iPhone-Apps im Test – Teil 2
iPhone-Apps im Test – Teil 2
79 Cent, nützlich investiert?!
Im Rahmen einer kleinen Reihe möchte ich einige iPhone-OS-Apps vorstellen, die zwei Dinge gemeinsam haben: Zum einen sind sie mit einem Preis von rund 79 Cent echte Software-Schnäppchen, zum anderen sollen sie den Alltag eines Technik-Geeks merklich erleichtern. Ob sich eine Investition von unter einem Euro wirklich auszahlt, wird sich zeigen. Andererseits: Hat nicht jeder schon einmal was Brauchbares in einem Euro-Laden gekauft? Dieses Mal: „Feiertage und Schulferien“ und „Shopper“.
Feiertage und Schulferien, getestete Version: 2.7.0, Größe: 0,4 Megabyte
Die Arbeit nervt, die Schule sowieso: Da hilft nur eins – vom nächsten Feiertag beziehungsweise den nächsten Ferien träumen. Und dann denkt man weiter: Wann ist denn das überhaupt? Das kleine App Feiertage und Schulferien kennt die Antwort: Kurz das eigene Land und das eigene Bundesland einstellen, schon zeigt einem das Tool von „Must Have It“ an, wann man das nächste mal mitten in der Woche ausschlafen darf.
Dabei beschränkt sich die App nicht nur auf Deutschland und dessen Bundesländer, sondern hat Daten von einer ganzen Menge Ländern parat: Wer wollte nicht schon einmal die Feiertage von Japan, Luxemburg, Kuba oder Mexico wissen? Weiterhin hat man die Möglichkeit, die eigenen Urlaubs- oder freien Tage in die App einzutragen und somit alle schönen Tage des Jahrs auf einen Blick vor sich zu haben. Eine weitere Funktion ist die Saison-Anzeige: Hier zeigt das Programm farblich die „Feriendichte“ an und macht somit deutlich, wann Urlaub machen ganz besonders das Portmonee anfrisst. Feiertage und Schulferien sammelt insbesondere mit dem Umfang jede Menge Punkte, so dass ich auch diesem App eine klare Kaufempfehlung ausspreche, auch für jene, die nicht mehr zur Schule gehen.
Shopper, getestete Version: 3.0.2, Größe: 1,3 Megabyte
Schon wieder ein typisches Szenario: Zu Hause hat man noch genau gewusst, was man im Supermarkt alles in den Einkaufswagen schmeißen will und schreib es ganz klassisch auf einen Papierzettel. Ist man dann vor den Regalen angekommen, fällt einem ein, was man vergessen hat: In der Jeans befindet sich nur die Hosentaschen-Dreifaltigkeit: Schlüssel, iPhone, Portmonee. Nicht aber der Einkaufszettel. Ich gebe zu, man hätte ihn auch in der Geldbörse verstauen können…Aber wer kommt schon darauf, bevor er auf dem Supermarkt-Parkplatz angekommen ist?
Für eben jene Fälle gibt es eine angenehm praktische iPhone App: Shopper. Das kleine Tool hilft dabei, die Einkaufsliste ins iPhone zu verbannen. Natürlich nicht auf klassischem Wege, stupides eintippen würde schließlich auch mit dem im iPhone mitgelieferten Notizprogramm funktionieren.
Was haben sich die Entwickler von Shopper also ausgedacht? Nahezu jedes Produkt existiert bereits mit eigenen Eigenschaften in der App, so dass man nur den gewünschten Einkaufswagen zusammenklicken muss. So gibt man per Suche zum Beispiel einfach „M“ ein und schon erscheinen Dinge wie Mais, Majoran, Margarine oder Marmelade. Die Auswahl ist recht vielfältig. Und ist das gewünschte Gut nicht dabei, kann man auch selbst Hand anlegen und die Lebensmittel-Bibliothek nach Gusto erweitern.
Cool ist auch, dass man jedem Produkt ein Foto beifügen kann. Hat zwar im Prinzip keinen großen Nutzen, macht aber trotzdem jede Menge Freude. Hat man alles, was man regelmäßig einkauft in der Produktliste, kann man seine Einkaufsliste prompt zusammendrücken. Weizenbrot, Milch, Wasser. Fertig.
Auch wenn nicht jeder beim Einkaufen sein iPhone in der Hand halten möchte, kann Shopper auch im Supermarkt Unterstützung bieten: Klickt man in der Einkaufsliste einfach auf ein Produkt, wandert dieses in den virtuellen Einkaufswagen. Der letzte Schritt ist der „zur Kasse“-Knopf. Drückt man diesen, verschwinden alle Produkte aus dem Einkaufswagen im Programm und man kann sich schon auf den nächsten großen digital gestützten Einkauf freuen. Insgesamt ist Shopper eigentlich eine nützliche App, wenn man wirklich mit dem iPhone in der Hand durch den Kaufladen laufen möchte. Ich werde in Zukunft vermutlich trotz der netten Spielerei weiter Zettel nehmen. Den vergesse ich zwar in zwei von fünf Fällen, dafür darf das Papierstückchen auch mal während des Einkaufs auf den Boden fallen.






