Acer Aspire V Nitro im Test
Acer Aspire V Nitro im Test
Auf der Gamescom 2014 stellte Acer seine neue V-Nitro-Serie vor. Die Merkmale dieser Notebooks: schlank, schick und genügend Leistung für den ambitionierten Gamer. Ich habe mir das 15 Zoll große VN7-571G zugelegt und möchte berichten, was das Gerät alles zu bieten hat.
Fast perfekter & stylischer Allrounder
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Hochwertige Optik
Sehr gute Verarbeitung
Display
Tastatur(-Beleuchtung)
Ordentliche Leistung
Lange Akkulaufzeit
-
Touchpad
Keine Wartungsklappe
Unboxing Verpackung & Lieferumfang
Das Notebook kommt in einem minimalistisch gehaltenen schwarzen Karton zu euch. Darauf seht ihr lediglich ein Bild eures neuen Arbeitsgeräts, ein paar technische Daten und einige Seriennummern. Der Inhalt der Verpackung ist ebenfalls relativ überschaubar: Dort findet ihr natürlich das Notebook selbst, das Netzteil, eine Schnellstart-Anleitung, das Garantieheft sowie eine etwas ausführlichere Anleitung zu den Anschlüssen des Geräts und der Funktionsweise der FN-Tasten.
Haptik & Optik Hochwertige Optik & erstklassige Verarbeitung
Packt ihr das VN7 aus seiner Stoffhülle aus, werdet ihr mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit begeistert sein. Die mattschwarze Oberfläche sieht sehr edel aus und wird von feinen, erhabenen Linien geprägt. Mittig auf der linken Seite arbeitet sich das Acer-Logo wunderbar in das Gesamtbild ein und tritt nur sehr dezent in Erscheinung.
Umso mehr Eindruck macht die Rückseite, an der die Scharniere zu finden sind. Dieser wurde ein auffallender Chrome-Look spendiert, der das Notebook äußerst hochwertig wirken lässt. Zusätzlich findet ihr hier den Schriftzug „Aspire V Nitro“ eingraviert, der ebenfalls zu einem ausgezeichneten Erscheinungsbild beiträgt.
Dieser erstklassige Look zieht sich über das gesamte Gerät. Ihr werdet keinerlei unregelmäßige Spaltmaße finden und die Verarbeitung ist meiner Meinung nach großartig. Auch wenn es nur ein Plastikgehäuse ist – es macht einen sehr guten Eindruck.
Genauso erstaunt werdet ihr über die Innenseite sein. Diese ist mit einer Art Soft-Touch-Oberfläche ausgestattet, die sich wunderbar anfühlt, allerdings anfällig für Fingerabdrücke ist. Entgegen meiner Erwartungen ist sie dennoch einfach zu reinigen. Ein leicht angefeuchteter Lappen und ein Handtuch entfernen Rückstände restlos.
Ausstattung Viel Power für einen angemessenen Preis
Das VN7-571G, so wie ich es hier stehen habe, wird von einem Intel Core i5-4210U angetrieben und kann auf eine Geforce 840M zugreifen, wenn richtig viel Grafikleistung gefordert ist. Im normalen Windows-Betrieb wird die Darstellung von der integrierten Grafikeinheit HD 4400 übernommen.
Das Display misst 15,6 Zoll und stellt Inhalte in Full HD dar. Der Arbeitsspeicher ist mit 8 GB ordentlich bemessen und die Speicherung der Daten erfolgt auf einer 1-Terabyte-Festplatte, der 8 Gigabyte an SSD-Cache zur Verfügung stehen.
Das Gute an Acer ist, dass sie ihre Notebooks immer in sehr vielen Konfigurationen zum Kauf anbieten. So könnt ihr beispielsweise auch ein 17-Zoll-Gerät mit Intel Core i7 und 256 Gigabyte SSD kaufen. Es sollte also für jeden die passende Hardware dabei sein.
Anschlüsse Alles an Bord, was man benötigt
Bei den Anschlüssen kann das Acer VN7 ebenfalls punkten. Auf der rechten Seite stehen drei USB-3.0-Buchsen, ein vollwertiger HDMI-Anschluss, eine kombinierte 3,5-Millimeter-Audiobuchse und ein Ethernet-Port, der ohne Adapter genutzt werden kann, zur Verfügung.
