Produkttest: Sony Ericsson W890i – Teil 1

von joerg-pittermann

· 5 min Lesezeit

Produkttest: Sony Ericsson W890i – Teil 1

Verarbeitung, Tastatur und Display
Das Sony Ericsson W890i ist nicht mehr das allerneueste Handy, aber in Sachen Features, Kompaktheit und Aussehen (gut, darüber können wir gern in den Kommentaren diskutieren, auch über die Farbe Mocca ;-]) gibt es wenig auf dem Markt, was an sein Preis-Leistungs-Verhältnis heranreichen kann. Da ich im Frühsommer nach einem kleinen und leichten Lifestyle-Handy suchte, ist mir das W890i in die Hände gefallen. Das W890i steht in der langen Reihe legendärer Walkman-Handys des japanisch-schwedischen Mobilfunkhersteller Sony Ericsson. Das hochwertige Metallgehäuse macht etwas her und fühlt sich richtig gut an. Auch wenn das Gerät etwas älter sein mag, die Plattform, auf der das Handy aufbaut, wird weiterhin in vielen aktuellen Sony-Ericsson-Handys eingesetzt, so u. a. die Kamera oder das Display. Schon deshalb lohnt sich der Blick unter die Haube.
Lieferumfang
Der Lieferumfang ist in Zeiten schmaler Margen wirklich sehr großzügig bemessen. Man muss nichts weiter dazukaufen, um die Features des Handys voll einsetzen zu können:

  • Mobiltelefon – Sony Ericsson W890i (Mocca Brown)
  • Li-Polymer-Akku mit 950 mAh
  • Standard-Ladegerät
  • 2 GB Memory Stick Micro M2
  • USB-Datenkabel
  • portable Stereo-Freisprecheinrichtung HPM-70
  • PC-Synchronisierungsprogramm
  • div. Anleitungen und Broschüren
    Sony Ericsson W890i Teil 1″

    Gehäuse und Verarbeitung
    Das Sony Ericsson W890i macht direkt out of the box (also direkt beim Auspacken) einen richtig guten Eindruck. Angenehm schlank und mit einer schönen Farbe, Mocca Brown – nicht das übliche Silber oder Schwarz, welches sonst in der Handywelt dominiert. Aber natürlich gibt es das W890i auch in Espresso Black und Sparkling Silver. Die Maße des Walkman-Handys liegen bei gerade mal 104.0 x 47.0 x 9.9 mm, das Gewicht liegt bei leichten 77 g. Es ist eines der dünneren Handys auf dem Markt. Insbesondere wer die alten Sony Ericssons wie das Sony Ericsson K800 oder das K850 kennt, der wir sich sicherlich über die „Dicke“ von gerade mal 10 mm freuen, endlich ist Sony Ericsson hosentaschentauglich geworden.
    Der (zu kleine) Ein- und Ausschalter ist an der Geräteoberseite zu finden, rechter Hand auf der Seite sind die Lautstärkeregelung und der Kameraauslöser. Auf der linken Seite des W890i befindet sich ein sogenannter Media-Button, um schnell auf die Medien zugreifen zu können. Bei anderen Handys würde sich hier der Button für den Online-Zugang befinden, aber da das Handy ein W-Modell, also Walkman-Modell ist, befindet sich hier eben die Medienauswahl. Ebenfalls auf der linken Seite befindet sich der Daten- und Stromanschluss des Handys, nicht wie sonst üblich an der Unterkante. Warum das so ist, verstehe ich nicht – wer einmal mit dem Handy am Stromkabel telefoniert hat, wird wissen, was ich meine. Die Qualität des Gehäuses steht und fällt mit dem Rückendeckel eines Handys, beim W890i nimmt der Aluminium-Rückendeckel fast die komplette Rückenfront ein. Die Befestigung erfolgt solide an zwei Haken, die einzeln aufgeschoben werden müssen. Da sollte sich auch nach häufiger Nutzung kein Spiel des Deckels einstellen, womit dem W890i das Schicksal einer Klapperkiste erspart bleibt.
    Die Vorderfront wird von dem zwei Zoll großen Farbdisplay, einem ausreichend großen Ziffernfeld und Softkeys, inkl. separater grüner und roter Hörertaste eingenommen.

