AppTest: iBody – Körperwerte und Trainingsleistungen im Überblick

von dirk-haase

· 5 min Lesezeit

AppTest: iBody - Körperwerte und Trainingsleistungen im Überblick

Ran an den Winterspeck & Schluss mit den Ausreden
Nachdem ich mich in meinen letzten Beiträgen mit Hardware beschäftigt habe, kommt nun wieder die Software zum Zuge, schließlich wollen die erfassten Daten ja auch ausgewertet werden. Ich könnte zwar alle Werte fein säuberlich in eine Tabelle eintragen, aber warum, wenn es dafür eine App gibt? Auf iBody bin ich über den AOK PLUS Fitnessmanager gekommen, welcher auf dem selben Grundprogramm basiert, nur mit weniger Modulen. Den ersten Pluspunkt hat iBody gleich am Anfang gesammelt, da ich meine bereits vorhanden Daten aus importieren konnte. Seit dem letzten Kauf im letzten Jahr ist die App neben den Hauptprogrammen – Mail und Safari, eine der am meisten genutzten auf meinem iPhone.

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Da hatte ich sie nun, die vielen Werte: verbrannte Kalorien, maximaler und durchschnittlicher Puls von der Pulsuhr nach jeder sportlichen Aktivität, das Gewicht inklusive Fett-, Wasser- und Knochenanteil von der Waage sowie einmal wöchentlich Blutdruck und Puls im „Ruhezustand“. Zusätzlich werden diverse Körpermaße erfasst, da zwar das Gewicht durch die zusätzliche sportliche Betätigung in Form von Fettverbrennung reduziert, gleichzeitig aber durch Zunahme an Muskelmasse wieder erhöht wird. Daher ist der Umfang der Taille, der Hüfte, der Oberschenkel und der Oberarme aussagekräftiger. Das mag verwundern, dass ich das alles erfasse, aber ich wollte für mich dokumentieren, ob das AOK-Programm „Abnehmen mit Genuss“ etwas bewirkt. Nach unten zeigende Linien verdeutlichen den Fortschritt eben anschaulicher als reine Zahlenwerte.


Einstellungen - Grundwerte
Einstellungen - Backup
Auswahl der Eingabemethode
Eingabe per Horizontales Band vs. Standard Picker
Eingabe per Horizontales Band vs. Standard Picker
iBody – Teil 1″

Nach dem Start sollte man sich gleich ins Setup begeben und zumindest die Persönlichen Angaben hinterlegen und die Maßeinheiten festlegen. Im Bereich Zusatzmodule können die Daten für eine eventuell vorhandene Withings Waage und Pulsmesser hinterlegt werden. Bevor man im Bereich Erfassung etwas ändert, sollte man ein paar Daten erfassen, um ein Gefühl für die App zu bekommen, denn hier können die Felder festgelegt werden, welche erfasst werden sollen, in welcher Reihenfolge sie erscheinen, ob die Angaben in kg oder Prozent erfolgen sollen und vieles, vieles mehr. Besonders bei der Eingabeart schalte ich selbst nach mehreren Monaten der Nutzung immer noch manchmal um – mal gefällt mir die Eingabe per horizontalem Band, mal per Standard Picker besser. Am unteren Ende der Einstellungen versteckt sich ein wichtiger Bereich – System. Über die dort hinterlegte Email-Adresse und Passwort werden die Daten auf dem Server von ihanwel verschlüsselt gesichert und können bei Bedarf auch wieder zurück gespielt werden. Sicher ist sicher und auf diese Weise stehen die Daten auch nach einer Wiederherstellung des iPhones zur Verfügung.


Übersicht Gewicht
Verlauf Gewicht
Verlauf BMI
Übersicht Blutwerter
Übersicht Blutwerter
iBody – Teil 2″

