Test-Telegramm: Bowers & Wilkins Zeppelin Mini

von sven-kaulfuss

· 2 min Lesezeit

Test-Telegramm: Bowers & Wilkins Zeppelin Mini

Nur ein halbes Sound-Luftschiff?
Ende September kündigte ich hier im Blog, mit dem Zeppelin Mini, ein weiteres Produkt vom Traditionshersteller Bowers & Wilkins an. Durch Zufall entdeckte ich es nun hier bei uns im Dresdner cyberportSTORE. Es ergab sich somit die perfekte Gelegenheit, dass System kurz unter die Lupe zu nehmen. Schon sein größerer Bruder – der originale Zeppelin – teilte weitestgehend die Meinungen, in diesem Zusammenhang verweise ich nochmals gerne auf den damaligen Testbericht von Joerg. Immerhin möchte B&W bzw. Cyberport für das gute Stück 399 Euro haben, damit ist es zwar noch immer gute 200 Euro günstiger als das größere Modell, spielt aber ohne Frage in der Klasse der höherwertigen iPod-Soundsystem – werfen wir einen Blick darauf…
Auch wenn der Name gleichgeblieben ist, mit einem Luftschiff hat der Zeppelin Mini vom Design nur noch entfernt eine Ähnlichkeit, zumindest auf den ersten Blick. Schaut man genauer, entdeckt man zumindest im Profil (von oben oder unten betrachtet) wieder die Silhouette seines Namensgebers. In jedem Fall ist der Mini von seinen äußeren Abmessungen (200 x 320 x 100 mm; 2,5 kg) tatsächlich sehr kompakt. Die größte Neuerung dürfte der schwenkbare iPod-Arm sein. Auf diese Weise lässt sich die CoverFlow-Bedienung sinnvoll nutzen. Allerdings muss man sagen, so graziös wie im Promo-Film ist das eigentliche Schwenken nicht. Man muss schön etwas größeren Schwung anwenden, damit der Arm von alleine die gewünschte Richtung einschlägt. Der iPod (in meinem Falle ein iPod touch) sitzt verhältnismäßig fest im Sockel, auch wenn er um 90 Grad gedreht wurde – doch auch hier gilt, lieber etwas sanfter anfassen.

Bowers & Wilkins Zeppelin Mini – Teil 1″

Steckt der iPod erstmal im Dock, bekommt er automatisch Strom und wird geladen. Bei der Soundwiedergabe übergibt Apples Player die Lautstärkeregelung komplett an den Zeppelin Mini. Die Steuerung des Soundvolumens erfolgt dann über die Fernbedienung oder direkt am Gerät. Übrigens, B&W hält sich mit Knöpfen angenehm zurück, nur ein An/Aus-Schalter und die Buttons für die Lautstärke befinden sich am Gerät.

Doch wie klingt das gute stück nun? Sofern ich es testen konnte (volle Lautstärke wollte ich den Kunden im Store nicht wirklich zumuten) muss man eingestehen, dass der Klang sehr satt rüberkommt, zumindest in Relation zur Größe des Gerätes. Für das Schlaf- oder Arbeitszimmer sollte die Leistung also zufriedenstellend sein, nur das 100 Quadratmeter Loft verlangt nach mehr. Nicht testen konnte ich leider die Funktionalität als Dock am Rechner und die Wiedergabe von Musik über den Computer. Hier noch mal in Kürze meine persönlichen Pro- und Contrapunkte.

Pro:

  • Schwenkarm für CoverFlow (lässt sich auch zum Transport nutzen)
  • verhältnismäßig guter Klang
  • ansprechender, reduzierter Formfaktor
    Bowers & Wilkins Zeppelin Mini – Teil 2″

    Contra

  • für ein Soundsystem dieser Größe relativ kostenintensiv
  • Oberflächendesign des „Spiegels“ (der Bereich unterhalb des Armes ist ein willkommener „Dreckfänger“)

    Fazit
    Der Bowers & Wilkins Zeppelin Mini gehört mit Sicherheit zu den besseren Soundsystemen für den iPod. Wirklich genial ist der Schwenkarm, CoverFlow lässt sich somit auch „stationär“ betreiben – hier hat ein Hersteller mal mitgedacht. Ob dies dem Kunden 399 Euro wert ist, sollte man am Besten innerhalb eines persönliches Hörtestes beurteilen, gerne auch bei uns in den Ladengeschäften.

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