberichts zum iPod nano der sechsten Generation, der in kürze folgt.

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