Sony Xperia Tablet S im Test + Gewinnspiel
Sony Xperia Tablet S im Test + Gewinnspiel
Ungewöhnliches Design und eine universelle Fernbedienung
Auf der IFA 2012 hat Sony das Sony Xperia Tablet S vorgestellt. Der Nachfolger des Sony Tablet S kommt mit einem recht ungewöhnlichen Gehäuse, dem Tegra3-Quadcore-Prozessor sowie einem Infrarotsensor an. Laut der Werbung von Sony wird mein Leben mit dem Xperia Tablet S nun ein kleines bisschen schöner – das ist doch auf jeden Fall ein Grund, sich dieses Teil mal näher anzusehen. Das Sony Xperia Tablet S gibt es wahlweise mit 16, 32 und 64 GB Speicherkapazität. Für meinen Test habe ich die Ausführung mit 16 GB Speicherkapazität und WLAN, jedoch ohne mobiles Internet (3G/UMTS) gewählt.
Lieferumfang und Ersteindruck
Das Tablet kommt in einem schicken und stabilen Karton an. Neben dem Tablet befindet sich darin der Ladeadapter, ein USB-Kabel, die Garantiekarte sowie eine Kurzanleitung zum schnellen Einrichten des Tablets. Das Sony Xperia Tablet STablet macht einen hochwertigen Eindruck, wie man es von Sony eigentlich auch gewohnt ist. Durch die Verdickung auf der Rückseite (wie eine Art kleiner Buckel im oberen Bereich) liegt es wunderbar in der Hand, es kann beim Halten mit einer Hand nicht nach unten rutschen. Die Rückseite des Tablets ist aus Aluminium, die kleine Verdickung ist aus schwarzem Plaste. Das Display ist ebenfalls in einen schwarzen Plastik-Rahmen eingefasst, auf dem sich oben links der dezente Sony-Schriftzug befindet. Nach dem ersten Einschalten hilft euch wie gewohnt ein Assistent: Sprache, Land und WLAN-Daten eingeben, Google-Konto auswählen und schon ist das Tablet einsatzbereit. Nach der Einrichtung gab es sofort ein kleines System-Update, anschließend startet das Tablet mit der Android-Version 4.0.3 (Ice Cream Sandwich).
Hardware
Das Sony Xperia Tablet S wird von einem NVIDIA Tegra3 Quadcore-Prozessor mit 1,3 GHz Taktung angetrieben und verfügt über 1 GB Hauptspeicher. Wird von dem Tablet mal keine Leistung verlangt, übernimmt ein fünfter Kern (als Energiespar-Prozessor) die Arbeit. Mein Testgerät hatte laut Beschreibung 16 GB internen Speicher, nach der Ersteinrichtung und dem Sytem-Update standen davon noch 11 GB zur Verfügung. Mit Hilfe einer SD-Karte könnt ihr den Speicher jedoch erweitern. Entgegen manchen Berichten kann die SD-Karte nicht nur gelesen, sondern mit der mitgelieferten App Dateiübertragung als auch beispielsweise mit dem Solid Explorer beschrieben werden. Die genauen Abmessungen betragen 240 mm x 9 mm x 174 mm (Breite x Höhe x Tiefe). Das Tablet bringt 580 Gramm auf die Waage.
Display
Das 9,4 Zoll (23,8 cm) große WXGA-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel wurde mit einer speziellen Schutzschicht gegen Fingerabdrücke versehen. Wenn ihr nun glaubt, auf dem Display wären dadurch keine Fingerabdrücke zu sehen, dann irrt ihr leider. Das Display ist bereits nach kurzer Nutzung mit reichlich Fingerabdrücken versehen, da hilft eben auch nur der gewohnte Griff zum Putztuch. Dafür spiegelt das Display deutlich weniger als manch anderes Tablet, es ist ausreichend hell, die Farben werden natürlich dargestellt, vor allem die Blickwinkelstabilität ist sehr gut. Auf Eingaben regiert das Display ohne Verzögerungen. Hier hat Sony richtig gute Arbeit abgeliefert. Auf FullHD müsst ihr allerdings verzichten.
