Produkttest: TechniSat DigiCorder HD K2 – Teil 2

von Hans-Peter Pfeil

· 3 min Lesezeit

Produkttest: TechniSat DigiCorder HD K2 – Teil 2

Digitaler Twin-HD-Receiver mit 160 GB Festplatte
„SiehFern INFO“: Selbstverständlich verfügt der TechniSat DigiCorder HD K2 auch über eine elektronischen Programminformationsdienst. Ein Programmführer mit übersichtlichen Bildschirmmenüs und einfacher Bedienung, der ebenfalls über die mitgelieferte Remote aufgerufen werden kann. Die knappen Infos reichen aus, um künftig die Kosten für eine Programmzeitschrift zu sparen. Technik satt: Der HD K2 zeigt sich unerwartet anschlussfreudig. An seiner Rückseite warten vielseitige Anschlüsse und Ports: Ein HDMI Digital Audio/Videoausgang mit HDCP. Ein YUV-Komponentenausgang. Zwei Scart-Anschlüsse. Ein analoger Audio-Chinch. Ein optischer DOLBY AC3 Digitalausgang. Und über eine 10/100 Mbit Ethernet Schnittstelle kann wiederum die Einbindung des Receivers in ein Heimnetzwerk vorgenommen werden.
Auf diesem Weg lassen sich dann z. B. Receiveraufnahmen auf den PC überspielen. Wer einen WLAN-USB Dongle zur Hand hat, kann den DigiCorder sogar drahtlos ins Netzwerk integrieren.

An der Frontseite warten unter der Klavierlack-Plastik-Abdeckung ein USB 2.0 Anschluss sowie zwei Smartcardreader, die das CONAX-Entschlüsselungssystem beherrschen. Zwei Common Interfaces versprechen die Nutzung weiterer Entschlüsselungssysteme. HD-Zuschauer wissen das zu schätzen. Ob der DigiCorder von TechniSat künftig auch den HD+ Standard der Sat1-/Pro7-Gruppe beherrschen wird, war im Test mangels HD+ Smartcard nicht nachvollziehbar. Die Smartcard von Kabel Deutschland (Typ D02) in einem AlphaCryptLight Common Interface von MASCOM funktionierte einwandfrei. Derart reichliche Decodierungsmöglichkeiten machen den DigiCorder HD K2 zu einer lohnenden Zukunftsinvestition. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 499,99 Euro. Immerhin kostet er bei Cyberport derzeit nur 369,90 Euro.

TechniSat DigiCorder HD K2 – Teil 1″

Sinnvolle Ergänzung im Home-Entertainment
Für Besitzer älterer LCD-/LED-Bildschirme ohne HD-Decoder und integriertem CI –Slot könnte der DigiCorder von Technisat somit eine sinnvolle Ergänzung sein. Zumal, wenn der alte VHS- oder Disc-Recorder ausgedient hat, und gleichzeitig die Anschaffung eines neuen Festplattenrecorders ins Haus steht. Eine ähnliche Funktionsausstattung bieten aktuelle LED-Fernsehgeräte nach meinem Wissenstand nicht. Wer allerdings in seinem Wohnzimmer keine Extra-Gerätschaften rumstehen haben mag, sollte mit dem Zollstock im heimischen Regal mal nachmessen, ob noch Platz ist. Immerhin misst der DigiCorder HD K2 37x21x6,7 cm (B/T/H) und ist damit als Set-Top-Box nicht mal schnell unter oder hinterm Fernsehgerät verschwunden.

TechniSat DigiCorder HD K2 – Teil 2″

Zeitlose Silhouette und geringe Geräuschkulisse
Sein mattschwarzes bzw. silberfarbenes Gehäuse mit glänzendem Klavierlack-Frontpanel fügt sich zwar zeitlos schlicht in jedes HIFI-Rack ein, aber Zeitgenossen mit edlerem Wohnstuben-Ambiente müssen mit zusätzlichem Kabelsalat rechnen, von dem man sich vielleicht erst vor kurzem getrennt hat. Zudem sollte der DigiCorder von TechniSat freistehen können. Die Lüftungsschlitze an der Ober- und der Lüfterausgang an der Rückseite verhindern, dass sich die Wärmeentwicklung im mehrstündigen Betrieb in Grenzen hält. Nach einem längeren Fernsehabend und der nächtlichen Aufzeichnung von Sergio Leones Filmklassiker „Es war einmal in Amerika“ war das Gerät nicht einmal handwarm. Erfreulich, dass der verbaute Lüfter im Betrieb kaum zu hören war. Man musste sich mit dem Ohr schon direkt über den DigiCorder beugen, um sein Säuseln überhaupt im Raum zu hören.

TechniSat DigiCorder HD K2 – Teil 3″

Zum Stromverbrauch
Im Standby verbraucht der DigiCorder nur knapp etwas unter einem Watt. TechniSat verspricht auf dem Verpackungskarton weniger als 0.8 Watt. Damit geht der DigiCorder konform mit der neuesten Stromsparverordnung der EU. Im Internet steht auf der Seite von TechniSat, dass das Gerät 1 Watt (W) im Standby-Modus (nur Standby-LED) und 3 W im Standby-Modus (Standby-Uhr) aus der Steckdose zieht. Die beiden genannten Werte gelten nicht für die Dauer der SFI-Aktualisierung/Software-Aktualisierung, die der DigiCorder im Hintergrund durchführt, wenn man ihn lässt.

Im Betrieb ohne Festplattenfunktionen, ohne eingesteckte CI-Module und ohne angeschlossenem USB-Gerät genehmigt sich der Kabelreceiver 22 W. Während der Aufnahme, mit angeschlossenem USB-Gerät und zwei gesteckten CI-Modulen sind es schon 30 Watt. Bedenkt man, dass das erste Apple TV im Standby bereits rund 20 W benötigt, kann man beim DigiCorder HD K2 nicht von einem Stromfresser sprechen. Im Gegenteil, so kann sich der TV-Junkie mit ruhigem Gewissen auf seine nächste Stromabrechnung freuen.


Info-Video des Herstellers.

Fazit
Der HDTV-Kabelreceiver TechniSat Digicorder HD K2 hält die Tugenden von Technisat hoch: halbautomatische, einfache Installation, vorbildliches Handbuch, super Bild- und Tonqualität, tolle elektronische Programminfos. PIP-Funktion und Bildschirmtext. Recording und TIMESHIFT per Knopfdruck über die Fernbedienung. Geringer Energieverbrauch. Drei Jahre Hersteller-Garantie auf Antrag.

Ein Nachteil: Je nach Kabelanbieter kann man keinen Privatsender aufnehmen und gleichzeitig einen anderen anschauen. Noch ein Minus wäre: Man benötigt ein zusätzliches CI-Modul für den Premiere-Empfang.

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