HP Elite x2 1012 – 2in1-Notebook im Test
HP Elite x2 1012 – 2in1-Notebook im Test
2in1-Geräte sind der Trend des Jahres 2016: Nur hier trifft Tablet-Entertainment auf Notebook-Produktivität. Beides gibt’s im kompakten Mitnehm-Format als sogenanntes 2in1-Notebook. Auch HPs Elite x2 1012 fällt mit abnehmbarer Tastatur und kompakten 12-Zoll-Format in diese Kategorie und soll vor allem Business-Kunden ansprechen. Ob der Hybrid sein Produktivitätsversprechen einlösen kann, zeige ich euch jetzt.
Überzeugendes Multitalent
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Vollwertiges Betriebssystem
Kompaktes Format
Intuitiver Wechsel zwischen Notebook- und Tablet-Modus
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Tablet einzeln vergleichweise schwer
Breiter Rand ums Display
Unboxing und Ersteindruck
Das Elite x2 kommt bei mir in einem wenig schönen, schlicht-braunen Karton an. Innen verbirgt sich dafür ein umso ansehlicheres Gerät: Sowohl Tablet als auch die sogenannte Reisetastatur hüllen sich in ein edles Aluminiumkleid. Die mattierte Optik des Metalls und die Filzunterseite der Tastatur tragen ihr Übriges zum positiven Gesamteindruck bei. Darüber hinaus finden sich noch ein Eingabestift „HP Active Stift“, ein paar Handzettel nebst DVD und natürlich noch ein (wohlbemerkt sehr kompaktes) 45W-USB-C-Netzteil im Lieferumfang. Eine Besonderheit am Tablet fällt sofort auf: Es hat einen ausklappbaren Standfuß, mit dem es sich hinstellen lässt. Dieser Standfuß hat einen festen Rastpunkt, lässt sich aber bis zu diesem und auch darüber hinaus stufenlos verstellen. Für den normalen Gebrauch ist der von HP vorgewählte Rastpunkt meist eine gute Lösung – so steht das Tablet in der Regel im richtigen Winkel. Trotz der schlanken Konstruktion lässt der Edelstahlbügel dabei jeden Zweifel an seiner Robustheit sofort verstummen. Hier dürfte auch intensive Nutzung keine Schwächen offenbaren.
https://youtube.com/watch?v=kHtiRznpYfE
Die Tasten des Tablets überzeugen mit knackigen Druckpunkten und wenig Spiel. Auch die Tastatur steht einer vollwertigen Notebook-Tastatur im Komfort um nichts nach. Sie ist flach, verwindungssteif und verfügt über ein Touchpad mit Multitouch-Funktion. Das Touchpad fühlt sich wertig an, außerdem sind alle Tasten hintergrundbeleuchtet. Die in Filz ausgeführte Unterseite ist zwar zunächst gewöhnungsbedürftig, liegt aber auf vielen Oberflächen sehr gut. Besonders harten Oberflächen wie Stein- oder Glastischen nimmt sie ihren Schrecken – Kratzer fängt man sich da gewiss nicht ein.
Hardware-Ausstattung
Ausgestattet ist HPs Elite x2 mit einem Dual-Core-Prozessor Intel Core m3-6Y75, auf den auch viele andere 2in1-Geräte und auch das aktuelle MacBook setzen. Der Prozessor taktet standardmäßig zwar mit mageren 900 Megahertz, schraubt die Taktrate im Bedarfsfalle jedoch auf bis 2,2 GHz hoch – sie wird damit mehr als verdoppelt. Der niedrige Standardtakt bringt gleich zwei Vorteile mit sich: Zum Einen ist der Prozessor damit sehr stromsparend, zum Anderen begnügt er sich mit Passivkühlung. Damit ist das HP 2in1 in allen Notebook– und Tablet-Lebenslagen vollkommen lautlos. Dazu gibt’s in meiner Version vier Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 128 Gigabyte fassende SSD. Es darf auch ein bisschen mehr sein? Dafür gibt es dann auch noch besser ausgestattete Varianten mit bis zu 512 Gigabyte SSD, 8 GB Arbeitsspeicher und einem Core m7-Prozessor mit über 3 Gigahertz. Grafik-Standard ist in allen Versionen Intels HD515-Chipsatz.