Positiv hervorzuheben ist, dass sämtliche Anschlüsse im hinteren Teil des Geräts Platz finden und ihr somit nicht von lästigen Kabeln gestört werdet. Ebenfalls verbaut sind ein Kensington-Lock und der DVD-Brenner an der linken Seite des Notebooks. Einen SD-Slot findet ihr an der Vorderseite. Die Webcam nimmt standardmäßig mittig über dem Bildschirm ihren Platz ein.
Matt, Full HD & IPS
Der verbaute Bildschirm ist ein IPS-Panel, das mit 1.920 mal 1.080 Pixeln auflöst und mit einer hohen Blickwinkelstabilität glänzen kann. Die Helligkeit ist ebenfalls ordentlich, was zusammen mit dem matten Display dazu beiträgt, dass ihr auch mal draußen, unter freiem Himmel und bei direkter Sonneneinstrahlung arbeiten könnt.
Die Farbwiedergabe ist in meinen Augen relativ korrekt, lediglich der Kontrast ist ein wenig zu hoch. Wenn ihr diesen etwas runterschraubt, könnt ihr auch durchaus vernünftig Bilder auf dem Notebook bearbeiten. Die Bildschirmkalibrierung lässt sich übrigens ganz bequem über das vorinstallierte Tool für die Intel-HD-Grafik erledigen.
Tastatur & Touchpad Tastatur: top – Touchpad: Flop
Über Tastatur kann ich eigentlich nur Positives berichten. Die Tasten sind angeraut und haben einen sehr guten Hub – sie sind also angenehm zu drücken und ihr dürftet sehr gut damit schreiben können. Weiterhin ist ein Nummern-Pad vorhanden und auch Media Keys sind an Bord. Heißt also, dass ihr beispielsweise sehr schnell in der Lage seid, eure laufende Musik zu unterbrechen. Ansonsten stehen euch Funktionstasten zur Verfügung, die zum Beispiel das WLAN ein- und ausschalten.
Die Besonderheit an der Tastatur ist ihre rote Beleuchtung. Diese hilft euch dabei, auch im Dunkeln zu schreiben und sieht meiner Meinung nach verdammt scharf aus. Die Tatsache, dass ihr die Untergrundbeleuchtung nicht stufenweise regulieren könnt, stört übrigens nicht.
Vom Positiven der Tastatur kommen wir jetzt – ärgerlicherweise – zum Negativen des Touchpads. Dieses ist nämlich mit Abstand das Schlimmste am gesamten Notebook. Dank dieses Touchpads habe ich einige Nächte nicht wirklich lange geschlafen und war kurz davor, das VN7 wieder zurückzuschicken. Was bringt nämlich ein supergeiles Notebook, wenn das praktisch wichtigste Eingabegerät nicht richtig funktioniert? Aber fangen wir mit den blanken Fakten an:
Das Touchpad wird von Synaptics hergestellt und misst 10,6 Zentimeter in der Breite und 8 Zentimeter in der Höhe. An sich perfekte Voraussetzungen. Auch die Druckpunkte der beiden Maustasten sind genial und es würde sich sehr gut damit arbeiten lassen. Das gesamte Pad ist drückbar, was überall als Linksklick interpretiert wird, außer natürlich in der unteren, rechten Ecke. Auch das ist definitiv nicht verkehrt und durchaus angenehm.
Aber jetzt kommen zwei Sachen, die die Freude am gesamten Notebook stark dämpfen und dessen Benutzung enorm verkomplizieren …
Erstens: Das Touchpad ist matt. Klar sieht es dadurch gut aus und passt zum restlichen Design, aber es ist dadurch auch unbeschreiblich frustrierend zu bedienen, da es nicht gerade gleitfähig ist. Kleines Beispiel gefällig? Stellt euch eine Liste mit Einträgen oder Wörtern vor, die ihr über eine Checkbox auswählen sollt. Vergesst es lieber, ihr brecht euch dabei eher die Finger. Oder noch alltäglicher: Ihr wollt ganz einfach ein Fenster schließen und seid kurz vor dem „X“-Button. Ich sage euch, benutzt lieber ALT-F4, damit seid ihr 100-mal schneller.
