Erfahrungsbericht: Pages auf iPad und iPhone
extverarbeitung auf dem Touchscreen
Ist das iPad nur für den Medienkonsum geeignet? Mitnichten, denn mit Apples Touchflunder lässt sich auch produktiv arbeiten und Dokumente erstellen. Der Anwender kann zwischen einer Vielzahl von Office-Programmen aus dem App Store wählen, ich persönlich habe mich für Pages und Keynote entschieden – die Klassiker aus dem Hause Apple. Auch gibt es noch Numbers, was in etwa der Funktionalität einer Tabellenkalkulation wie Excel entspricht. Allerdings ist diese Lösung für mich ungeeignet, da ich in der täglichen Arbeit Funktionen benötige, die mir so nur Excel bieten kann – daher kein Erfahrungsbericht zu Numbers. Im ersten Artikel widme ich mich nun voll und ganz Pages – quasi das Word für iOS.
Vorab: Praktischerweise ist Pages, wie auch Keynote und Numbers neuerdings in Form einer Universal-App erhältlich und somit sowohl auf dem iPhone als auch iPad lauffähig.
Funktionalität
Pages wurde von Apple konsequent für die Multitouch-Bedienung optimiert und dies merkt man auch – schnell und elegant bewegt man sich mit einem Fingerwisch durch die Anwendung. Ein Import von Word-Dokumenten (.doc), als auch von reinen Textdateien (.txt) und bisherigen Pages-Dokumenten vom Mac ist problemlos möglich. Kritikpunkt: Wer allerdings RTF-Dateien öffnen möchte, schaut buchstäblich in die Röhre bzw. in den Touchscreen. Klassisch, der Mac-Vorlage nachempfunden, ist das Layout gehalten: Einfach und praktisch! Der Nutzer kann direkt 12 fixe Formatvorlagen wählen, im Text selber kann man natürlich auch noch formatieren. Es stehen Ränder, Tabulatoren, Schriftarten, -größe, -formatierung, -ausrichtung, Kopf-/Fusszeilen, Zeilenabstand, Listen oder Spalten zur Auswahl – damit sollte man eigentlich fast jedes fortschrittliche Word-Herz glücklich machen.
Im Dokumentenlayout stehen lediglich DinA4 oder US Letter zur Auswahl. Natürlich können auch verschiedene Objekte eingefügt werden, die da wären: Bilder, Tabellen, Diagramme und Formen. Wer auf die von Apple gestalteten Vorlagen zurückgreifen möchte, der kann dies direkt beim erstellen eines neuen Dokumenten tun – 16 Vorlagen stehen zur Auswahl. Egal ob Poster, Flyer, persönlicher Brief oder Lebenslauf, fast alle Eventualitäten lassen sich abdecken.
Neben dem Import gibt es natürlich auch noch den Export, hier kann man zwischen vielen verschiedenen Optionen wählen. Natürlich steht ganz klassisch Apples Mobile-Me-Lösung mit der iDisk im Vordergrund, allerdings kann das Dokument auch über iTunes, WebDAV oder E-Mail exportiert werden. Eine gemeinsame Kollaboration, sprich das Bearbeiten eines Dokuments von mehreren Teilnehmern ist über iwork.com möglich. Zukünftig werden die erzeugten Dokumente automatisch in die iCloud hochgeladen und dort zentral an alle angeschlossenen Geräte synchronisiert, sprich ich kann auf dem iPhone oder dem Mac das Dokument weiterbearbeiten, was ich zuvor mit dem iPad erzeugt habe.
Praktisch ist die dauernde Sicherung des Arbeitsergebnisses – somit kann man die Arbeit schnell unterbrechen und das iPad ausschalten, um dann zu einem späteren Zeitpunkt weiterzuarbeiten. Möchte man eine ausgeführte Funktion rückgängig machen, so ist dies natürlich auch möglich. Die integrierte Rechtschreibkontrolle ist auch sehr angenehm, wenn gleich sich keine Sprache einstellen lässt, wer wie ich häufiger Texte in verschiedenen Sprachen erstellt, ist manchmal dann doch etwas eingeschränkt. Über geeignete Drucker (Airprint) kann man natürlich auch direkt aus Pages drucken.
Innerhalb des Textes lassen sich auch Sätze, Wörter oder Satzfragmente suchen bzw. ersetzen. Praktischerweise wird die Wortzahl des Dokuments auch angezeigt.
Kritik
Ja, mit Pages lassen sich schöne Texte erstellen, allerdings sollte der Anwender wenn möglich den Import von aufwändigen Word-Dokumenten, die Bearbeitung derer und einen anschließenden Export nach Word vermeiden. In diesem Fall kann es durchaus mal im Getriebe knirschen und wertvolle Arbeit gefährdet sein.
Auch kann man wohl keine vollwertige Textarbeitung im ursprünglichen Sinne erwarten, Pages genügt den Ansprüchen von fortgeschrittenen Nutzern, wer allerdings seine Diplomarbeit oder Doktorarbeit mit Pages auf dem iPad schreiben möchte, dem kann ich nur davon abraten. Aber die betreffenden Personen würden Pages auf iOS wohl auch nicht wirklich in Erwägung ziehen. Für alle anderen ist es eine durchaus nette und sehr schöne Textverarbeitung auf dem iPad bzw. dem iPhone, die den Abschied vom Rechner und den Aufbruch in die „Post-PC-Welt“ durchaus einfacher machen kann.
- Download Pages im App Store für iPhone






