Testbericht: Lenovo Ideapad S10-2 – Teil 3

von matthias-schleif

· 3 min Lesezeit

Testbericht: Lenovo Ideapad S10-2 – Teil 3

Upgradability und Fazit
Im dritten und letzten Teil meines Testberichts zum Lenovo Ideapad S10-2 möchte ich mich den noch offenen Fragen widmen und einen kleinen Vergleich mit anderen Modellen der Netbookklasse versuchen. Wie an den meisten Systemen gibt es auch am Lenovo-Netbook eine Klappe an der Unterseite, um den RAM aufzurüsten. Ein weiterer Zugang besteht zur Festplatte und im Fall des Ideapad gibt es auch noch einen, um die W-LAN-Karte zu erreichen, womit wir bei den Upgrademöglichkeiten angekommen wären.
Upgradability
Wie gesagt findet man auf der Unterseite des Netbooks die Zugänge zu Festplatte, Arbeitsspeicher und W-LAN-Modul. Letzteres steckt in einem von zwei PCIe-Slots, wovon der zweite wohl zur weiteren Aufrüstung zum Beispiel mit einem GPS-Empfänger oder einem UMTS-Modem vorgesehen ist. Der Arbeitsspeicher kann wie üblich auf 2 GB erweitert werden. Die Festplatte ist mit einer weiteren Schraube gesichert, kann aber dennoch schnell gegen ein anderes Modell getauscht werden. Insofern bietet Lenovo ein wenig mehr als der Durchschnitt, erfindet das Netbook damit aber natürlich trotzdem nicht neu.

Lenovo Ideapad S10-2″

Fazit
In meinem Gesamtfazit möchte ich das aktuelle Lenovo-Netbook weder hochjubeln noch schlecht reden. Im Gegensatz zu seinem Vorgängermodell ist das Ideapad S10-2 nur unwesentlich verbessert worden und wenn man das Design mit einbezieht, leider kein wirklich überzeugendes System. Zumindest meiner Meinung nach war das Gehäuse des in Deutschland als S10e verkauften Lenovo-Netbooks der ersten Generation ein wenig schöner, stabiler und mit einem matten Finish auch nicht so anfällig für Fingerabdrücke. Der relativ weit hervor stehende Akku ist ebenfalls nicht jedermanns Sache, wobei ich die Möglichkeit, diesen als Griff zu benutzen, schon im ersten Teil meines Testberichts gelobt habe. Empfehlenswert ist aber leider auch diese Handhabung nicht, denn dafür sitzt der Akku nicht fest genug in seiner vorgesehenen Halterung und vermittelt so ein etwas instabiles Gefühl.

Alles in allem kann Lenovo aber in der Geräteklasse gut mithalten, was nicht zuletzt am zusätzlichen PCIe Slot liegt. Auch preislich befindet sich das Netbook mit 329 Euro in einer Range, die für die Leistungen angemessen ist. Das beim Vorgängermodell häufig beklagte und mit diversen BIOS-Versionen beackerte Problem des dauernd laufenden Lüfters hatte das mir vorliegende System nicht, was natürlich nicht für die ganze Serie sprechen muss und vielleicht auch einen Zeitfaktor hat (mehr Staub im Lüfter). Weder beim normalen Arbeiten, noch bei meinen Tests mit den Videos, um die Akkulaufzeit zu ermitteln, trat der Lüfter übermäßig in Aktion.

Im Vergleich zu anderen Netbooks der 10 Zoll Klasse mit Intel Atom N270/N280 CPU ist Lenovos Kleinster zum einen recht kompakt gebaut und zum andern ziemlich leicht, womit er zwei Kernanforderungen an mobile Systeme gut bewältigt. Sollte Lenovo ihre Modelle in Zukunft auch mit den etwas besser zu bedienenden Chiclet-Tastaturen ausstatten, wäre das ein weiterer Pluspunkt neben den bereits erhältlichen Modellen mit hochauflösenden Displays. Insgesamt hat die Geräteklasse aber ein weit verbreitetes Manko, welches auch am Ideapad nicht spurlos vorbeigegangen ist: die viel zu kleinen Touchpads müssen endlich vernünftigen Eingabegeräten weichen, bei denen nicht 70 Funktionen auf 0,3cm² gequetscht werden. Das einzige Netbook mit einer in dieser Beziehung befriedigenden bis guten Leistung ist das S101 von ASUS, welches aber leider etwa hundert Euro teurer ist.

Technische Daten Lenovo Ideapad S10-2:

  • Intel Atom N280 (1.6 Ghz) Stromsparprozessor
  • 10,1 Zoll WSVGA Display mit LED Backlight und 1,3 MP Webcam
  • 1 bzw. 2 GB RAM, 160 GB Festplatte, Intel GMA950 Grafik
  • VGA, WLAN-g, Bluetooth, 3x USB2.0, 4-in-1 Cardreader
  • 6-Zellen-Akku, nur 1.2 kg, MS Windows XP Home, 1 Jahr Garantie
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