Apple Watch im Test

von Nicole Kahl

· 6 min Lesezeit

Apple Watch im Test

Mit Smartphones ist man überall erreichbar und die immer besseren Datenübertragungsraten machen die mobile Nutzung noch leichter. Das Smartphone hat sich damit komplett in unseren Alltag integriert. Seit einigen Jahren gibt es nun auch Smartwatches mit vielfältigen Funktionen, die sich in Zukunft ebenfalls zur technischen Selbstverständlichkeit entwickeln könnten. Eine davon ist die Apple Watch Sport, die ich für euch getestet habe.

Praktische Smartwatch mit Verbesserungs-potenzial

PRO
    Verarbeitung & Qualität
    Große Auswahl an Armbändern
    Große Auswahl an Modellen
    Kostenloses XL-Armband auf Wunsch
    Schnelle Einrichtung

CONTRA
    Wenig Speicher
    Geringe Auswahl Apps
    Relativ hoher Preis
    Weckermodus nur mit Ladegerät
Gesamtbewertung 3,5

Auswahlmöglichkeiten Silber, space grau oder doch rosé gold

Sich das richtige Modell auszusuchen, ist gar nicht so einfach. Apple bietet eine große Auswahl an Modellen. Zuerst muss man sich für eine Display-Größe entscheiden. Die Watch mit dem 38 Millimeter großen Display ist etwas filigraner, als das 42-Millimeter-Modell und daher eher für schlanke Arme geeignet. Das gängigste Modell ist wohl die Watch Sport. Diese gibt es in den Gehäusefarben silber, roségold, space grau und gold. Dazu lassen sich Armbänder in unterschiedlichen Farben und aus verschiedenen Materialien kombinieren.

Die Apple Watch hat einen Speicher von 8 Gigabyte, wovon aber lediglich 2 Gigabyte für Musik und 75 Megabyte für Fotos zur Verfügung stehen. Die Akkulaufzeit beträgt bei normaler Nutzung zwei Tage. Beträgt der Akkuladestand unter 10 Prozent, kann eine Art Energiesparmodus eingeschaltet werden, bei dem nur noch die Uhrzeit angezeigt wird.

Es gibt viele Ausführungen der Apple Watch. Mein Testgerät ist die ganz Rechte.
Es gibt viele Ausführungen der Apple Watch. Mein Testgerät ist die ganz Rechte.

Lieferumfang & erster Eindruck Fluorelastomer & Aluminium

Da Apple nichts dem Zufall überlässt, ist schon das Auspacken ein kleines Erlebnis. Die Watch Sport kommt in einer schlichten aber schicken länglichen Verpackung daher. Zum Lieferumfang gehören neben der Smartwatch selbst, das magnetische Ladekabel, ein USB-Netzteil, die Bedienungsanleitung und ein Armband, welches anpassbar auf die Längen S/M und M/L ist. Sollte das Armband dennoch zu klein sein, kann man sich kostenlos eine XL-Variante bei Apple ordern.

Das Sportarmband aus Fluorelastomer, einem flexiblen Kunststoff, ist sehr leicht und schmiegt sich angenehm dem Handgelenk an. Das Aluminium-Gehäuse wirkt sehr hochwertig und robust. Das Display ist zudem durch das verbaute Glas aus Aluminiumsilikat, auch Ion-X Glas genannt, resistent gegen Kratzer.

Ich habe mich für das 42-Millimeter-Modell in roségold und altweiß entschieden
Ich habe mich für das 42-Millimeter-Modell in roségold und altweiß entschieden

Funktionen Intuitive App & vielfältige Einstellungen

Nach dem Auspacken geht es ans Einrichten. Wie von Apple gewohnt, gestaltet sich das intuitiv und unkompliziert. Einfach die App „Watch“ öffnen und das iPhone mit der Smartwatch via Bluetooth verbinden. In der App gibt es viele Einstellungsmöglichkeiten, so zum Beispiel kann festgelegt werden, wann die Uhrzeit angezeigt werden soll: Beim Heben des linken oder rechten Arms, wenn man das Rädchen, auch unter dem Namen „Digital Crown“ bekannt, drückt oder durch Tippen auf das Display. Zudem können die Apps, die für die Watch zur Verfügung stehen,  vom iPhone gespiegelt werden.

Funktionen Mehr als eine Uhr?

Aber was kann die Apple Watch noch außer die Uhrzeit anzeigen? Für mich persönlich ist es wichtig erreichbar zu sein. Meist habe ich Anrufe verpasst, weil ich es nicht gehört habe oder gerade nicht rangehen konnte. Durch die Vibration bei eingehenden Anrufen, SMS und WhatsApp-Nachrichten werde ich nun über meine wichtigsten Benachrichtigungen informiert.