Der zweite negative Punkt am Touchpad übertrifft ersteren noch um Längen. Und zwar gibt es aus Gründen, die mir nicht ganz klar sind, ein großes Problem mit dem Treiber und dem vorinstallierten Windows 8.1. Dieses bewirkt ganz einfach, dass die oben genannte Schwierigkeit noch schlimmer wird und ihr praktisch keine Chance habt, das VN7 ordentlich zu bedienen. Kleinste Bewegungen auf dem Pad werden praktisch überhaupt nicht registriert und vom Computer einfach nicht verarbeitet.
Hier war auch der Moment, an dem ich vor dem Rechner saß und überlegt habe, das Notebook wieder einzupacken und „Lebewohl“ zu sagen. Stundenlang habe ich Foren durchsucht, Beiträge gelesen, mit dem Acer-Support gechattet, um schlussendlich ein Posting zu sehen, in dem stand, dass eine Windows-Neuinstallation die Lösung bringen würde.
Das Ganze erschien mir absolut unlogisch, aber im Endeffekt habe ich es dann doch probiert. Und siehe da: Es war die Lösung! Nach unzähligen Windows-Updates funktioniert das Touchpad jetzt halbwegs vernünftig und man kommt mit ein wenig Übung damit zurecht. Wer also noch eine Windows-Lizenz herumliegen hat, der kann sich glücklich schätzen! Ob das Problem auch behoben wird, wenn man über die Recovery das Notebook zurücksetzt und praktisch neu einrichtet, habe ich nicht getestet.
Leistung Ausreichend Power für die meisten Spiele
Nach dieser wirklich harten Kritik kommen wir wieder zu einem Punkt, wo das VN7 erneut überzeugen kann: der Leistung.
Der verbaute Intel i5-4210U ist ein Dual-Core-„ULV“-Prozessor der neuen Haswell-Generation. „ULV“ steht für „Ultra-Low-Voltage“ und suggeriert einen sehr, sehr geringen Stromverbrauch der Recheneinheit. Von Intel werden hier gerade einmal 15 Watt angegeben! Die zwei physischen Kerne werden automatisch per Hyperthreading auf vier virtuelle Kerne erweitert, die noch effizienter parallel anfallende Aufgaben erledigen können.
Der Standardtakt des i5 liegt bei 1,7 Gigahertz. Dank Turbo-Boost kann aber die Frequenz kurzzeitig auf 2,7 Gigahertz hochgeschraubt werden. Das erledigt die CPU natürlich alles automatisch und ihr werdet sehr wahrscheinlich gar nichts davon mitbekommen.
Zusätzlich verbaut ist eine Intel HD Graphic 4400. Diese übernimmt praktisch alle Darstellungen im Windows-Betrieb. Falls ihr einmal mehr Leistung braucht, schaltet sich automatisch die Geforce GT 840M zu und kann mit ordentlich Grafikpower ans Werk gehen: 2 Gigabyte DDR3-VRAM und ein Kerntakt von 1.029 Megahertz stehen euch dabei zur Verfügung.
Diese Konfiguration kann mit den verbauten 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und der 1 Terabyte großen SSHD wirklich überzeugen. Das System läuft sehr rund, es kommt zu keinerlei Rucklern oder gar längeren Wartezeiten. Wenn man allerdings an eine SSD im heimischen Rechner gewöhnt ist, merkt man hier und da doch einen Unterschied. Das ist aber kein Beinbruch. Ihr könntet eine M.2 SSD nachrüsten oder ihr bestellt das VN7 gleich in der SSD+HDD-Variante.
Hier ist noch erwähnenswert, dass das Notebook keine Wartungsklappe besitzt und ihr somit das gesamte Gehäuse auseinandernehmen müsst, um an das Mainboard zu gelangen.