    Tastatur
    Die Tastatur wirkt auf den ersten Blick ein bisschen klein, insbesondere die schmalen Tasten und die eng beieinanderliegenden Softkeys machen nicht unbedingt den Eindruck, ordentlich bedienbar zu sein – aber weit gefehlt. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase meinerseits (der Sprung vom Touchscreen-Handy auf ein touchscreenloses Handy ist halt nicht einfach) gab es trotz meiner großen Finger keine Fehlbedienung mehr. Durch eine klare haptische Trennung der einzelnen Tasten weiß man fast im Blindflug, wo man ist, und auch während einer ruckeligen Taxifahrt war das Bedienen des Handys ohne Weiteres möglich, so dass ein Telefonat geführt werden konnte. Das zentrale Steuerkreuz ist eine Fünf-Wege-Navigationswippe, kein Joystick wie im Sony Ericsson K800, sondern eine hoffentlich verschleißfreie Wippe, die mit einem präzisen Druckpunkt durch das Menü führt oder im Walkman-Modus diesen bedient. Und auch noch ein Wort für die SMS-Vieltipper unter uns – die Tastatur ist belastbar. Ich schreibe zwar mehr E-Mails, aber im Grund ist es ja dasselbe. Die weiße Tastaturbeleuchtung ist gleichmäßig und ausreichend hell. Natürlich könnte es noch einen Tick heller sein, aber für mich ist eine gleichmäßige Ausleuchtung der Tastatur wichtiger als eine extreme Helligkeit und dafür nur ein paar gut ausgeleuchtete Tasten. Auch tagsüber ist der Kontrast der Beschriftung zu dem Mocca Farbton immer gegeben, bei der silbernen Ausführung scheint mir der Kontrast nicht so deutlich zu sein.

    Sony Ericsson W890i Teil 2″

    Display
    Das zwei Zoll große Display hat eine standardmäßige Auflösung von 240 x 320 Pixeln und ist in der Qualität mit dem Display des K800 gleichzusetzen – zwar nicht mehr so grandios wie vor einem Jahr, aber wirklich gut. Da Akkuleistung ein teures Gut ist, hat Sony Ericsson dem W890i einen Lichtsensor spendiert. Zwar kann die Helligkeit noch immer im Menü reguliert werden, aber der Lichtsensor übernimmt die komplette Helligkeitskontrolle. Er dimmt das Display in einer etwas dunkleren Umgebung ab, um Akkuleistung zu sparen und erhöht die Helligkeit bei viel Licht, so dass der Nutzer trotz der Helligkeit (ich sage nur Sonnenschein) etwas erkennen kann. Soweit funktioniert dieser Mechanismus auch sehr gut, wesentlich besser als bei anderen Handys, und auch besser als beim K800. Schön, dass Sony Ericsson sich um solche kleinen Details kümmert. Übrigens ist der Lichtsensor der weiße Punkt im Lautsprecher an der Frontseite. Soweit ist das Display sehr gut, allerdings ist im Stand-by-Modus mal wieder ein Mangel zu finden. Das Display wird aus Energiespargründen komplett deaktiviert und zeigt dann weder Uhrzeit, noch verpasste Anrufe, E-Mails oder SMS an. So muss man immer eine Taste drücken, um zu wissen, was los ist – das kostet auch wieder ein Quäntchen Mehrstrom und ist absolut ärgerlich. Wie schön wäre eine LED, die verpasste Events anzeigt. Auch dieses Feature hatte Sony Ericsson schon verbaut, im legendären T68i. Auch die echten Smartphones wie Blackberrys oder Google Phones haben dieses Feature.

    Im kommenden zweiten Teil widme ich mich dem Menü, der Bedienung, der Kamera und den Fähigkeiten als Mediaplayer.

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