Test-Telegramm: Lenovo IdeaCentre B500
Test-Telegramm: Lenovo IdeaCentre B500
Design oder Nicht-Design?
All-in-One-Rechner liegen im Trend, Apple wusste dies schon irgendwie immer und legte mit jedem neuen iMac die Messlatte neu an. Im typischen PC-Bereich besann man sich dagegen erst vor zwei, drei Jahren wieder auf das platzsparenden Design. Jeder größere Hersteller hält heutzutage somit mindestens eine Rechnerserie im Portfolio bereit. Der Ansatz indes unterscheidet sich, so hat der Kunde die Wahl zwischen günstigen Nettops und Multimedia-Maschinen, teilweise auch mit Touchscreen. Auch Lenovo folgt dieser Entwicklung und führt den Markttrend aktuell mit gleich fünf unterschiedlichen IdeaCentre-Serien an (C300, A300, A600, B500 und A70). Relativ neu und bei uns im Store zu bestaunen die IdeaCentre B500-Serie – ein Modell, dass sich vor allem an Gamer zu richten scheint, wie das Design vermuten lässt.
Natürlich warf ich einen kurzen Blick auf das System und möchte meine Einschätzung hierzu mit unseren Lesern gerne teilen. Momentan erhält man aus besagter Serie zwei Modelle bei Cyberport, die sich hinsichtlich des Prozessors unterscheiden (Intel Pentium E5400 Prozessor mit 2.7 GHz vs. Intel Core 2 Duo E7500 Prozessor mit 2.93 GHz). Jedoch werden demnächst weitere Varianten erwartet. Beide Rechner verfügen über einen hochauflösenden 23-Zoll-Bildschirm. Entgegen der Information in unserem Datenblatt, handelt es sich dabei nicht um einen Glosy-Bildschirm, sondern erfreulicherweise um ein mattes Display. Über das Gehäusedesign lässt sich trefflich streiten, man mag vermuten, dass ein Stealth-Bomber Pate stand. Für das heimische Wohnzimmer scheidet das IdeaCentre B500 wohl daher aus, macht jedoch sicherlich eine gute Figur im Kinderzimmer. Auch wenn die Prozessoren heutzutage nicht mehr die Speerspitze der Leistungsentwicklung für sich in Anspruch nehmen können, so übertrumpfen sich doch jeden Nettop im nicht minder preiswerten Einstiegsbereich (Kostenpunkt B500: jeweils 699 bzw. 799 Euro). Den CPUs zur Seite steht eine NVIDIA GeForce GT 240M mit reichlichen 1 GB VRAM – jawohl, das System mag für Spiele geeignet sein.
Als Eingabegeräte liefert Lenovo sowohl eine Bluetooth-Maus als auch –Tastatur mit. Den kleinen Nager konnte ich indes nicht in Augenschein nehmen, da sich dieser in unserem Store-Lager „versteckte“. Insgesamt strotzt das B500-System nur so vor Plastik, ein Vergleich mit den aktuellen iMacs scheidet daher schon an dieser Stelle aus. Nichtsdestotrotz attestiere ich der Verarbeitung ein gutes Zeugnis. Ein nettes Gimmick ist die integrierte Beleuchtung, die in den dunklen Stunden bspw. der Tastatur etwas Licht zu schenken vermag. Bei den Anschlüssen konzentriert sich das IdeaCentre B500 allerdings nur auf das Notwendigste. Als Kunde begnügt man sich daher mit sechs USB-2.0-Anschlüssen, einem Ethernet-Port, Audioein- und Ausgängen und einem antiquaren PS/2-Stöpsel. Vergebens sucht man e-SATA, FireWire oder einen Monitorausgang, weder analog noch digital. Zumindest verfügt das IdeaCentre B500 über die aktuellen Funktechniken mit WLAN-N und Bluetooth.
Absolut positiv überrascht war ich persönlich vom integrierten Soundsystem. Dieses stammt von JBL und erfreut mit einem voluminösen und klaren Klang, den ich so nicht in einem All-in-One-System erwartet hätte. So leid es mir für Apple tut, aber in diesem Punkt unterliegt der iMac hörbar. Negativ indes fällt die Handhabung des DVD-Brenners ins Gewicht, Lenovo verwendet hierfür ein typisches Notebooklaufwerk ohne motorische Unterstützung – eine Slot-in-Lösung würde dem B500 besser stehen.
Pro:
Contra:
Fazit
Das Lenovo IdeaCentre B500 gibt mit seinem jungen Design einen preiswerten Rechner für den Nachwuchs ab, im Wohnzimmer und unter Umständen im Büro wirkt es dagegen etwas deplaziert. Bedauerlichweise beschränkt sich die Erweiterbarkeit auf Gerätschaften mit USB 2.0, dies sollte vor einem möglichen Kauf unbedingt bedacht werden.