Bedienung und Anschlüsse
Auf der rechten Seite des Tablets befindet sich ganz oben die Powertaste, gleich darunter die Lautstärke-Wippe. Auf der linken Seite findet ihr die Kopfhörerbuchse sowie den mit einer kleinen Gummiabdeckung versehene SD-Kartenslot. Diese Gummiabdeckung ist zwar am Gehäuse befestigt und kann nicht verloren gehen, sie macht allerdings keinen recht langlebigen Eindruck. Dort ist beim Öffnen der Abdeckung viel Fingerspitzengefühl gefragt. Das gilt auch für das Einsetzen oder Entfernen der SD-Karte. Die Kopfhörer-Buchse hat jedoch keine Abdeckung. Sony schummelt hier übrigens ein wenig in der Werbung: wirklich spritzwassergeschützt ist das Xperia Tablet laut Sony Homepage erst mit einer optional erhältlichen Hülle.
Sony hat die Auslieferung des Tablets vorerst gestoppt, ein Spalt zwischen Gehäuse und Display sei schuld, dass der Spritzwasserschutz nicht gewährleistet werden kann. Sony bietet den Käufern des Tablets eine kostenlose Reparatur des Gerätes an. Bei meinem Testgerät konnte ich diesen Mangel allerdings nicht feststellen. Laut Cyberport-Produktmanager betrifft das Problem keine Geräte in Deutschland. Solltet ihr doch betroffen sein, findet ihr hier Hilfe.
Am unteren Rand befindet sich der sogenannte Multifunktionsanschluss, ebenfalls mit Abdeckung. Diese macht einen wesentlich stabileren Eindruck als die Abdeckung des SD-Kartenslots. Da das Sony Xperia Tablet S weder über einen HDMI- noch einen USB-Anschluss verfügt, müsst ihr euch dafür die entsprechenden Adapterkabel kaufen. Diese werden bei Bedarf an den Multifunktionsanschluss angeschlossen. Für die Kommunikation stehen euch WLAN(802.11a/b/g/n) sowie Bluetooth 3.0 zur Verfügung. Die Stereo-Lautsprecher, die unten auf der Rückseite angebracht sind liefern mit dem ClearAudio+ einen ordentlichen Klang. Mit dem Equalizer sind zusätzliche Klangprofile möglich. Beschleunigungs-, Lage-, Umgebungslicht- und GPS-Sensoren sowie digitaler Kompass sind natürlich auch an Bord.
Kameras
Für die Video-Telefonie befindet sich über dem Display eine Frontkamera mit einer Auflösung von 1 Megapixel. Die Hauptkamera auf der Rückseite des Tablets besitzt 8 Megapixel und eine Auflösung von 3264 x 2448 Pixel sowie 8-fachen Zoom. Bereits ab einer dreifachen Vergrößerung liefert die Kamera jedoch bei Innenaufnahmen keine brauchbaren Bilder mehr. Die Bilder sind dann unscharf und verwaschen. In den Einstellungen könnt ihr die Belichtung (+2 bis -2), den Weißabgleich und den Fokusiermodus anpassen. Auch ein Szenemodus (Dokument, Landschaft, Strand und Schnee, Sport) steht zur Verfügung. Bei Videoaufnahmen gibt es zusätzlich einen Zeitrafferintervall bis zu 10 Sekunden, die Zoom-Funktion steht bei Videos nicht zur Verfügung. Im Panorammodus, der ganz gut klappt, habt ihr überhaupt keine Einstellungsmöglichkeiten.

Genial: das Tablet als Fernbedienung
Ihr verzweifelt an den vielen verschiedenen Fernbedienungen im Wohnzimmer? Das Elend hat ein Ende: kauft euch das Sony Tablet und verbannt alle Fernbedienungen in den Schrank. Sony hat dem Xperia Tablet einen Infrarot-Sensor spendiert. Zusammen mit der App Fernbedienung könnt ihr euren Fernseher, den DVD- oder Blue-Ray-Player oder den Media-Receiver mit einer Fernbedienung steuern. Über Makros können ganze Eingabe-Folgen mit einem Klick erledigt werden. Leider ist es (noch) nicht möglich, die Aktionen per Widget gleich vom Homescreen aus zu starten, dazu muss immer erst die App geöffnet werden.
