Produkttest: Nokia E75 – Teil 2

von joerg-pittermann

· 3 min Lesezeit

Produkttest: Nokia E75 – Teil 2

Ein Traum von einer Tastatur
Die Tastatur und das Smartphone: Die QWERTZ-Tastatur ist ein Tipp-Traum, wenn man sich dran gewöhnt hat. Haben die üblichen Tastaturen leichte Erhebungen, um so schneller tippen zu können, ist die E75-Tastatur flach und ohne Tastenmarkierungen, so dass man am Anfang nicht genau weiß, wo man ist. Aber das gibt sich nach einiger Zeit, dann kann man auch im Gehen tippen, ohne das Display weiter zu beachten. Hier zahlt sich die Übung an abertausenden SMS und E-Mails mit den alten Communicatoren aus. ;-) Die Tastenfelder sind angenehm groß, sogar Sonderzeichen (wie das @-Zeichen) sind auf einer separaten Taste neben der Leertaste gut untergebracht.
Einzig die oberen Tasten, die an das Gehäuseoberteil stoßen, sind wie bei allen Schiebetastaturtasten-Handys schlecht zu erreichen. Auch hat sich Nokia eine separate Zahlenreihe gespart, man muss mittels der Umschalttaste die Zahlen eingeben. Das gibt einen (kleinen) Minuspunkt. Insgesamt ist die Tastatur ein absoluter Traum. Schieben wir das Handy zu und widmen und der nummerischen Tastatur unterhalb des Displays. Die etwas plastikhaft wirkende Tastatur hat einen guten Druckpunkt und kleine Tasten, die sich mit etwas Übung schnell und sicher bedienen lassen, auch mit größeren Fingern.

Nokia E75 Teil 1″

Der kritische Bereich beginnt oberhalb der Ziffern. Dort hat Nokia sage und schreibe acht (8!) Funktionstasten, inkl. Fünf-Wege-Navigationstaste, verbaut. Zwei Softkey-Tasten, die grüne und rote Hörertaste, ein Homebutton, um aus den Untiefen des Symbian-Menüs wieder auf den Homescreen zu kommen, eine Zurücktaste, eine Kalendertaste und eine SMS-Taste. Die beiden letzten lassen sich mit Wunschfunktionen frei belegen. Der Ausschaltknopf ist, und das ist Novum und Ärgernis zu gleich, in der roten Hörertaste untergebracht. Nicht nur ich habe mehr oder weniger unabsichtlich das Handy einfach ausgeschaltet. Warum Nokia auf den üblichen Ein-/Ausschalter am Kopf des Handys verzichtet hat, ich weiß es wirklich nicht.

Das 2,4 Zoll kleine Display hat eine Auflösung von 240 x 320 Pixel. Natürlich ist das ausreichend, aber im Jahre 2009 würde ich mir für ein Businessphone doch ein Display mit einer besseren Auflösung wünschen. Zwar kann man das Display gut ablesen und die Qualität ist insgesamt gut, aber es passen doch relativ wenige E-Mails darauf und bei längeren E-Mails muss man häufiger scrollen. Das nervt ziemlich, besonders wenn man die neuen Blackberrys mit einer Displayauflösung von 480 x 320 Pixeln kennt. Von einem Touchscreen möchte ich jetzt nicht träumen, schließlich wäre das in der Business Class mit vollwertiger QWERTZ-Tastatur noch ein absolutes Novum. Offenbar verbaut Nokia Restbestände, bevor ein besseres Display in einem möglichen E75i Verwendung findet, um jetzt mal Nokias üblicher Produktpolitik zu folgen.

Die Inhalte der Verpackung und des Smartphones
Das Zubehör war bei dem finischen Hersteller in dieser Preisklasse noch nie großartig. Mit den letzten Smartphones hat Nokia den Zubehörstandard aber langsam angehoben. Neben Akku und Ladegerät gibt es noch Kopfhörer (eher schlecht), Micro-USB-Kabel und eine 4-GB-MicroSD-Karte. Warum ein Hersteller bei solchen Pfennigartikeln knausert und nicht direkt eine 8-GB-Karte dazulegt weiß niemand. Wenigsten sind offensichtlich keine 1-GB-MicroSD-Karten mehr auf Lager. Eine Ledertasche wie beim E71 war in der Verpackung leider nicht zu finden, warum auch immer, das Nokia E75 ist ja vom Start weg teurer als das E71.

Nokia E75 Teil 2″

Softwaretechnisch gibt es ja inzwischen auch Zubehör zum Handy. Nokias Navigationslösung Nokia Maps in der Version DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) für 3 Monate kostenfrei zu testen, ist sicherlich kein schlechtes Angebot zum Anfixen. Ich habe mir übrigens vorgenommen, die Software tatsächlich zu testen, sicherlich wird das in diesem Jahr noch was. Dann gibt es noch die Nokia PC Suite für die PC-Synchronisation, wobei ich persönlich inzwischen auf die diversen Cloudlösungen umgeschwenkt bin, um Kontakte und Kalender zu synchronisieren. Abgesehen davon waren noch etliche bunte Zettel in der Verpackung zu finden, auch Bedienungsanleitung genannt. Mit denen habe ich mich nicht näher beschäftigt, ich gehöre zu den Menschen die ein Gerät aus der Verpackung nehmen und erstmal ausprobieren.

Im nächsten und letzten Teil kommt das verwendete Betriebssystem zur Sprache, ebenso weitere technische Details und es wird ein abschließendes Fazit gezogen.

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