Die Maße des Elite-Tablets betragen schlanke 30×21,4×0,8 Zentimeter, mit Tastatur sind es dann nochmal 0,5 Zentimeter mehr an Höhe. Das Tablet wiegt solo 840 Gramm, mit Tastatur 1235 Gramm. Der 4-Zellen-Akku hat eine Kapazität von 40 Wh und verhilft dem Tablet so zu einer Laufzeit von 10 Stunden.
https://youtube.com/watch?v=x1TEP4t_ILM
WLAN-ac, Bluetooth 4.2, USB-C mit Thunderbolt-Unterstützung sowie ein Standard-USB-3.0-Port verheißen ein gutes Konnektivitäts-Œuvre. Über die USB-C-Thunderbolt-Schnittstelle versorgt das Elite x2 dabei sogar 4K-Displays mit Bild und Ton. Dazu gibt’s je nach Variante Slots für SIM- und Speicherkarten und einen Fingerabdrucksensor. Darüber hinaus verfügt das Tablet über eine 2-Megapixel-Front- und eine 5-Megapixel-Hauptkamera und sogar ein Fotolicht. Die Reisetastatur bietet keinen weiteren Anschlüsse, verfügt jedoch über ein gestenfähiges Touchpad, mit dem ihr mit zwei Fingern scrollt oder zoomt. Bei Bedarf lässt es sich auch per Doppeltap in die linke obere Ecke deaktivieren.
Full HD-Touchscreen mit Eingabestift
Das Display misst 12 Zoll in der Diagonalen und löst mit 1.920×1.280 Pixeln scharf auf. Bilder und Texte sehen auf dem Bildschirm knackig und scharf aus. Das Display fungiert als Touchscreen und zusätzlich noch als Eingabefläche für den mitgelieferten Stift. Dank Wacom-Technik erkennt der Eingabestift bis zu 2.048 Druckstufen. Und tatsächlich zeichnet es sich mit Stift ganz natürlich in verschiedenen Strichstärken. Dazu hat der Active Stylus noch mehrere Tasten, mit denen sich Apps starten und Funktionen umschalten lassen. So lässt es sich prima zeichnen und radieren, ohne den Stift aus der Hand legen zu müssen. Die Präzision ist gut. An echtes Papier kommt aber auch das x2 nicht heran.
HP for Business
HP nimmt mit dem Elite x2 insbesondere Geschäftskunden ins Visier. So gibt es Windows 10 Pro als Betriebssystem und diverse Sicherheitsfeatures dazu: Neben Fingerabdrucksensor und TPM 2.0 stehen noch weitere softwareseitige Erweiterungen wie zum Beispiel Festplattenverschlüsselung und Boot-Passwort zur Verfügung. Durch Windows Hello lässt sich das 2in1 komfortabel durch Fingeradruck, Lieblingsfoto oder persönlicher Geste entsperren. Wie das genau funktioniert, zeige ich euch im Video:
https://youtube.com/watch?v=ibY8YnSZX00
Dabei ist nicht nur die Entsperrung des Betriebssystems möglich, auch Passwörter lassen sich von Hello ersetzen. Zur Anmeldung an kompatiblen Diensten genügt dann eine kurze Bestätigung per Fingerabdruck o.Ä.
2in1-Notebook in der Praxis Produktiv Arbeiten mit dem HP Elite x2
Doch wie schlägt sich ein 2in1 nun im Alltag? Als Besitzer von Tablet und Notebook kenne ich zwar beide Welten, doch ihre Verknüpfung war mir bis dato nicht bekannt. Nach ein paar Tagen mit HPs Elite bleibt zu sagen, dass der Wechsel von Tablet– zu Notebookmodus und anders herum sehr intuitiv ist und schnell ins Muscle Memory übergeht. Das An- und Abdocken fällt durch die Magnethalterung so einfach, dass es ohne Hinsehen funktioniert. So scrolle ich ganz selbstverständlich mal auf dem Display, mal auf dem Touchpad und springe mal per Klick und mal per Tap zwischen Eingabefeldern, Buttons etc. hin und her. Das Sofa ist eher „Ohne-Tastatur-Terrain“, auf dem Schreibtisch klicke ich meist die Tastatur an. Insgesamt verwischt das 2in1 erfolgreich die Grenzen zwischen Notebook und Tablet und hinterlässt das Gefühl, dass man hier gut zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Wer sich also manchmal bei der Notebook-Arbeit doch eher ein Tablet wünscht oder beim Tablet die Hardware-Tastatur braucht, liegt mit dem HP Elite x2 und Windows 10 Pro als Betriebssystem goldrichtig.
