Akku
Bei normaler Nutzung (keine grafiklastigen Spiele) kommt man beim Xperia Tablet auf knappe 8 Stunden Laufzeit, ehe das Ladekabel benötigt wird. Dann dauert es allerdings auch reichliche 4 Stunden, bis die volle Akku-Leistung wieder zur Verfügung steht. Positiv ist, dass sich das Tablet auch bei intensiverer Nutzung kaum erwärmt. Das Ladegerät sollte man jedoch nicht unbedingt anfassen, das wird richtig heiß.
Software: Licht und Schatten
Das Sony Xperia Tablet S wird mit Android 4.0.3 (Ice Cream Sandwich) ausgeliefert. Laut Aussage von Sony bekommt das Tablet noch in diesem Jahr das Update auf Android 4.1 (Jelly Bean). Sony hat die Android-Oberfläche etwas erweitert, so kann man mehrere Apps (sogenannte Mini-Apps wie ein Notizbuch, ein kleiner Browser oder ein Taschenrechner) nebeneinander anzeigen lassen, dabei kann man die Größe der einzelnen Mini-App individuell anpassen. Zusätzlich wurden einige Anwendungen wie Evernote (Notizbuch) und Office Suite zum Ansehen von Office-Dokumenten. Der installierte eBook-Shop des installierten Sony-Readers funktioniert übrigens nur, wenn man eine in den USA, Kanada oder Großbritannien gültige Rechnungsadresse vorweisen kann. Wer von euch gerne mit dem Tastatur-Nummernblock arbeitet: Sony hat diesen Nummernblock in die Tastatur integriert, wer es nicht mag: in den Einstellungen kann man das auch abschalten.
Gastmodus: Jedem Nutzer eine eigene Oberfläche
Mit dem Gastmodus habt ihr die Möglichkeit, für andere Nutzer ein Gastkonto einzurichten. Dabei ist es möglich, nur bestimmte Apps für den Nutzer freizugeben und das Verlassen des Gastkontos mit einem Passwort zu schützen. Der Gastmodus ist jedoch nicht mit einer Benutzerkontensteuerung gleichzusetzen, persönliche Daten können nicht für ein Gastkonto gespeichert werden, lediglich die Oberfläche und der Umfang der ausführbaren Anwendungen können beeinflusst werden.
Zubehör
Für das Xperia Tablet gibt es bereits einiges an Zubehör. Mit der Docking Station kann das Tablet aufgeladen werden bzw. als Bilderrahmen genutzt werden, satten Sound bekommt ihr mit den Docking-Lautsprechern. Außerdem gibt es einige Hüllen, Adapterkabel und Schutzfolien.
Fazit
Ein schickes und schnelles Tablet – dieses Sony Xperia Tablet S. Es liegt wunderbar in der Hand, die schlanke Bauart mit der kleinen Verdickung am oberen Rand sorgt dafür, dass sich das Tablet sehr bequem halten und bedienen lässt. Besonders gut gefällt mir der Gastmodus für die Einrichtung unterschiedlicher Profile sowie die Möglichkeit, meinen Fernseher oder DVD-Player per Infrarot zu steuern. Das erspart die lästige Suche nach der gerade benötigten Fernbedienung und damit ist mein Leben doch tatsächlich ein kleines bisschen schöner geworden. Das Update auf Jelly Bean ist bereits angekündigt – deshalb eine klare Kaufempfehlung von mir. Bei Cyberport bekommt ihr das Sony Xperia Tablet S mit 16 GB Speicher, jedoch ohne UMTS, bereits ab 398 Euro.
Gewinnspiel: Frage beantworten und ein Sony Xperia S white gewinnen
Alles was ihr dafür tun müsst, ist die folgende Frage per Kommentarfunktion zu beantworten. „Mit welchem Betriebssystem laufen sowohl das Sony Xperia Tablet S als auch das Sony Xperia S?“ Jeder Kommentar mit der korrekten Lösung, der bis 28.10.2012, 23:59:59 Uhr eingeht, nimmt am Gewinnspiel teil. Aus allen Teilnehmern zieht die CyberBloc-Glücksfee anschließend den Gewinner des Gerätes aus meinem Produkttest. Mitarbeiter sind wie immer vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Das gesamte Redaktionsteam des CyberBloc wünscht euch viel Glück!












