Produkttest: Nokia 6303 classic
Produkttest: Nokia 6303 classic
Edles Metall mal preisgünstig
Auch wenn momentan die margenstarken Geräte vor allem High-End-Smartphones sind und Nokia sich mit den anderen Herstellern in diesem Bereich einen heftigen Kampf um die Marktanteile liefert, sollte man nicht vergessen das Nokia der Weltmarktführer in Sachen Mobiltelefone ist und somit auch im Low-Budget-Bereich wirklich viele Mobiltelefone verkauft. Heute im Test ist das Nokia 6303 steel, ein relativ preisgünstiges und schickes Featurephone. Wie schlägt sich der Metallriegel? Design & Verarbeitung: Das Nokia 6303 besteht fast komplett (bis auf die Antennenabdeckung) aus einem stabilen und soliden Metallgehäuse. Die Antennenabdeckung ist dagegen in hochwertigen Kunststoff gefasst, der sich angenehm anfasst. Das 2,4 Zoll große Display nimmt den größten Teil der Oberseite sein und liegt plan mit der Oberfläche, dadurch können evtl. Kratzer entstehen. In der Hand liegt das Nokia 6303 sehr angenehm, haptisch ist das Metallgehäuse ein Genuss.
Für meine großen Hände ist das Handy aber leider etwas zu klein, mein Daumen tut nach ein paar SMS am Stück schon etwas weh. Fingerabdrücke sind dank der matten Steel-Version kein Thema, lediglich das Display zieht Fett auch beim Telefonieren magisch an, aber diesen Kummer ist man ja von großen Smartphones gewöhnt.
Bedienung
Das Nokia birgt in Sachen Bedienung keine großen Überraschungen, die Serie -40-Software treibt das Handy ordentlich an. Wer Smartphone-Fähigkeiten erwartet, liegt falsch, aber alles Wesentliche ist an Bord: Kontaktverwaltung, Kalender, Rechner, E-Mail-Client. Die S-40-Software verarbeitet Benutzerausgaben ausreichend schnell, allerdings tritt beim Öffnen von Apps die eine oder andere Wartezeit auf. Datenaustausch ist via SyncML oder traditionell über das Micro-USB-Kabel kein Problem. Das Handy selbst lässt sich gut bedienen, die Tasten sind gut verarbeitet und haben einen angenehm definierten Druckpunkt, auch mit der Fünf-Wege-Steuerung kommt man gut zurecht.
Multimedia & Internet
Die S-40-Software integriert einen MP3-Player, der zusammen mit dem erweiterbaren Speicher eigentlich ganz passabel sein könnte, wenn Nokia nicht eine so umständliche Bedienung eingebaut hätte. In Kombination mit der Langsamkeit beim Auslesen der Musikdaten fühlt man sich fast an das Nokia N97 zurückerinnert. Internet gibt es nur über das langsame EDGE oder GPRS, deshalb surfe ich eigentlich nicht mit diesem Handy. Trotzdem muss positiv bemerkt werden, dass Opera Mini vorinstalliert ist. Lediglich für den E-Mail-Abruf nutze ich die Datenverbindung, das reicht aus, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Audioqualität & Akku
Die Gesprächsqualität ist exzellent, selten habe ich ein Nokia dieser Preisklasse im reinen GSM-Netz so gut gefunden. Die Lautstärke reicht aus, auch beim Freisprechen übersteuert der Lautsprecher nicht, es gibt keinen Grund zur Klage. Den 1050-mAh-Akku findet man auch in aktuellen Smartphones, die wesentlich mehr Strom verbrauchen, er macht sich hervorragend. Durch den Verzicht auf UMTS und die Verwendung eines kleinen Displays wird wenig Strom verbraucht, ich komme im vollen Betrieb auf gut vier Tage Nutzungsdauer, den automatischen E-Mail-Abruf allerdings ausgenommen.
Fazit
Selten hat ein preisgünstiges Nokia soviel Spaß gemacht, das Design stimmt, die Optik und die Haptik auch. Bei einem Featurephone darf man über die S-40-Software nicht soviel meckern, seinen Job macht die Software ausreichend gut. Es ist eine wirkliche Überraschung, dass Nokia so schöne Handys herstellen kann, so etwas würde man sich in der 600-Euro-Highend-Klasse auch mal wünschen.
Technische Daten
Lieferumfang










