Produkttest: Nokia E52 – Teil 1
Produkttest: Nokia E52 – Teil 1
Klassisches Business-Smartphone
Das Nokia E52 ist ein ehrwürdiger Nachfolger des Nokia E51, so könnte man es auf jeden Fall annehmen. Symbian, Barrenform, numerische Tastatur, langhaltender Akku – das sind die Grundwerte für die Business-Geräteklasse. Doch stimmt das wirklich? Die Grundzutaten hat auch das E52, aber wenn man dann mal ins Detail geht, dann gibt es keine Blackberry-Unterstützung, sondern nur Exchange und die Tasten sind nicht mehr mit Gummi beschichtet, sondern sie sind aus Hartplastik. Außerdem gibt es keine Version mehr ohne Kamera, was die Menschen benachteiligt, die im Beruf keine Kamera mit sich führen dürfen. Schauen wir einfach mal was vom Nokia E52 übrig bleibt, wenn man es einen knappen Monat benutzt. Für diesen Monat kann ich mein Anforderungsprofil ganz gut beschreiben: ein paar Dutzend Stunden Telefonie, ein paar GB Daten mittels Modem und Surfen auf dem Handy, dazu noch ein paar Dutzend SMS.
Die wichtigsten technischen Daten des E52 lauten wie folgt:
Tastatur
Natürlich hat das E52 keine QWERTZ-Tastatur und da kann man natürlich auch nicht erwarten dass SMS und E-Mails oder IM leicht von der Hand gehen, aber trotzdem muss ich für die Tastatur ein Lob aussprechen. Sie hat einen angenehm harten Anschlag und ist ähnlich gut wie die Tastatur des E51, dass ich in den letzten Tagen für den Test noch mal in die Finger bekommen habe. Wenn die Finger allerdings schweißnass sind, ist der Grip beim E52 dahin, beim E51 konnte man dann doch noch weitertippen. Dafür ist beim E52 wenigsten keine Tastenabnutzung zu erwarten, das E51 was ich in die Finger bekommen habe, ist etwas lädiert gewesen, aber es war immerhin schon mehr als ein Jahr im Dauereinsatz.
Beim E51 ist rund um die Navi-Taste ein ziemliches Gedränge an Tasten, da tippt man auch schon mal daneben und löscht eine SMS oder einen Kontakt eher unfreiwillig. Das ist beim E52 wesentlich besser gelöst worden, hier hat sich die Tastensituation rund um das Navi-Pad etwas entspannt und man muss nicht mit den Fingerspitzen agieren. Die Ausleuchtung der Tasten ist ausreichend und leider nicht ganz gleichmäßig. Ob das so gewollt ist oder es sich um Produktionsprobleme oder -schwankungen handelt, keine Ahnung. Trotzdem alles in allem – sehr gut.
Display
320 x 240 Pixel kennen wir schon vom Nokia E51 und der Bildschirm dort ist kleiner. Jetzt ist der Bildschirm etwas größer, aber da man mit dem Business-Smartphone mehr machen kann als nur telefonieren und wir inzwischen Displays mit einer Größe von knapp 10 Zentimetern gewöhnt sind, ist das jetzt ein bisschen arg klein. Es macht nicht wirklich Spaß, wenn man E-Mails lesen will, navigiert oder surft. Hier muss und soll dringend nachgebessert werden, zumal das Display bei meinem E52 ein bisschen blass wirkt. Nokia hatte mal neben Samsung die besten Displays auf dem Markt, davon merkt man nicht mehr viel. Schade, hier hätte ich mir wirklich mehr erwartet.
Haptik
Die E-Serie von Nokia stand immer für (relativ) höchste Qualität. Das verwendete Metall und die Verwindungssteifigkeit gaben ein gutes Gefühl, wenn man anfasste. Auch hier ist der Lack bei Nokia inzwischen etwas abgebröckelt. War der Akkudeckel beim E51 noch auch solidem Metall, gibt’s beim Nokia E52 nur noch einen Plastikdeckel. Der knarzt zwar nicht, aber die angenehme Kühle beim in die Hand nehmen bleibt aus, das Gefühl der Wertigkeit ist nicht mehr gegeben. Dafür ist das E52 mit unter 100 Gramm angenehm leicht und außerdem schön flach, gerade mal 10 mm misst es in der Höhe. Die Breite beträgt 49 mm, die Länge ist mit 116 mm angegeben.