Nachrichten können dabei über kurze, vorgegebene Antworten, Sprachnachrichten oder Emojis beantwortet werden. Auf Anrufe kann unterschiedlich reagiert werden. Legt man die Hand auf das Display, wird die Watch stumm geschaltet. Wird der Anruf angenommen, kann direkt über den Lautsprecher der Watch telefoniert werden. Natürlich kann der Anruf auch über das iPhone angenommen und geführt werden.

Weiterhin finde ich den Timer sehr praktisch. Gerade beim Kochen ist dieser sehr hilfreich. Es können mehrere Zeiten gestellt werden und, wenn der Timer am iPhone eingestellt wird, meldet sich auch die Watch. Mit einem Wisch nach oben, hat man außerdem Zugriff auf den Musikplayer, die Pulsmessung, die Akkuanzeige, den Aktivitätsring, den Kalender und vieles mehr. Sehr hilfreich ist hierbei die Kalender-Funktion. Die anstehenden Termine können ganz normal im Kalender angeschaut werden oder über Time Travel, eine Art Zeitreise durch die eigenen Termine.

Viele kompatible Apps gibt es leider noch nicht, allerdings vermisse ich bisher nichts. Regelmäßig nutze ich die App von Spiegel Online und Zeit Online sowie die Karten-App. Die Navigation ist vor allem beim Fahrradfahren sehr nützlich, da man sich voll auf den Weg konzentrieren kann und das iPhone nicht am Lenkrad festmachen muss.

Apple bietet unterschiedliche Ziffernblätter, auch Smartfaces genannt.
Apple bietet unterschiedliche Ziffernblätter, auch Smartfaces genannt.
Time Travel - eine Zeitreise durch anstehende Termine
Time Travel - eine Zeitreise durch anstehende Termine

Funktionen Fitness-Tracker & Wecker

Auch als Aktivitäts-Tracker kann die Apple Watch genutzt werden. Als erstes müssen die üblichen Parameter angegeben werden. Danach werden die Aktivität des Nutzers gemessen und in drei Bewegungsarten eingeteilt: Stehen, Bewegen und Trainieren. In der Aktivitäts-App werden diese dann durch drei verschiedenfarbige Ringe angezeigt. Sind die Ringe am Ende des Tages geschlossen, habe ich mein Tagesziel erreicht. Zusätzlich gibt es noch eine Wochenübersicht. Die gleiche App gibt’s auch für das iPhone, wodurch sogar eine Monatsansicht angezeigt werden kann

Zudem werden die Daten auch in die Health-App übertragen. Ich nutze diese Funktion täglich, denn sie hilft mir meinen Schweinehund zu überwinden. Für etwas anstrengendere sportliche Aktivitäten steht die Workout-App bereit. Bei einer Radtour zum Beispiel werden verbrauchte Kalorien, verstrichene Zeit und absolvierte Kilometer angezeigt.

Weiterhin nützlich finde ich die Wecker-App. Wie auch beim Timer meldet sich die Watch zur Weckzeit mit einer Vibration. Die Uhr kann aber auch seitlich auf dem Nachttisch gelegt werden und mit Hilfe des Ladegerätes schaltet die Watch in den Weckermodus. Bevor die Zeit zum Aufstehen naht, wird das Display heller und der Text gelb. Leider wird nur der voreingestellte Weckton ausgegeben, eigene Töne oder Lieder können nicht abgespielt werden.

Schließen sich die Ringe am Ende des Tages, hast du dein Tagesziel erreicht.
Schließen sich die Ringe am Ende des Tages, hast du dein Tagesziel erreicht.
Die Apple Watch im Nachtmodus, was leider nur mit Ladegerät funktioniert.
Die Apple Watch im Nachtmodus, was leider nur mit Ladegerät funktioniert.

Fazit Praktisch, aber verbesserungswürdig

Die Apple Watch hilft im Alltag durchaus weiter und sie ist durch aus mehr als nur eine Spielerei. Das Wearable kann zu mehr Bewegung motivieren und hilft dabei wirklich wichtige Benachrichtigungen nicht zu verpassen. Auch das Design und die Verarbeitung ist positiv hervorzuheben. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Individualisierung durch die unterschiedlichen Ziffernblätter sowie Farbe und Material der Smartwatch.

Allerdings gibt es durchaus Verbesserungspotenzial. Mehr kompatible Apps, mehr Weckertöne und eine längere Akkulaufzeit sowie ein größerer interner Speicher für eigene Daten wären beispielsweise wünschenswert. Also können wir nur hoffen, dass die neue AppleWatch, die schon in den Startlöchern sitzt ein paar Überraschungen bereit hält.

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