Sibylles Labor: Leifheit 51114 Fenstersauger
Sibylles Labor: Leifheit Fenstersauger
Es gibt viele Arten, seine kostbare Freizeit zu verschwenden: auf den Bus warten, RTL schauen, bürokratische Erledigungen und Fenster putzen. Der Sinn von der Fensterwischerei hat sich mir bis dato noch nicht erschlossen. Kaum bist du fertig, regnet es und die Scheibe sieht genauso aus wie vorher. Also lass ich es meistens gleich bleiben. Da meine Mitbewohner eine ähnliche Philosophie vertreten, haben wir nun mittlerweile den Zustand erreicht, dass man von innen kaum noch Wetterlage und Tageszeit ausmachen kann. Doch wo kämen wir hin, wenn sich nicht auch hier ein Gadget finden würde, das Hilfe verspricht: der Leifheit 51114 Fenstersauger. Wird er uns Durchblick verschaffen und den revolutionären Wendepunkt in unserer Fensterputzhistorie begründen? Sibylles Labor läutet das erste offizielle Battle ein: traditioneller Putzmethode presented by Mutti vs. Fenstersauger. Ring, ring!
Fenstersauger im Test
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Unterhaltungswert
verhindert Tropfwasser
Verlängerungs-Stiel
unkomplizierte Anwendung
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Ergebnis nicht präzise
Krafteinsatz
Preis
Vorbereitung Die Gegner betreten den Ring
Bevor der Kampf beginnt, geht es an die Aufwärmung und Vorbereitung. Für die linke Fensterhälfte stelle ich mir also mein Eimerchen mit warmen Wasser nebst Lappen, Wischtuch und Glasreiniger bereit. Für die rechte Fensterhälfte stecke ich die drei Einzelteile des Fenstersaugers per Click-System zusammen. Das funktioniert unkompliziert, schnell und erklärt sich von selbst. Der Fenstersauger besteht aus einem herausnehmbaren Auffangbehälter für das Wischwasser, dem Aufsatz mit Gummilippe (Saugbreite 28 cm) und dem 43 cm langen Verlängerungsstiel. Bevor es losgehen kann, sollte das Gerät zunächst vollständig aufgeladen werden. Hierfür dient das mitgelieferte Netzteil.
Durchführung Dreck weg
1. Schritt auf beiden Seiten: Der Dreck muss weg! Hier hat sich einiges angesammelt. Mit halsbrecherischem Übermut steige ich also auf’s Fensterbrett und verwische die liebevoll hinterlassenen Spuren der letzten Sommerstürme. Währenddessen steht meine Mitbewohnerin hinter mir, futtert Kekse und referiert über die Selbstmordrate durch Fenstersprünge. Zum Glück wohnen wir im Erdgeschoss.
2. Schritt: Fenster Nummer eins bekommt nun eine liebevolle Streicheleinheit mit dem Wischtuch verpasst. Die seit Generationen weitergereichte kreisförmige Poliermethode erweist sich als zeitaufwendig, aber effizient. „Da sind überall noch Fussel zu sehen“, sagt die Mitbewohnerin und kann sich gerade noch ducken, als ich den Lappen nach ihr werfe. Check, das sieht schon mal gut aus. Der Arm schmerzt und ich wäre fast aus dem Fenster gefallen.
3. Schritt: Fenster Nummer zwei guckt noch ganz schön betröppelt aus der Wäsche. Ich bewaffne mich also mit dem Sauggerät und aktiviere den Powerknopf. Dank Verlängerungsstiel ist nun auch keine Klettereinheit notwendig. Laut Beschreibung muss man nun langsam von oben nach unten ziehen und dabei Druck ausüben. Sobald die Gummilippe die Oberfläche berührt, setzt ein automatischer Saugmechanismus ein. Scheint soweit zu funktionieren. Das Wischwasser wird zuverlässig aufgenommen, anstatt sich auf dem Fensterbrett zu verteilen. Jedoch wird das Gerät nach einiger Zeit ziemlich schwer durch den notwendigen Krafteinsatz. Für ein perfektes Endergebnis muss ich am Ende besonders an den Rändern leider noch einmal nachpolieren.
Ergebnis "Wenigstens ist es nicht langweilig!"
Fachmännisch stehen wir nun in meinem Zimmer und betrachten das Endergebnis. Gegner Nummer eins überzeugt streifenlos, verliert aber beim Zeitfaktor an Punkten. Gegner Nummer zwei sichert sich Vorteile durch seine Schnelligkeit, kann beim Thema Gründlichkeit jedoch nicht ganz mithalten. Unentschieden würde ich sagen. Die B-Note entscheidet dann schließlich das Rennen. Denn in Sachen Unterhaltungsfaktor hat der Fenstersauger eindeutig die Nase vorn. Vor allem wenn die Nachbarn verdutzt unterm Fenster stehen und ein großes Fragezeichen über dem Kopf haben. Wir hatten unseren Spaß und so war’s wenigstens nicht langweilig.
Putzen ist trotzdem doof!
Auch wenn man sich über die Notwendigkeit eines Fenstersaugers für 46 EUR streiten kann, bringt er in jedem Fall Abwechslung in den Putzalltag. Bei der Qualitätsabnahme bringt er aus meiner Sicht zwar nicht viele Vorteile mit sich, spart jedoch etwas Zeit und verhindert Tropfwasser unter dem Fenster. An dieser Stelle eignet er sich auch wunderbar für die Anwendung an der nassen Duschkabine. Eine solche besitze ich leider nicht. Sinn würde es aber allemal machen mit Blick auf die Saugfunktion. Unser Fazit lautet: Macht Laune, aber Fensterputzen ist trotzdem doof.












