Produkttest: T-Mobile Digitaler Bilderrahmen – Teil 2

von joerg-pittermann

· 3 min Lesezeit

Produkttest: T-Mobile Digitaler Bilderrahmen – Teil 2

Bilderrahmen trifft Handy
Technische Details: Der Mobilfunkempfang des T-Mobile-Bilderrahmens ist überraschend gut. Bei einem Vergleichshandy mit „T-Mobile“-SIM-Karte riss der Empfang deutlich schneller ab. Die SIM-Karte an sich ist hinter einem Aufkleber unter einer Klappe an der Rückseite des Bilderrahmens versteckt. Wird dieses Siegel entfernt, so verliert man laut „T-Mobile“ die Garantie auf den Bilderrahmen. Die SIM-Karte funktioniert laut „T-Mobile“ nur im deutschen „T-Mobile“-Netz und auch nur im „T-Mobile“-Bilderrahmen. In anderen Handys soll sie den Dienst verweigern. Man hat im Bilderrahmen keine Möglichkeit, andere Zugangspunkte für andere Mobilfunknetze einzugeben, damit ist der Betrieb mit anderen SIM-Karten von vornherein ausgeschlossen.
Es sei denn, es gäbe irgendeinen Firmware-Hack, allerdings sind die umgesetzten Stückzahlen des „T-Mobile“-Bilderrahmens zu klein, als dass sich dort eine interessierte Szene gebildet haben könnte. Das Display ist von relativ guter Qualität, nicht alle Farben werden originalgetreu dargestellt, aber insgesamt gesehen ist die Qualität durchaus ausreichend. Für Photoshop würde ich das Display aber nicht nutzen wollen. Der Betrachtungswinkel ist absolut hervorragend und auch bei Sonneneinstrahlung kann der Betrachter noch was erkennen. Hier hat „Huawei“ die richtigen Displays geordert und eingebaut.

T-Mobile Digitaler Bilderrahmen – Teil 1″

Webinterface
Im Webinterface können verschiedene Einstellungen vorgenommen und die Bilder auf dem Bilderrahmen verwaltet werden. Auch ein Übertragen von Bildern über das Internet ist möglich, allerdings schlägt dieser Service mit 99 Cent für 4 Bilder zu Buche. Bilder per SD-Karte oder per MMS auf dem Display zu schicken, kostet keinen Aufpreis. Einen Vertrag muss man nicht mit abschließen. Möchte man Bilder hochladen, bezahlt man mittels Micropayment.

Service
Normalerweise taucht dieser Punkt nicht in meinen Testberichten auf, aber in diesem Fall doch. Anfangs hatte ich Probleme mit dem MMS-Empfang des „T-Mobile“-Bilderrahmens. Zwar lief die erstmalige Initialisierung ohne Probleme hab, allerdings habe ich die von mir verschickten MMS nicht auf dem Bilderrahmen empfangen können. Ein Anruf im Service Center half. Ich wurde zu einer engagierten Technikhotline vermittelt und zurückgerufen, damit mir keine unnötigen Kosten entstehen. (Ich selbst habe kein „T-Mobile“-Handy und habe so die kostenfreie „T-Mobile“-Hotline nicht nutzen können.) Im Anschluss sind wir Stück für Stück durch das Problem gegangen und haben schließlich herausgefunden, dass der MMS-Fehler auf meiner Seite lag, sprich, dass der „T-Mobile“-Bilderrahmen so funktioniert, wie er sollte. Hier muss ich „T-Mobile“ ein großes Lob aussprechen. Gegenüber meinen bisherigen Erfahrungen ist der rosa Riese deutlich kundenfreundlicher geworden und zeigt, dass die höheren Preise durchaus gerechtfertigt sein können.

T-Mobile Digitaler Bilderrahmen – Teil 2″

Fazit
War der Betrieb von digitalen Bilderrahmen bisher immer etwas umständlich und nicht unbedingt eingängig, so ist der „T-Mobile“-Bilderrahmen eine große Bereicherung. Er muss nicht mehr zwangsläufig per SD-Karte mit passenden Bildern gefüllt werden, sondern die Inhalte werden auch über das Mobilfunknetz geliefert. So können Familienmitglieder, Freunde und Bekannte für das passende Bildmaterial sorgen, ohne dass ein Bild umständlich per E-Mail geschickt, heruntergeladen und dann mittels SD-Karte auf dem digitalen Bilderrahmen übertragen werden muss. Es wird einfach eine MMS geschickt, der Bilderrahmen empfängt sie und nimmt sie in die Diashow auf. Einfacher geht es nicht. Die Bildqualität von MMS ist inzwischen gut genug, dass sie vernünftig auf einem Display dieser Größe dargestellt werden können. Perfekt ist was anderes, aber seinen Sinn und Zweck erfüllt der Rahmen auf jeden Fall. Für mich ist er ein ideales Geschenk, auch für die Menschen, denen IT eigentlich etwas zu umständlich ist. Die Lernkurve liegt quasi bei null, einmal konfiguriert (d. h. den Stecker in die Steckdose stecken, den Bilderrahmen einschalten und die automatische Erstinitalisierung durchführen lassen) ist er quasi ein Selbstläufer. Dank der Fernwartung mittels Webportal kann auch der Enkel oder der Sohn bzw. die Tochter einfach Bilder löschen oder neue hinzufügen. Ich kann mich nur wiederholen, einfacher geht es wirklich nicht. Auch der Preis von aktuell ca. 100 Euro ist in Anbetracht der Leistung und der Qualität des Displays durchaus angemessen – eine absolute Kaufempfehlung.

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