iPhone-Apps im Test – Teil 5

von ansgar-babucke

· 3 min Lesezeit

iPhone-Apps im Test – Teil 5

Kostenlose „App-Store-Must-Haves“
Wenn ich ehrlich bin, viel Geld habe ich in Apples iPhone-App-Store noch nicht gelassen. Nicht weil ich mir die Software auf anderen Wegen beschaffe, sondern einfach weil meine Hemmschwelle, Geld für ein immaterielles Gut auszugeben, relativ hoch ist. Navigations-Software für über 50 Euro? Nicht mit mir! Da kaufe ich mir lieber ein Gerät inklusive Software, auch wenn das mehr als das doppelte kostet. Oft und gerne nutze ich den App-Store hingegen für kostenlose Software. Denn zwischen den wohl mehr als 70.000 Applikationen bekommt man auch die ein oder andere App-Perle geschenkt. Dieses mal: „RemotePad“, „Paper Toss“ und „Shazam“.
RemotePad, getestete Version: 1.5
Den Rechner am HDTV, die perfekte Kombination fürs digitale Kino-Wohnzimmer. Doch was macht die Riesentastatur auf dem Wohnzimmertisch? Und wo ist überhaupt die kabellose Maus schon wieder? Argh! Das muss doch nicht sein. Alles steht bereit: Kartoffelchips, Bier, der Fernseher ist schon an. Jetzt kann ich nur die letzten drei notwendigen Klicks nicht machen, bevor der doofe Computer den Film abspielt. Ärgerlich! Kluge Kerlchen laden sich für solche Extremfälle – oder einfach der Coolness halber – RemotePad aus dem App-Store, welches das iPhone in der Hosentasche zum Multifunktionseingabegerät für den Computer macht. In Kombination mit dem „RemotePad Server“ wird Apples kleines Wunderhandy nämlich zum mobilen Touchpad inklusive Software-Tastatur. Einfach den Server auf dem Windows-, Linux- oder Mac-Rechner starten und die App auf dem iPhone ausführen und zum Server verbinden. Wichtig ist natürlich, dass sich beide Geräte im selben Netzwerk befinden, dann findet RemotePad auf dem iPhone den Mac sogar auf Anhieb und man muss nicht einmal die IP-Adresse eingeben.

Schon hat man das perfekte, kleine Peripheriegerät für zwischendurch. Sogar das Scrollen im Browser mit zwei Fingern funktioniert tadellos. Wer möchte, kann das iPhone auch drehen und hat dann ein Landscape-Touchpad. Großartig! Per Druck auf den unteren Bildschirmrand erscheint das Menü, mit dem man sowohl die Einstellungen wie zum Beispiel die Scroll-Sensivität vornehmen kann oder sich die Software-Tastatur anzeigen lassen kann.
Klare Empfehlung für RemotePad! Das Ganze eignet sich übrigens auch prima, um seine Freund vom Kauf eines iPhones zu überzeugen, oder Leute zu ärgern, auf deren Rechner man still und heimlich den RemotePad Server installiert hat ;-).

RemotePad“

Paper Toss, getestete Version: 1.1
Eigentlich bin ich kein besonders großer Freund von Spielen auf dem iPhone. Entweder sind mir die Titel zu einfach, um eine echte Herausforderung zu finden, oder zu komplex, um sie vernünftig über Touch-Screen und Gravity-Sensor spielen zu können. Mit „Paper Toss“ ist das irgendwie anders: Ich ertappe mich sehr oft, wie ich die App starte und einfach mal ein paar Runden spiele. Was man tun muss? Ganz einfach: Eine Papierkugel per Daumenwisch über das Display in eine Mülltonne schmeißen. Das Problem: Von links oder rechts bläst ein Ventilator, den man mit einberechnen muss. Dabei gibt es drei verschiedene Distanzen, bei denen sich das Ganze anders verhält. Das Ziel ist es, möglichst viele Papierkugeln hintereinander in den Korb zu bewegen. Klingt einfach, macht aber trotzdem jede Menge Laune! Und außerdem ist’s ja kostenlos.

Paper Toss“

Shazam, getestete Version: 1.7.0
Jeder kennt das: Man hat das Radio an und hört einen Song, den man großartig findet. Doch am Ende verpassen die Moderatoren es, den Titel des Stücks zu nennen und man steht auf dem Schlauch. Shazam hilft einem, unbekannte Songs zu guten Bekannten zu machen. Dazu muss der Titel nur gerade irgendwo laufen: Einfach für rund 15 Sekunden das iPhone vor die Lautsprecher halten und das Tool aufzeichnen lassen, was da gerade spielt. Mit ziemlicher Sicherheit weiß die App nach den 15 Sekunden, welcher Song da gerade läuft und zeigt wichtige Informationen wie Cover, Interpret und Titelname an. Ist das nicht beeindruckend? Ja, ist es. Und mindestens genau so großartig. Und vor allen Dingen: Kostenlos.

Shazam“
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