Wird vom Hauptbildschirm aus ein Bereich gewählt, erscheint zunächst eine Übersicht mit den bereits erfassten Daten. Anhand von kleinen Symbolen wird im Gewichtsbereich signalisiert, dass der eigene Body-Mass-Index (BMI) zu hoch ist (bei meinen Daten), dargestellt durch ein gelbes Symbol. Zusätzlich werden zum jeweiligen Eintrag die Hauptwerte angezeigt, alle Werte werden sichtbar, wenn der Eintrag ausgewählt wird. Neue Daten werden einfach nach einem Fingertipp auf das Plus-Symbol hinzugefügt. Dabei erfolgt die Dateneingabe in jedem Bereich ähnlich, nur die erfassten Daten unterscheiden sich. Für die Langzeit-Auswertung interessant ist die Möglichkeit, die Daten auf einen bestimmten Datumsbereich einzugrenzen. In der Diagramm-Ansicht wird dann der Minimal-, Maximal- und Durchschnittswert angezeigt. Oder die Daten werden auf nur eine Sportart begrenzt, um zu sehen, wie sich die Anzahl der verbrannten Kalorien über eine gewisse Zeit entwickelt hat. Letzteres ist natürlich nur sinnvoll, wenn die Ausgangsdaten gleichbleibend sind – zum Beispiel immer eine Stunde Training auf dem Crosstrainer. Im Gewichts- und Blutwerte-Bereich gibt es zunächst ein Diagramm mit allen Werten, zum Beispiel im Gewichtsbereich: BMI, Fett-, Wasser- und Muskelanteil in einem Diagramm, gefolgt von einzelnen Diagrammen mit nur einem Wert. Bei der individuellen Darstellung des Gewichts wird zusätzlich das Wunschgewicht als Linie eingeblendet oder im BMI-Bereich gibt es eine farbliche Unterteilung in die verschiedenen Kategorien. So sieht man auf einen Blick wie es um einen steht ohne sich mit den exakten Zahlen beschäftigen zu müssen. Mit genügend Daten lässt sich anhand der Diagramme sehr gut ein Trend erkennen und gegebenenfalls der Trainings- und Ernährungsplan anpassen.


Übersicht Sportarten
Datensatz für eine Aktivität
Kalorienverbrauch für eine Sportart gefiltert
Tracking - Hauptbildschirm
Tracking - Hauptbildschirm
iBody – Teil 3″

Ein besonderer Bereich ist der Tracking-Bereich, welcher eine automatische Aufzeichnung des Trainings anhand von GPS-Daten ermöglicht. Dies ist natürlich nur bei Outdoor-Aktivitäten sinnvoll. ;-) Auf dem ersten Bildschirm werden die aktuellen Werte, z.B. verstrichene Zeit, zurückgelegte Strecke und Geschwindigkeit dargestellt – je nach gewählter Sportart sind andere Felder zu sehen. Über vier kleine Symbole am oberen Rand lässt sich eine Karte mit der bereits zurückgelegten Strecke und der aktuellen Position anzeigen, der Musikplayer aufrufen und, sofern das passende Zubehör angeschlossen ist, die Herzfrequenz anzeigen. Am Ende der Aufzeichnung wird die Strecke mit allen Werten automatisch im Fitness-Bereich gespeichert. Von dort aus kann die aufgezeichnete Strecke im kml-Format (Google Earth) auch per Email versendet werden. Die Genauigkeit der Aufzeichnung schwankt natürlich je nach Qualität des empfangenen GPS-Signals. Soll das Apple iPhone während einer Aktivität auch für andere Sachen genutzt werden, steckt es bei mir in der Hosentasche, was den Empfang verschlechtert. Im Rucksack hat es dagegen freie Sicht zum Himmel, dafür kann ich es aber nicht für andere Sachen nutzen. Hier muss jeder für sich selber abwägen, was höhere Priorität hat.

Was die meisten nach einem Klick auf den App-Store Link am ehesten als störend empfinden werden, ist der Preis von aktuell 7,99 Euro, schließlich sind wir App-Preise unter einem Euro gewöhnt. Auf der anderen Seite werden aber ohne zu mucken 80 Euro für ein Brennprogramm gezahlt. Ich hatte Glück und konnte iBody kaufen, während es für einige Zeit im Preis reduziert war. Wenn man es realistisch betrachtet sind die 7,99 Euro nicht wirklich teuer. Die Programmierleistung muss bezahlt werden und die Server auf denen die Backups gespeichert sind können auch nicht kostenlos betrieben werden. Hinzu kommt, dass alles Updates seit dem Erscheinen des Programms im April 2009 kostenlos waren und dies laut Aussage des Programmierers auch so bleiben soll.

Fazit:
Auch nach mehrmonatiger Nutzung habe ich nichts gefunden, was gegen einen Kauf sprechen würde. Für iBody sprechen die einfache Erfassung der Werte, grafische Aufbereitung um Trends zu erkennen und der Export ins csv-Format, falls die Daten doch in einer Tabelle landen sollen. Ebenso gut ist der Support. Ich erhielt immer innerhalb weniger Stunden eine freundliche Antwort, auch am Wochenende und auf Fragen zu Dingen, die ich hätte eigentlich selber sehen können, wenn ich nur mal einen Blick in die Einstellungen geworfen hätte. Mein „Hauptkritikpunkt“ für die aktuelle Version (4.5.2) ist dann auch eher Geschmacksache. Die Diagramme könnten etwas farbenfroher sein. Dank der „Demo“ in Form des AOK PLUS Fitnessmanager muss niemand die Katze im Sack kaufen und kann sich selbst von der Qualität überzeugen. Über die Facebook-Seite zu iBody war bereits im vergangenen Jahr zu erfahren, dass an einer HD-Version für das iPad gearbeitet wird.

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