Produkttest: Nikon AF-S DX Nikkor 18-105 mm und SIGMA F 1,4/30 mm EX DC HSM
Produkttest: Nikon AF-S DX Nikkor 18-105 mm und SIGMA F 1,4/30 mm EX DC HSM
Objektive subjektiv betrachtet
An dieser Stelle wollen wir noch einige Anmerkungen zu den Objektiven anbringen, die wir im Zusammenhang mit der DSLR Nikon D7000 verwendet haben. Cyberport hatte uns freundlicherweise zum Nikon-Kit Nikkor 18-105 mm VR noch zusätzlich die SIGMA 30 mm F/1,4 EX DC HSM Linse zum Testpaket dazugelegt. Unsere subjektiven Eindrücke zu beiden Optiken hier im Folgenden.
Zu gut für Lumpensammler
Nicht mehr ganz taufrisch, aber noch lange kein altes Eisen, lautet unsere Zusammenfassung für das Nikon AF-S DX Nikkor 18-105 mm 1:3,5-5,6 G ED VR. Und gute Testnoten erhielt das Kit-Objektiv bereits kurz nach seiner Markteinführung. Es wurde speziell für die Verwendung mit digitalen Nikon-DX-Format-Spiegelreflexkameras entwickelt. Die Linse bietet eine 5,8fach optische Vergrößerungsmöglichkeit und ist fast universell einsetzbar. Das Standardzoom, das gemeinsam mit Nikons D7000 als Kamera-Objektiv-Kit ausgeliefert wird, ist für jeden Hobbyisten ein ideales Fotowerkzeug, das klein und leicht im Foto-Equipment auf der nächsten Fotoreise nicht fehlen darf. Der Brennweitenbereich reicht vom Weitwinkel- bis in den mittleren Telebereich. Gut gefallen hat uns die Tatsache, dass kaum Gegenlichtreflexe aufgetreten sind.
Im Zusammenspiel mit dem 16-Megapixel-CMOS-Sensor der Nikon D7000 erzielt das Nikkor 18-105mm überdurchschnittliche Fotoergebnisse im Telebereich und überzeugt mit naturgetreuen Farben und guten Kontrasten. Viele Fotografen, die diese Linse als separates Objektiv gekauft haben, halten sie für „einen echten Glückstreffer“. Das Objektiv ist mit dem Silent-Wave-AF-Motor (Ultraschallmotor) ausgestattet und braucht nur einen Augenblick, um auf das gewünschte Motiv beim Tageslicht scharf zu stellen. Hilfreich entpuppte sich der zuschaltbare Bildstabilisator, der bei nicht idealen Lichtverhältnissen dafür sorgt, dass Aufnahmen im Telebereich relativ ohne markante Verwacklungsunschärfen gelangen, wo bei anderen Optiken dieser Preisklasse normalerweise ein Stativ ausgepackt werden muss. Wie die meisten Objektive in dieser Preisklasse zeigte sich eine leichte Vignettierung im Telebereich.
Dennoch eignet sich das Nikon Zoom prima als Reisebegleiter und belohnt den Fototouristen mit einer durchaus ausgewogenen Bildqualität. Wunderdinge sollte man sich von dem Einsteigerzoom – wie gesagt – nicht erhoffen. Aber das Nikkor 18-105mm stellt eine vorteilhafte Ergänzung für die leistungsstarke Nikon D7000 dar und eignet sich durchaus als permanentes Objektiv für den alltäglichen Hobby-Einsatz. Makro-Freunde werden jedoch keinen Spaß mit der Zoomlinse haben, da sie einen Mindestabstand von mindestens 23 Zentimetern vom Motiv halten müssen. Das Nikon AF-S DX Nikkor 18-105 mm 1:3,5-5,6 G ED VR gibt’s auch separat als Einzelobjektiv zu erwerben. Die Preise beginnen bei knapp 200 Euro im Internet.
Festbrennweite mit deutlich sichtbaren Schwächen
Dagegen hat uns das lichtstarke SIGMA F 1,4/30 mm EX DC HSM weniger überzeugt. In verschiedenen Tests von Fotomagazinen konnte die Festbrennweite bisher auch nur durchschnittliche Bewertungen einheimsen. Auch unser profaner Anwendertest fällt nicht sehr überzeugend aus. Bereits beim ersten Fokussieren fällt auf, dass der integrierte Ultraschallmotor auffällig pumpt und große Mühe hat, den Schärfepunkt zu finden. Das nervt gewaltig. Hohe Treffsicherheit sieht anders aus. Das Phänomen der SIGMA-Linse erinnert auf Anhieb auf eine ebenso unartige Eigenschaft des Canon Weitwinkelzooms EF F 2,8/16-35 mm. Wenn’s denn mal schnell gehen muss, empfiehlt sich nur der manuelle Dreh am Schärfering.
Schade auch, dass die SIGMA-Optik unter deutlichen Kontrastverlusten an den Bildrändern leidet. In der Bildmitte stimmt die Bildqualität dagegen. „Abblenden“ hilft nicht so sehr, um den Verlust an den Bildrändern zu kompensieren. Nun denn, für Fotografie mit offener Blende eignet sich das SIGMA 30 mm EX nicht gerade. Zarte Damenhände dürften sich zudem am relativ hohen Gewicht von 550 Gramm stören. Schmale Geldbeutel mit nicht allzu hohen Erwartungen an die Bildergebnisse empfinden das SIGMA F 1,4/30 mm EX DC HSM als praktisches Zubehör für das Fotografieren unter schwierigen Lichtverhältnissen – erhältlich im Übrigen nicht nur für Nikon-Objektive, sondern auch für Canon, Sony (Minolta), Olympus und den Kameras aus eigener Produktion (SIGMA). Wer seinen Fokus noch dazu gerne in die Bildmitte legt, dürfte für den Einstiegspreis von knapp über 400 Euro ein scharfes Wurfgeschoss bekommen. Besitzer von DSLR-Kameras mit APS-C-Format CMOS-Sensoren können demnach beim Kauf nicht so viel falsch machen. Nutzer von hochauflösenden Vollformatkameras dagegen schon. Leider!













