Produkttest: Pulsuhren

von joerg-pittermann

· 3 min Lesezeit

Produkttest: Pulsuhren

Durchdachtes Training
Aufgrund meiner Überlegungen zur optimalen Herzfrequenz beim Laufen habe ich mich mal umgeschaut, was es für Möglichkeiten der Darstellung und des Messens gibt. Der Markt ist relativ weitläufig und auch die Preise differieren sehr stark. Entsprechend lange habe ich gebraucht, um mir einen Überblick zu verschaffen. Meine Anforderungen waren erstmal sehr hoch, ich habe sie aber in der Folge gesundgeschrumpft: Pulsmessung und akustische bzw. optische Warnung bei Überschreiten von Hoch- und Tiefpunkten der Herzfrequenz…

  • Uhrzeit mit Wecker
  • Stoppuhr und Countdown
  • wasserdicht
  • GPS
  • Übertragung der Ergebnisse ins Internet bzw. zur Darstellung und Auswertung in ein Programm
  • Schrittzähler

    Aus der Smartphone-Welt bin ich es gewöhnt, dass ein Gerät für wenig Geld eigentlich alles kann und man notfalls mittels App einfach nachrüstet. Bei meinen Recherchen über Pulsuhren bin ich da erstmal tief gefallen. Alles kostet extra Geld, ein GPS-Modul hat Preise wie von vor vier Jahren und eine Webanwendung zur Verwaltung der Daten gibt es nicht wirklich. Natürlich weiß ich auch, dass der Markt für Fitnessuhren deutlich kleiner ist, als der für Smartphones und die Kundschaft ist vielleicht nicht ganz so anspruchsvoll wie ich, aber trotzdem habe ich erstmal schlucken müssen. Wer weiß, wie der Markt in zwei oder drei Jahren aussieht, wenn ich mich wieder nach einer neuen Pulsuhr umschaue. Also habe ich erstmal abgerüstet und die grundlegenden Funktionen formuliert, die sich auf die Pulsmessung, die Uhrzeit und die Wasserdichtigkeit reduzierten. Hier gab es dann drei Kandidaten, von denen zwei in meine nähere Auswahl gekommen sind:

    Polar F4 (Kostenpunkt um die 70 Euro)

  • Uhrzeit
  • Herzfrequenz in BPM (Beats per Minute)
  • Herzfrequenz in Prozent, inkl. akustischer Meldung, wenn ich außerhalb meines Zielfensters liege
  • Beleuchtung
  • codierter Brustgurt
    Pulsuhren“

    Suunto T1C (Kostenpunkt um die 70 Euro)

  • Uhrzeit
  • Herzfrequenz in BPM
  • durchschnittliche Herzfrequenz
  • Kalorienverbrauch
  • codierter Brustgurt

    Die Auswahl geschah dann eigentlich relativ intuitiv, mir hat die Suunto gefallen und man kann die Batterien von Uhr und Brustgurt selbst wechseln. Bei Polar müssen Uhr und Gurt eingeschickt werden, wo dann eine Überprüfung der Funktionen und ein eventuelles Auswechseln der Verschleißteile, inkl. Batteriewechsel, mit bis zu 50 Euro zu Buche schlagen kann. Bei Artikeln die unter 100 Euro kosten und die wahrscheinlich in maximal 3 Jahren durch natürlichen Verschleiß in den Mülleimer wandern, finde ich das nicht überzeugend. Anders sähe es aus, wenn ich Hochleistungssportler wäre und ein entsprechend teureres Gerät gekauft hätte – aber so…

    Im praktischen Einsatz bin ich mit der Suunto gut klargekommen. Anfangs war das Tragen des Brustgurts sehr gewöhnungsbedürftig, aber nach den ersten Tagen (ich trage den Brustgurt auch ab und zu, ohne dass ich Sport betreibe) habe ich mich an das Gefühl gewöhnt. Ich bin überrascht, in welchen Situationen mein Puls ansteigt, wo ich das selbst nicht gedacht oder gefühlt hätte. Einige Sportler haben mir gesagt, dass man mit der Pulsbeobachtung auch gut abschätzen kann, wann man krank wird. Ich werde jetzt sicherlich nicht vorsätzlich krank, aber ich bin mal gespannt.

    Fazit
    Ich bin mit meiner Wahl, der Suunto T1C, sehr zufrieden. Die ersten Probeläufe waren erfolgreich und ich habe mich innerhalb meines Wunschherzfrequenzbereiches gehalten, war ich mal drüber, hat die Uhr das erfolgreich gemeldet. Daneben ist die T1C angenehm zu bedienen und sieht halbwegs schick aus, man kann sie auch mal in der Freizeit tragen, ohne dass man schief angeschaut wird. Und das Wichtigste ist, ich fühle mich nach dem Laufen nicht erschöpft oder kaputt, denn dann hätte ich im falschen Herzfrequenzbereich trainiert. Somit fühle ich mich schneller fit für den nächsten Lauf. Trotzdem gibt es zum Laufen noch den iPod und das Smartphone werde ich mir sicherlich auch mal einpacken, man will ja doch genau wissen, wie viel man gelaufen ist. ;-)

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