Testbericht Nokia 6300
Testbericht Nokia 6300
Hochwertiges Design, kleiner Preis
Das Nokia 6300 hat ein zeitlos modernes Edelstahl-Design, dass nicht nur gut in der Hand liegt, sondern sich auch sehr gut anfühlt. Dabei ist die Ausstattung des Handys natürlich nicht zu kurz gekommen. Zunächst kurz umschrieben der Lieferumfang: Nokia 6300 Mobiltelefon, Nokia Akku BL-4C (860mAh), Nokia Kompakt-Ladegerät AC-3, Nokia Stereo Headset HS-47, Nokia 128 MB MicroSD-Karte MU-26, Bedienungsanleitung, Software CD (PC Suite). Design und Verarbeitung: Das Nokia 6300 ist nicht nur für das Auge eine strahlende Schönheit, sondern fühlt sich in der Hand schön an. Die Oberschale aus mattem Edelstahl und der Einsatz von im Klavierlack lackierten Plastik, machen das Nokia zu einem Erlebnis. Endlich keine Plastikwüste mehr, die man beim Telefonieren ans Ohr hält, sondern angenehme Materialien. Die Displayumrandung aus schwarzem Kunststoff nimmt den größten Teil der Vorderseite des Handys ein, hier findet man das chromfarbene Steuerkreuz, als auch die Auswahl und Hörertasten.
Oberhalb des Displays befindet sich der Lautsprecher. Die Tastatur ist etwas tiefer unterhalb des Displays angeordnet, allerdings wird dadurch die Bedienung in keiner Weise eingeschränkt, die Finger müssen nicht umgreifen, um auf die Hörertasten oder zum Steuerkreuz zu kommen. Die Rückseite des 6300 wird von einem Edelstahl-Akkudeckel dominiert, lediglich im Bereich der Antenne wird Kunststoff mit Klavierlack verwendet. An der Unterseite des Handys befinden sich der 2.5mm Kopfhöreranschluss, die Buchse für das Ladekabel und unter einer Abdeckung der Mini-USB-Anschluss. Die Verarbeitungsqualität des Nokias ist über jeden Zweifel erhaben, das Gehäuse bleibt selbst bei einem stressigeren Einsatzort knarzfrei.
Display
Das Display löst mit einer Pixelzahl von 240×320 auf und ist mit einem Wort nur als „Brillant“ zu beschreiben (auch wenn Samsung in meinen Augen die besseren Displays liefert). Die Helligkeit lässt sich leider nicht einstellen, aber das spielt nur eine untergeordnete Rolle, denn sowohl im Schatten als auch in der Sonne lässt sich das Display gut ablesen.
Tastatur
Die Tastatur des Nokia 6300 ist in zwei Bereiche unterteilt – einmal die Tasten inkl. des Steuerkreuzes direkt unterhalb des Displays und andererseits die Tasten im unteren Bereich. Die Handhabung stört – wie schon erwähnt die Zweiteilung in keinster Weise. Die Tasten sind angenehm groß und lassen sich dank des sehr guten Druckpunkts leicht bedienen. Die Ausleuchtung der Tasten ist gleichmäßig, so dass bei Tag und bei Nacht eine schnelle Bedienung kein Problem ist.
Menü und Funktionen
Das Nokia 6300 ist kein Smartphone, somit setzt Nokia die sogenannte „Serie 40 Software“ ein. Hier kann man leider außer Java Programmen keine weitere Software installieren, allerdings ist das Nokia schon von Haus aus ziemlich vollständig ausgestattet, sei es der Organizer, das Telefonbuch, der Musikplayer oder die Stoppuhr und die ToDo-Liste, die sich auch mit Microsoft Outlook abgleichen lässt. Ebenfalls lassen sich wie bei allen Nokias schnell und einfach Profile einstellen, so dass immer die Möglichkeit gegeben ist, per Knopfdruck das Handy stumm zuschalten oder mal eben in den Flugzeugmodus zu versetzen, wo alle Funkverbindungen inkl. Bluetooth beendet werden. Die Bedienung ist einfach – so wie man es von Nokia gewohnt ist. Migriert man aber von einem anderen Handy zum Nokia, so kann es ab und an zu Missverständnissen kommen.
Kamera
Die Kamera löst mit 2 Megapixel auf (1.600 x 1.200 Pixel) und hat keinen Autofocus. Nach Auslösen dauert es ca. 2 bis 4 Sekunden, bis das Foto im Kasten ist, für spontane Schnappschüsse ist es also ein bisschen langsam. Aber um mal eben ein Whiteboard zu fotografieren und die Ideen festzuhalten oder ein Foto, um eine Situation im Bild festzuhalten – dafür ist die Kamera ausreichend. Ein abgespeichertes Bild belegt bis zu 500 KB Speicher. Gelungene Fotos gibt es auch nur bei gutem Licht, denn das Nokia hat auch keine Foto-LED, auch Selbstportraits sind ohne Spiegel nicht ganz so einfach möglich.
Akku und Sprachqualität
Als Triband-GSM-Modell ist die Sprachqualität nur als sehr gut zu bezeichnen, ebenso wie die Empfangsqualität. Hier wurde selbst bei schwacher Funkversorgung kein Verbindungsabriss festgestellt. Die Standby-Zeit liegt bei bis zu 5 Tagen bei geringem Nutzungsverhalten. Nokia selber gibt die Standby-Zeit mit bis zu 350 Std. an, die Gesprächszeit liegt bei ca. 3.5 Stunden.
Multimediaplayer
Das Nokia bietet sowohl Radio als auch MP3-Player, hier empfiehlt es sich eine größere Micro SD Karte hinzukaufen, in meinem Nokia lief eine 4 GB Karte ohne Probleme. Das MP3-Management des Players ist ausreichend gut, hier besteht die Möglichkeit Playlists anzulegen oder die ordentlich getaggten MP3 nach z.B. Album oder Interpret abzurufen. Das Radio ist ausreichend empfindlich und kann bis zu 20 Plätze automatisch speichern. Die Musikwiedergabe mit dem mitgelieferten Stereoheadset ist gut und laut – und wer drahtlos der Musik lauschen will, der findet auch die Möglichkeit, Musik via dem Bluetooth-Profil AD2P zu hören.
Connectivity
Mini USB, Bluetooth – damit ist eigentlich fast alles abgedeckt, was mit einem „normalen“ Handy erreicht werden sollte – fast. Seit einem knappen Monat gibt es schon den Nachfolger, das Nokia 6300i, das auch WLAN und damit Voip-Telefonie mitbringt. Allerdings weiß ich nicht, wie sich WLAN auf die Akkulaufzeit auswirkt – das wird sich sicherlich noch bald herausstellen. Schließt man das Nokia mittels USB an einen PC an, so hat man auch die Möglichkeit, den Speicher im Wechseldatenträgermodus zu beschreiben –praktisch um mal eben ein paar MP3s auf das Handy zu schieben.
Fazit
Etwas feines und kleines was nicht nur durch sein Äußeres, sondern auch durch seine inneren Werte, der Verarbeitung und der guten Bedienbarkeit überzeugen kann. Das fehlende WLAN (das beim Nachfolger kommt) sehe ich hier als nicht so elementar an, denn das ist (noch) nicht Standard. Ich würde es wieder kaufen.
Technische Daten








