Asus Zenbook Prime UX31A-R4005V Ultrabook im Test
Erste Eindrücke vom Asus Premium-Ultrabook
Vor wenigen Tagen tauschte ich mein relativ neues MacBook Pro gegen das Asus Zenbook Prime UX31A. Anfangs war ich sehr zufrieden mit dem MacBook gewesen, doch nach einiger Zeit hatte es mich nur noch frustriert. Zum einen empfand ich die Arbeitsgeschwindigkeit als sehr langsam und zum anderen hatte ich innerhalb einer Nutzungszeit von vier Monaten drei Abstürze und mehrere Frozen Screens. Außerdem ist es extrem schwer und dick, aber ich hätte ja auch das MacBook Air nehmen können, da ich auch das optische Laufwerk vom MacBook Pro selten bis gar nicht genutzt habe. Als ich von Mac OS X Mountain Lion hörte, schaute ich sofort auf der Apple-Website vorbei, um mich über das neue Betriebssystem zu informieren. Schließlich wollte ich doch nur die typischen Büro-Aufgaben erledigen, hin und wieder einen Film schauen, Musik hören oder im Internet surfen. Stattdessen sollte ich mich mit meinen (nicht vorhandenen) iOS-Geräten synchronisieren? Wenn ihr mich fragt, ist Mountain Lion ein weiterer Schritt zur Isolation von Apple zu anderen Herstellern, um mehr Kontrolle zu erlangen und seine Kunden ans Apfel-Imperium zu ketten – nein danke, nicht mit mir!
Da ich mit Windows 7 hoch zufrieden bin und noch keine Abstürze hatte, musste wohl ein neues Notebook her. Sehr im Trend sind zurzeit Ultrabooks, daher hat mir Samsungs Serie 9 gut gefallen. Leider hat dieses kein Unibody-Aluminium-Case und schied somit aus. Doch dann fiel mir das Asus Zenbook Prime mit der sexy UX31A-Serie ins Auge. Eigentlich wollte ich erst das UX31A-R4003V kaufen. Doch da es bei Cyberport das UX31A-R4005V als Vorführgerät für 100 Euro weniger gab, habe ich mich kurzerhand umentschieden und dieses gekauft.
Technische Daten Asus Zenbook Prime UX31A-R4005V
Display: 13,3-Zoll-IPS-Display, Full HD (1920 x 1080 Pixel), matt
Prozessor: Intel Core i5-3317U (1,7-2,6 GHz)
Grafik: Intel HD Graphics 4000
Arbeitsspeicher: 4 GB RAM (1600 MHz)
Massenspeicher: 128 GB SSD
Schnittstellen: 2x USB 3.0, Mini-VGA, Micro-HDMI, Audio, Kartenleser
Konnektivität: WLAN (801.11 a, b, g, n), Bluetooth 4.0, Fast-Ethernet-Adapter
Abmessungen / Gewicht: 327 x 1,4-21 x 225 mm / 1400 g
Sonstige Ausstattung: Ledertasche, Mini-VGA-Adapter, Ethernet-Adapter
Ergonomie und Verarbeitung
Das Zenbook Prime hat ein Unibody-Gehäuse aus gebürstetem Aluminium. Dadurch ist es sehr robust und weniger anfällig für Kratzer und somit fühlt es sich sehr edel an. Die Scharniere sind leichtgängig, so dass sich das Ultrabook mühelos mit einer Hand öffnen lässt. Die beleuchtete Tastatur hat man sich wohl bei Apple abgeschaut, diese ähnelt der eines MacBooks sehr. Das Tippen von Texten geht leicht von der Hand, auch das Touchpad des Zenbook ist gut. Es erkennt Gestenbefehle mit bis zu drei Fingern. Zudem ist das komplette Touchpad klickbar und zwei Maus-Ersatztasten wurden zusätzlich integriert.
Display-Qualität
Zum Display muss nicht viel gesagt werden: Es ist der helle Wahnsinn. Das matte 13,3-Zoll-IPS-Display liefert eine Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und wird im Notebook-Bereich nur vom neuen MacBook Pro Retina geschlagen. Außerdem wirkt das gesamte Display für ein Ultrabook sehr robust. Auch beim seitlichen Blick auf das IPS-Display kann man alles super erkennen.
