Test-Telegramm: Acer Extensa 5230E-901G16N

von sven-kaulfuss

· 1 min Lesezeit

Test-Telegramm: Acer Extensa 5230E-901G16N

Ein „Billig-Notebook“ für 349 Euro
Eigentlich wollte ich mir für das heutige Test-Telegramm den Spitzenreiter unserer Charts unter den Notebooks vornehmen. Leider traf ich jedoch hier im Dresdner cyberportSTORE keinen Acer Extensa 5235 an, da das letzte Modell 10 Minuten bevor ich eintraf an einem Kunden abverkauft wurde. Doch so schnell gebe ich nicht auf, irgendein Notebook der selben Einstiegsklasse musste sich doch auftreiben lassen. Und siehe da, ich wurde fündig und konnte die Nummer Drei unserer Verkaufscharts in Augenschein nehmen – das Acer Extensa 5230E-901G16N für 349 Euro. Mit diesem Preispunkt gehört es zu den günstigsten Notebooks die derzeit auf dem Markt sind, eigentlich ein Preisbereich der vor allem von Netbooks in Beschlag genommen wurde. Kann ein Notebook zu diesem Preis tatsächlich überzeugen?
Genau genommen kann man auch einen Acer Extensa 5230E-901G16N für 299 Euro erhalten, dann allerdings nur mit Linux. Unser Modell dagegen bietet für 50 Euro Aufpreis noch Windows Vista Home Basic, für 355 Euro dagegen bieten wir dieses Modell auch gleich mit 2 GB an. Doch zunächst wie immer in Kurzform die technischen Daten meines Testgerätes:

  • Intel Celeron M 900 (2.2 GHz) Prozessor
  • 15,4 Zoll WXGA 16:10 Display (matt)
  • 1 GB RAM + 1 GB beiliegend, 160 GB Festplatte, DVD Brenner
  • Intel GMA 4500MHD Grafik (shared)
  • Gigabit LAN, WLAN-n, 3x USB 2.0, Vista Home Basic
    Acer Extensa 5230E-901G16N – Teil 1″

    Klingt auf den ersten Blick nicht unbedingt nach einem Leistungswunder, doch wer hätte dies auch erwartet, zu diesem Preis? Zunächst erweckt der Acer nicht unbedingt den Eindruck von hochwertiger Qualität zu sein, wohin man auch schaut, man wird mit einer Plastikwüste konfrontiert. Doch sollte man diesbezüglich immer den günstigen Preis im Auge behalten. Solange keine direkten Qualitätsmangel bestehen – was nicht der Fall ist – kann bzw. muss der Käufer mit dem Umstand leben, dass der Acer vor allem ein Arbeitstier ist, weniger eine Schönheit für den Laufsteg. Folgend nun das Für und Wider kurz in Stichpunktform.

    Pro

  • mattes 15,4-Zoll-Display mit 16:10-Auflösung (1.280 x 800 Pixel)
  • hinreichend große Tastatur, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig „ergonomisch“ geformt
  • Betriebssystem mit dabei; Win 7 Upgrade möglich (19 Euro)
  • Zusatztasten für Browser, Backup, Outlook etc.
  • Double Layer DVD-Brenner
  • Extra-Taste für W-LAN

    Contra Trackpad für die Größe des Notebooks für meinen Geschmack zu klein, dafür fast schon überdimensionierte Trackpadtasten

  • Laschen zum öffnen und schließen des Notebooks, dieses ist heutzutage auch im PC-Bereich nicht mehr üblich und von der Handhabung lästig
  • keine Webcam
  • kein Bluetooth
    Acer Extensa 5230E-901G16N – Teil 2″

    Was am Gerät auffällt, viele Anschlüsse sind als „Dummy“ ausgelegt, bspw. für HDMI, DVI und eSATA. Es scheint das Chassis des Acer wurde für Höheres geboren. Ebenso bestärkt wird diese These durch einen Bluetooth-Schalter, der jedoch ohne das jeweilige Modul nutzlos ist. Dafür bietet der Acer noch einen PC-Card-Steckplatz und keinen aktuellen Express-Card-Slot. Vielmehr vermittelt der Acer den Eindruck ältere Technik zum günstigen Preis zu offerieren, was je nach Einsatzwunsch jedoch vollkommen ausreichend sein kann.

    Fazit
    Der Acer Extensa 5230E-901G16N ist ein durch und durch günstiges Notebook, dass für den Einsteiger sicherlich von Interesse sein kann. Wer ein preiswertes Gerät für das Internet und Heim-Office benötigt, dürfte mit der gebotenen Leistung zufrieden sein. Einen Performance-Sprung kann man mit dem kommenden Windows 7 sicherlich noch erwarten, denn Windows Vista möchte zu dieser Hardware nicht recht passen. Wer also ein portables Gerät mit großem Display zum kleinen Preis sucht, der sollte den Acer mit die engere Wahl ziehen.

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