Produkttest: Logitech VX Revolution
Produkttest: Logitech VX Revolution
Oder auch: The little brother strikes back!
Wie versprochen, geht es gleich Schlag auf Schlag weiter. Zwar wird es in den nächsten Wochen auch einige Lücken geben, da ich noch zwei Produkte sehnsüchtig erwarte. (Lasst euch überraschen, um welche es sich handelt. – Eine kleine Anregung: Für einen kommenden Produkttest habe ich extra Kontakt zur PR-Abteilung nach Amerika aufgenommen.) Als heutigen Testkandidaten habe ich die Logitech VX Revolution einmal genauer unter die Lupe genommen. Ich sage nur eines: Was man nicht alles in einem so kompakten Gerät unterbringen kann!
Ja, wie es sich gehört, ist die VX Revolution mit meiner vorletzten Cyberpor-Bestellung angekommen und nun schon zwei Monate „Inventar meiner rechten Hand“. (Wäre ich Linkshänder, würde es leider sehr schlecht für mich aussehen, denn die Maus ist nur für die rechte Hand geeignet!) Tagtäglich zirka vier bis sechs Stunden im Einsatz, wundert es mich beinahe, dass die teflonbeschichteten Gleitfüße nicht schon abgebrannt sind. So komme ich gleich zur wichtigsten Eigenschaft einer Maus: Wie lässt sie sich führen? Hierzu kann ich sagen: butterweich. Ich benutze meine VX zusammen mit einem Razer Pro Pad (nur zu empfehlen) – die Beiden harmonieren einfach perfekt miteinander.
Ein weiterer Punkt wäre die Harmonie zwischen Betriebssystem und HID (Human Interface Device). Auch hier kann die VX überzeugen: Das mitgelieferte Logitech Control Center funktioniert einwandfrei (zumindest unter OS X, denke aber, auch unter Windows – die Software ist übrigens auch schon für Vista erhältlich) und ist recht leicht zu konfigurieren. Für alle, die sich mit dem LCC nicht anfreunden können, kann ich nur empfehlen, auf mactechnews.de reinzuschauen und sich mit eventuellen Control-Center-Fragen an „sonorman“ zu wenden (er nutzt eine alternative Software für seine Mäuse), der im Übrigen bereits den großen Bruder, die MX Revolution, in der Mac-Rewind getestet hat. Von meiner Seite hatte „sonorman“ aber nichts zu befürchten, da mir die Logitech-Software funktionstechnisch absolut genügt.

Nun aber weiter zu den Funktionen im Einzelnen. – Logitech prahlt auf der Website mit „besonders schnellem Bildlauf“, „OneTouch-Suche“, „hochauflösendem Zoom“, einer „leistungsstarken Laserabtastung“, dem zum Kommunizieren nötigen, „verstaubaren Mikro-Adapter“ und einem „ergonomischen Design“. Allerdings ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt! Der Bildlauf, der über das MicroGear-Präzisionstastenrad gesteuert wird, ist anfangs doch sehr gewöhnungsbedürftig (kann aber über einen Schalter an der Unterseite eingestellt werden), man gewöhnt sich aber nach einigen Tagen Nutzung daran und möchte nicht mehr darauf verzichten.
Die Suchfunktion kann mich aber bis jetzt nicht wirklich überzeugen, da die Suche selbst mit Spotlight noch sehr lange dauert (kann sich aber mit 10.5 Leopard ändern). Vielmehr haben es mir die beiden rechtsseitigen Zusatztasten der Maus angetan: Leicht erreichbar kann man hier sogenannte „Makrofunktionen“ definieren. Unter Makrofunktionen versteht man beispielsweise eine Tastenfolge, die durch drücken einer Seitentaste abgespielt werden kann. So habe ich auf die beiden Tasten Expose und den Program-Switcher gelegt. Sehr komfortabel.
Am „hochauflösenden Zoom“ gibt es allerdings einiges zu bemängeln. Wenn es sich um einen Text auf einer Internetseite handelt, ist die Welt noch in Ordnung, sollte man aber auf die Idee kommen und ein Bild vergrößern wollen, so wird man bitter enttäuscht. Nicht, dass versucht wird, das Bild pixelig, aber groß darzustellen, nein, es tut sich rein gar nichts. Hier hätte man doch beispielsweise zumindest unter Mac OS die „CTRL + Scroll“-Funktion als automatische Extrafunktion einsetzen können. In Photoshop oder in der Vorschau sieht es schon wieder anders aus. Hier wird das Einzoomen schon programmseitig unterstützt und die Zoom-Tasten bekommen für Grafiker erst ihren Sinn.

Am Laser-Sensor gibt es nichts zu kritisieren. Er eignet sich hervorragend für präzises Arbeiten und „dreht“ auch nicht, wie bei manchen optischen Mäusen, „durch“. Der Mikro-Adapter ist allerdings eine zweischneidige Klinge: Einerseits kann er wunderbar in der Maus in einem durch eine Klappe verdeckten Schacht für unterwegs verstaut werden, andererseits ist es aber ärgerlich, dass die Maus überhaupt einen solchen Adapter benötigt, wo es doch schon anders von der Mighty Mouse mit ihrer Bluetooth-Übertragung vorgemacht wird. Bluetooth wäre jedenfalls deutlich zeitgemäßer.
Das Maus-Design überzeugt hingegen sofort. Wenn man das Glück hat, Rechtshänder zu sein, wie die meisten von uns, wird man sich sofort wohlfühlen. Besonders gelungen finde ich das Entkrampfen der Hand. Bei meiner Vorgängermaus, der Razer Pro V1.6, musste ich immer sehr „krallen“, damit sie nicht außer Kontrolle gerät, was bei 1.600 dpi mit optischem Sensor auch kein Wunder sein sollte.

Auch die Batterielaufzeit ist einsame Spitze: Mit einer einzigen Batterie schaffte es meine VX anderthalb Monate lang (jeden Tag, wie gesagt, zirka vier bis sechs Stunden in Betrieb). Hier kann sie also durchaus dem großen Mausbruder, der MX, den Rang ablaufen. Wenn man jetzt noch Akkus benutzt, freut sich auch die Umwelt über die neue Maus.
Fazit
Insgesamt kann die Logitech VX Revolution überzeugen. Zwar gibt es noch einige, größtenteils softwareseitige Mängel, die in der nächsten Auflage nicht mehr auftreten sollten, aber das Konzept des neuartigen Scrollwheels ist sehr ausgereift und im Alltag extrem zeitsparend. Zwar sind 79 Euro (Listenpreis) kein Pappenstil, aber wer auch als Notebook-Nutzer nicht auf den Komfort und vielen Funktionen einer Desktopmaus verzichten möchte, trifft mit der VX die richtige Wahl.

Zum Abschluss hier noch einmal der Paketinhalt (Ein großes Lob an Logitech für ganze drei Jahre Garantie!):
Weitere Impressionen gibt es hier.