Lautstärke und Lüftergeräusche
Die Stereo-Boxen, die sich seitlich rechts und links am Gehäuse befinden, sind für den täglichen Gebrauch gut geeignet. Da Asus in Sachen Sound mit dem Hersteller Bang & Olufsen kooperiert, bieten sie eigentlich einen hervorragenden Klang. Beim Zenbook ist das nicht ganz der Fall, dennoch vollkommen ausreichend für Filme, YouTube-Videos und Musik.
Die Lüfterproblematik bei Notebooks ist sicherlich jedem bekannt. Läuft der Lüfter leise und somit langsam, wird das Notebook heiß. Läuft er laut und damit auch schnell, stört er den Nutzer. Ich höre den Lüfter des Zenbooks nur, wenn ich meine Zimmertür und das Fenster schließe und selbst dann nur in geringer Lautstärke. Die Aluminiumoberfläche erwärmt sich stärker als eine Plastikoberfläche. Im Ruhemodus bleiben die Temperaturen des Notebooks mit ca. 30° Celsius im akzeptablen Bereich. Unter Belastung kann es mit über 38° Celsius durchaus heiß im Schritt werden.
Konnektivität und Erweiterungen
Das Zenbook Prime hat einen SD- und MMC-Kartenleser, einen Micro-HDMI-Port, einen Mini-VGA-Anschluss, zwei USB-3.0-Ports und einen 3,5-mm-Klinkenanschluss eingebaut. Leider kann ein handelsüblicher Monitor nicht ohne Weiteres angeschlossen werden. Dafür legt Asus einen Mini-VGA-Adapter dazu, der Mini-HDMI-Adapter hingegen fehlt. Die Webcam möchte ich auch nicht unerwähnt lassen, denn diese ist sehr gut. Ruckelt nicht, rauscht nicht so stark wie andere und macht eine zusätzliche externe Webcam überflüssig. Es wird ein USB-zu-Ethernet-Adapter sowie ein Mini-VGA-auf-VGA-Adapter mitgeliefert.
Arbeitsgeschwindigkeit
Dank des Intel-Dual-Core-Prozessors Core i5-3317U mit einer Taktrate von 1,7-2,6 GHz ist das Ultrabook sehr schnell. Als Grafik-Chip kommt Intel HD Graphics 4000 zum Einsatz, der in der CPU verbaut ist. Dank Adata XM11 startet das Zenbook in unter 20 Sekunden. Es gibt nur wenige Ultrabooks, deren Prozessor besser ist als der hier verbaute Ivy Bridge. So lassen sich problemlos aufwendige Internetseiten darstellen und Office-Anwendungen ausführen. Sogar nicht ganz professionelle Hobby-Bildbearbeitung ist möglich. Einziges Manko ist, dass der Arbeitsspeicher mit nur 4 GB etwas klein ausgefallen und weder tausch- noch erweiterbar ist.
Akkulaufzeit
Im Notebook ist ein 50-Wh-Akku verbaut, wie in vielen besseren Ultrabooks. Die Laufzeit des Asus UX31A beträgt mit voll gedimmtem Display und ausgeschaltetem Funk knapp neun Stunden. Bei mittlerer Display-Helligkeit und beim Abspielen von Flash-Videos über WLAN hält der Akku immerhin rund 7,5 Stunden.
Persönliches Fazit
Die Ultrabooks sind alltagstauglich geworden. Asus setzt mit den Zenbook Prime UX31A-R4005V einen Maßstab. Wer eines der besten, wenn nicht das beste 13,3-Zoll-Display haben möchte, ist hier genau richtig. Ebenso zufriedenstellend sind die lange Akkulaufzeit, die angenehm zu bedienende Tastaur sowie die beiden zusätzlichen Adapter für Ethernet und VGA. On Top legt Asus noch eine schicke Tasche bei, die das Book vor Kratzern schützen soll. Endlich bin ich zufrieden und kann mit leichtem Gepäck in den Urlaub fliegen. Das Testgerät kostet derzeit 1.099 Euro im Online-Handel von Cyberport.




