Testbericht Lenovo Ideapad S10-2 – Teil 2
Testbericht Lenovo Ideapad S10-2 – Teil 2
Software und Besonderheiten
Nachdem ich nun das Lenovo Ideapad S10-2 in einem Unboxing Video und dem ersten Teil meines Testberichts vor allen Dingen hardwareseitig vorgestellt habe, soll es im nun folgenden zweiten Teil ein wenig mehr um die Besonderheiten des Modells gehen. Neben der OneClick-Recovery-Funktion wirbt Lenovo mit einem Dolby-Sticker und der von VeriFace entwickelten Gesichtserkennung, die ich allesamt ausprobiert habe. Ebenfalls auf dem Prüfstand befand sich das Powermanagement beziehungsweise die dazugehörige Akkuleistung. Der allgemeine Überblick über die von Lenovo vorinstallierte Software hatte aber doch das ein oder andere Fragezeichen hinterlassen.
Powermanagement und Akku
Das Powermanagement im Lenovo Ideapad S10-2 bietet vier Stufen, die sich auch automatisch anpassen, wenn man den Netzstecker ein- oder aussteckt. Bei voll aufgedrehter Helligkeit konnte ich ein hochauflösendes Video per W-LAN für gut 3 Stunden laufen lassen, bevor der Akku aufgab. Beim normalen Arbeiten mit Internet per W-LAN und nur halb aufgedrehtem Bildschirm schafft das System aber locker viereinhalb und mehr Stunden. Für einen Akku mit 47Wh ein durchaus brauchbarer Wert.
Dolby
Da auf dem Gehäuse mit einem Dolbysticker geworben wird, wollte ich mir den Unterschied selbst einmal anhören. Hierzu hab ich mir jeweils meine fünf liebsten Musikstücke über einen Plantronics Gamecom-Kopfhörer zuerst am Eee PC S101 und dann eben am Lenovo gegönnt. Der Dolbyeffekt scheint darin zu bestehen, Höhen und Tiefen zu verstärken. Bei recht mitten-lastigen Stücken kommt das ganz gut, bei sehr guten Aufnahmen wird jedoch der Bass ein wenig flach. Meinen Geschmack hat es nicht wirklich getroffen, denn den selben Effekt, kann man auch mit einer gelungenen Equalizer-Einstellung hinkriegen.
VeriFace-Gesichtserkennung
Die VeriFace-Gesichtserkennung bietet dem Benutzer die Möglichkeit, das System mit seinem digitalen Abbild zu sichern, was aber so die eine oder andere Tücke birgt. Bei nahezu gleichen Lichtverhältnissen und nahezu gleicher Sitzposition konnte mich das System nicht über mein Gesicht identifizieren, so intensiv ich auch versucht habe, die vorher fotografierte Ausgangsposition wiederherzustellen. Die Krönung an diesem ganzen schwachsinnigen Vorgang, der mich nach wenigen Minuten schwer an eine Farce erinnert hat und den man ja auch mit einem Passwort umgehen kann, ist die Implementierung der Funktion ins Betriebssystem. Klickt man mit der rechten Maustaste auf einen Ordner, bietet sich die Funktion, diesen Ordner per Gesichtserkennung zu verschlüsseln. Vielleicht stimmt wirklich etwas nicht mit meinem Gesicht, aber prinzipiell kann ich davon nur abraten, diese Funktion zu benutzen.
OneClick Recovery
Die bei Lenovo zur Standardausstattung gehörende OCR stellt unterschiedliche Optionen zur Verfügung, je nach dem, ob man sie im ausgeschalteten Zustand oder unter Windows betätigt. Der Funktionsumfang des Programms unter Windows beinhaltet eine Sicherung und eine Wiederherstellungsfunktion sowie die Möglichkeit eine System CD zu erstellen. Drückt man den OCR-Button im ausgeschalteten Zustand wird das auf der versteckten Partition befindliche Systemimage aufgerufen und man kann einen Virencheck, eine Systemwiederherstellung oder die Wiederherstellung des Werkszustands auswählen. Nur bei diesem letzten Punkt werden auch tatsächlich alle Daten, die der Nutzer aufgespielt hat wieder gelöscht und der Auslieferungszustand wieder hergestellt.
Quickstart-Taste (QS)
Die Quickstart-Taste kann, wie ich meinen ersten Teil schon erwähnte, mit einem beliebigen Programm belegt werden. Ich persönlich wüsste nicht genau, mit welchem Programm ich die Taste verbinden sollte, außer vielleicht mit dem Internetbrowser.
Weitere Software
Außerdem im System befinden sich eine Sechzigtageversion von Microsoft Office, die ja noch einigermaßen Sinn macht, sowie einige Microsoft SQL-Servertools, die ich nicht gebrauchen kann und von denen ich mich frage, warum Lenovo sie installiert hat.
Benchmarks
Ausführliche Benchmarks habe ich mir erspart, da sich die verbaute Hardware zu wenig von anderen Modellen unterscheidet und das Ideapad bei den ersten Versuchen mit 3DMark06 schon immer abgeschmiert ist.
Weiter dann im dritten Teil…










