Sibylles Labor: Fast Eddi im Test
Sibylles Labor: Fast Eddi im Test
Keiner ist schneller als Eddi – „Fast Eddi„. Nur sein Ruf eilt ihm voraus. Und er ist der Traum aller ungeduldigen Kochmuffel, die trotzdem Wert auf eine ausgewogene Ernährung legen. Hinter Eddi verbirgt sich (das wohl weltweit einzige) Garsystem für die Mikrowelle – sagt der Hersteller. Vorteil: Das Behältnis gart rohe Lebensmittel in nur 4 bis 5 Minuten nährwertschonend und das in der Mikrowelle. Eddi ist für Fleisch, Fisch, Gemüse, Kartoffeln und Desserts gewappnet. Ich bin mehr als skeptisch. Rohes Gemüse in nur vier Minuten verzehrfertig auf dem Teller? Das schreit nach einem Test in der Mittagspause, die sowieso immer viel zu schnell vorbei ist.
Heiße Ware!
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Super schnell
Schonend
Unkompliziert
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Wird sehr heiß
Schwer zu öffnen
Über das Produkt Wer ist eigentlich Eddi?
Soso. Rohe Kartoffeln und Möhren in 4 bis 5 Minuten weich garen? In der Mikrowelle? Mit diesem – Verzeihung – Plastikding? Hinter dem unscheinbaren Gefäß verbirgt sich allerdings ein patentiertes System, das sich durch eine Dampfdruckdrosselklappe auszeichnet. Eine spezielle Membran im Inneren steuert Druck, Temperatur und Garraumklima. Während der Zubereitung herrschen dann bis zu 110 Grad Celsius, sodass die Lebensmittel in Schallgeschwindigkeit im eigenen Saft gegart werden. Alles was ihr benötigt: Eine mikrowellengeeignete Schale beziehungsweise einen Teller und natürlich die Mirkowelle mit 600 bis 1.000 Watt. „Fast Eddi“ hat einen Durchmesser von 27,5 Zentimetern und ist 12,5 Zentimeter hoch. Ein Platzproblem dürfte es also nicht geben.
Und was kocht Eddi? Eigentlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Von Fisch oder Fleisch ist über Gemüse und Kartoffeln bis hin zu Muffins alles möglich. Einzige Einschränkung: Lebensmittel ohne Wasseranteil wie Nudeln, Reis und Co. müssen vorgekocht werden. Zudem sollte beachtet werden, dass alle Gericht nur gedämpft und nicht gebacken oder gegrillt werden. Eine Bräunung oder krosse Käsekruste werdet ihr also nicht hinbekommen. Das beiliegende Rezeptheft liefert aber schon mal ein paar Inspirationen: zum Beispiel Hühnchen-Gemüse-Curry, Hackfleisch-Kartoffeltopf oder Apfeltarte. Na dann mal ran an den Speck!
Zubereitung Heiße Ware!
Ich entscheide mich für eine Gemüse-Pfanne mit Kartoffeln, Karotten, Kichererbsen, allerlei indischen Gewürzen und Fetakäse. Zur Vorbereitung sollten alle Zutaten in etwa gleich große Stücke geschnitten werden. Der Hersteller empfiehlt hier eine maximale Größe von etwa 3 Zentimetern. Also verarbeite ich alles in kleine Würfel, mische die Gewürze unter, schichte das Ganze auf einen Teller und verschließe diesen im „Fast Eddi“ – Deckel drauf und ab in die Mikrowelle damit. Diese stelle ich auf maximale Leistung und warte gespannt die 4 Minuten Garzeit ab. Im Anschluss muss ich Eddi mit Blick auf den Druckausgleich noch eine Minute ruhen lassen.
Jetzt wird es spannend. Der Deckel löst sich ziemlich schwer – vor allem weil er sehr heiß ist und ich nur zwei Hände habe. Laut Anleitung würde sich dieser nach einigen Anwendungen allerdings leichter öffnen lassen. Das ist zu hoffen. Im nächsten Moment finde ich mich in einer kleinen Dampfwolke wieder. Ein Blick auf das Essen stimmt zuversichtlich. Sieht gut aus. Dann mal ab zu Tisch.
Kostprobe "Das funktioniert ja wirklich."
Auch die Kollegen, die sich zur gleichen Zeit in der Büroküche eingefunden haben, sind gespannt. Kann das funktionieren? Ich mach’s mir mit meiner Single-Portion Gemüsepfanne gemütlich und wage eine Kostprobe. Tatsache. Es hat funktioniert. Die Möhren sind zwar noch etwas knackig, aber durchaus verzehrfertig. Wenn man dem Ganzen noch eine Minute Hitze oben drauf gibt, ist es perfekt. Auch der Käse verläuft schön. Ich bin wirklich begeistert. Mit dem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet! So schnell hatte ich selten ein ausgewogenes Essen auf dem Tisch.
Ganz schön heiß, dieser Eddi.
Überraschungen finde ich super. Die ist in dem Fall mehr als gelungen. Gerade in der Mittagspause stellt „Fast Eddi“ ein klasse Zubehörprodukt für die Mikrowelle dar, um schnell ein abwechslungsreiches und leckeres Essen auf den Tisch zu bekommen. Einziger Haken: Es lässt sich immer nur ein Teller zubereiten. Und diesen allein aus dem Behälter zu bekommen, gestaltet sich am Anfang doch etwas schwierig. Der Deckel lässt sich zu Beginn nur schwer öffnen und ist sehr heiß. Der Hersteller verspricht aber hier nach einigen Anwendungen Besserung. Derzeit ist „Fast Eddi“ im Shop des Herstellers für rund 60 Euro zu haben. Das ist schon eine kleine Investition.Was meint ihr – gehört er auch in den Cyberport Webshop?