Auch bei Spielen kann das Notebook überzeugen. Zu Testzwecken kam bei mir „Metro: Last Light“ zum Einsatz. Ein Spiel, das grafisch anspruchsvoll ist und einen leistungsfähigen Prozessor benötigt. Das Game lief auf relativ stabilen 30 FPS bei einer Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln und vierfachem Anti-Aliasing. Den Detailgrad habe ich dafür auf „low“ gestellt. An wenigen Stellen hatte ich für ein paar Sekunden Frame-Rate-Einbrüche, aber das war nur halb so schlimm, da es nie bei actionreiche Szenen geschehen ist.
Insgesamt bin ich mit der Performance zufrieden, das VN7 bietet in etwa das, was ich mir erhofft hatte. Wer auf Notebooks in hohen Detailstufen zocken will, muss dann bei Weitem mehr als 700 Euro hinlegen.
Akkulaufzeit, Lautstärke & Temperatur Keine Steckdose in Reichweite? Kein Problem!
Dank des stromsparenden Prozessors und der Nvidia-Optimus-Technologie, die dafür sorgt, dass die dedizierte Grafikkarte erst bei hoher Leistungsanforderung zugeschaltet wird, legt das VN7 von Acer eine sehr solide Akkulaufzeit an den Tag. Mit deaktiviertem WLAN, im Energiesparmodus, mit abgedunkeltem Display und nur einem geöffneten Schreibprogramm hat mir Windows eine Laufzeit von mehr als neun Stunden angezeigt – definitiv ein Spitzenwert!
Schaltet ihr das WLAN zu und surft ein wenig im Netz, verringert sich die Laufzeit auf immer noch gute fünf bis sechs Stunden. Wollt ihr unterwegs mit dem Notebook spielen, wird nach spätestens zwei Stunden das Licht ausgehen, je nachdem, wie anspruchsvoll das Spiel ist.
Positiv überrascht war ich auch von der Lautstärke. Im normalen Windows-Betrieb hört man das Notebook so gut wie gar nicht. Die Lüfter säuseln ganz gemächlich vor sich hin, teilweise schalten sie sogar komplett ab.
Bei anspruchsvolleren Aufgaben wie beispielsweise beim Zocken könnt ihr den Lüfter natürlich hören, aber er bleibt stets auf einem angenehmen Level und wird nie zu laut und damit nicht nervig.
Zur Temperatur kann ich ebenfalls nur Gutes berichten. Unter Last heizt sich das VN7 selbstverständlich auf. Allerdings wird es nie so heiß, dass man es nicht mehr anfassen kann. Anscheinend hat sich Acer bei der Kühlung wirklich Gedanken gemacht. Das Notebook bleibt im unteren und linken Bereich stets ziemlich kühl, sodass sich das Touchpad angenehm bedienen lässt und die WASD-Tasten niemals zu heiß werden. Für Gamer ist das wahrhaft ein Segen ;-)
Fazit Der fast perfekte, stylische Allrounder
Als ich das Acer VN7 vor einiger Zeit online gesehen habe, war ich sofort hellauf begeistert. Man könnte sagen, dass ich mich in das Gerät verliebt habe. Ein unglaublich edles Design, relativ schlank, viel Leistung und das Ganze zu einem bezahlbaren Preis.
Meine Anforderungen an ein neues Notebook waren ebenfalls sehr hoch: Es musste gut aussehen, recht leicht sein, ein mattes Display besitzen, mit langen Akkulaufzeiten glänzen und es sollte für das ein oder andere Spielchen geeignet sein. All diese Wünsche erfüllt das VN7 mit Bravour. Bis auf das halbgare Touchpad kann ich keine größeren Kritikpunkte äußern.
In meinen Augen ist Acer hier ein ganz großer Wurf gelungen. Man bedient die Gamer, die Design-Enthusiasten und alle diejenigen, die ein Allround-Notebook mit viel Akkulaufzeit haben wollen, das aber trotzdem einiges an Leistung mitbringt. Es ist, dank verschiedener Konfigurationsmöglichkeiten, wirklich für jeden etwas dabei.
Wenn ihr also auf der Suche nach einem richtig guten Notebook seid, dann habt ihr es hier gerade gefunden und könnt es für 699 Euro im Cyberport-Webshop bestellen.














