Ausprobiert: Fotorucksack Tamrac Aero Speed Pack 85

von ansgar-babucke

· 3 min Lesezeit

Ausprobiert: Fotorucksack Tamrac Aero Speed Pack 85

Fit für die große Reise
Das ganze Zubehör, dass die digitale Spiegelreflex nach sich zieht, muss natürlich irgendwo verstaut werden. Und da mir Umhängetaschen auf die Dauer zu unangenehm zu tragen sind und in vielen Fällen sehr wenig Platz bieten, lief alles auf einen Rucksack hinaus. Nach langer Überlegung , ob ich zu einem Modell von Lowepro, Kata oder Tamrac greifen solle, ist es schlussendlich der Tamrac Aero Speed Pack 85 geworden. Hier meine Eindrücke. Ersteindruck: Der erste Gedanke: „Oh man, ist der groß. Vielleicht hätte ich doch das kleinere Modell, den Aero Speed Pack 75, nehmen sollen.“ Zum Glück bin auch ich recht groß, damit ist schon mal sicher gestellt, dass die Proportionen stimmen. Qualitativ macht das Ganze auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Keine offenen Nähte, keine baumelnden Fäden. Also ran an die Staufächer…
Stauraum
Der Speed Pack 85 hat insgesamt drei Staufächer. Eins davon im Rückenbereich, passend für ein Notebook bis zu einer Größe von 17 Zoll. Mein MacBook mit umgelegtem Second Skin passt hervorragend darein, mein neues 15 Zoll MacBook Pro ebenfalls. Das Notebook-Fach ist sehr gut gepolstert, so dass man sich, wenn man nicht all zu ruppig mit dem Rucksack umgeht, um den Computer keine Sorgen machen muss.

Das Kamera- und Zubehörfach befindet sich im unteren Bereich des Rucksacks und beansprucht den meisten Stauraum des Rucksacks für sich. Das ist natürlich auch gut so, denn hier soll schließlich die wertvolle Kamera Platz finden. Der Clou an diesem Fach: Das Kameraabteil lässt sich von zwei Seiten öffnen. Zum einen von der linken Seite des Rucksacks her, um an die Kamera zu gelangen, wenn man den Rucksack noch auf der Schulter hat. Zum anderen von vorne, um an Objektiv, Blitz und Co. zu gelangen. Wenn man nicht besonders gelenkig ist, muss man dafür aber den Tamrac vom Rücken nehmen. Für die Einteilung des Fachs liefert Tamrac genügend Klettwände mit, so kann man sich die Kameratasche nach seinen Wünschen und seinem Zubehör entsprechend aufteilen.

Zum dritten bietet das über dem Kamerafach gelegene „Daypack“ genug Platz für einen Pullover, eine Regenjacke oder Butterbrot und Apfel. Natürlich kann man dort auch Ladegeräte, Kabel oder andere Dinge verstauen.

Tamrac Aero Speed Pack 85

Das Verstauen der Kamera
Da man die Kamera von der Seite her in den Rucksack lädt, geht das Ganze relativ einfach von der Hand. Leider wird die Kamera aber im Prinzip über das Objektiv im Rucksack gehalten. Daher ist es ratsam, während des Transports eine recht lange Linse an der Kamera zu haben, damit die teure Canikon nicht hin und her wackelt. Denn zwischen Außenseite der Kamera und Boden des Rucksacks sind zumindest bei der Verwendung meiner 50D noch vier bis fünf Zentimeter Platz, was die Kamera bei einem kürzeren Objektiv leider in eine instabilere Schräglage zwingt. Bei einer Canon 1D oder einer Nikon D3 dürfte das Ganze schon etwas anders aussehen. Auf Lange Sicht werde ich vermutlich erfinderisch tätig werden, und die fehlenden Zentimeter durch etwas Polstermaterial ausgleichen. Das Zubehör sitzt hingegen sehr gut im Rucksack, insbesondere wenn man sich die Staufächer mit den mitgelieferten Klettwänden zurechtlegt.

Pfiffige Details
Wer sich den Rucksack genauer ansieht, findet ein paar durchdachte Details an dem Gepäckstück. Zum einen wasserdichte Reißverschlüsse am Laptop- und am Kamerafach, zum anderen einen Flaschenhalter an der rechten Außenseite der Tasche. Darüber hinaus findet man überall kleine Täschchen zum Verstauen von Kabeln, Speicherkarten, Akkus oder weiterem nützlichen Zubehör, dass man im Fotografen-Alltag so mit sich herumschleppen möchte.

Fazit
Der Tamrac Aero Speed Pack 85 erweist sich als gute Möglichkeit, seine digitale Spiegelreflex und das Zubehör sowie ein Notebook sicher durch die Gegend zu tragen. In das Kamerafach passen eine digitale Spiegelreflex, je nach Größe rund 3-4 Objektive und ein externer Blitz. Für das Notebook hält der Tamrac auch ein Fach bereit, hier passen Geräte bis 17 Zoll hinein. Schade ist, dass der Rucksack eigentlich nur für die ganz großen Kameras ausgelegt ist und so zum Beispiel meine 50D ohne zusätzliche Aufbauten leider etwas wacklig gelagert ist. Qualitativ gibt’s nichts auszusetzen, auch einen kleinen Schauer sollten alle Geräte ohne Probleme überstehen. Gut sind auch die durchdachten Details, wie die wasserdichten Reißverschlüsse und die vielen kleinen Staufächer für kleineres Zubehör. Der Preis von rund 100 Euro geht für einen so großen Rucksack in jedem Fall in Ordnung.

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