Produkttest: LG KM900 Arena – Teil 1
Produkttest: LG KM900 Arena – Teil 1
Verarbeitung, Display und Features
LG ist das drittgrößte Industriekonglomerat in Südkorea und produziert fast alles – Weiß– und Braunware, petrochemische Produkte und noch viel mehr. Den Konsumenten ist die Marke schon lange unter den Namen GoldStar oder Lucky bekannt. 1995 erfolgte die Umbenennung in LG, die Abkürzung von Lucky Goldstar. In der letzten Zeit wird LG mit dem Slogan „Life’s Good“ beworben. Die Handys von LG haben in den letzten Jahren immer mehr an Features und Qualität zugelegt und stehen Produkten von Samsung, Nokia und anderen Herstellern in nichts nach. (Motorola und Benq-Siemens habe ich bewusst aus der Aufzählung herausgelassen.) Das LG KM 900 Arena wurde auf dem Mobile World Congress in Barcelona Anfang 2009 vorgestellt. Es ist ein sogenanntes Multimedia-Phone mit Touchscreen. Das Display ist hochauflösend und die Technik beeindruckt, es wurden jede Menge Features auf engsten Raum zusammengepackt. Besonders bemerkenswert ist das Userinterface mit den sehr schönen 3D-Animationen. Wie schlägt sich das LG KM900 Arena?
Lieferumfang
Weitere Daten
Verarbeitung
Auf den ersten Blick sieht das neue LG Arena fast so aus wie ein anderer iPhone-Killer, das Samsung i900 Omnia. Allerdings ist die Verarbeitungsqualität des Arena deutlich höher. Ich würde diesem „Smartphone“ sogar das Prädikat herausragend verleihen. Metall in gebürsteter als auch in polierter Form bestimmt das Aussehen. Hochwertiger Kunststoff wurde nur in kleinen Mengen verarbeitet und zwar im Metallakkudeckel rund um die Kamera und auf der Rückseite im unteren Bereich des „Smartphones“, dort wahrscheinlich für die Antenne(n). Außerdem findet sich noch ein bisschen Kunststoff an den Seiten des Arena. Die Front des Handys wird durch den polierteren Metallrahmen geprägt, der das LG sehr hochwertig wirken lässt und sicherlich auch zu der sehr guten Verarbeitungsqualität beiträgt. Wird das KM900 einmal etwas fester angefasst, kommt es zu keinen spürbaren Verwindungen. Ein weiteres Beispiel für die hohe Verarbeitungsqualität ist der Schieber, der den Systemanschluss für Datenkabel und Ladekabel abdeckt – hier wurde keine wackliges Provisorium à la Samsung verbaut, sondern eine hochwertige Lösung gefunden. Das LG Arena hat eine sehr angenehme Größe, nur erscheint einem das im Vergleich zur Qualität geringe Gewicht von gerade mal 105 Gramm ungewöhnlich. Der Grund für dieses geringe Gewicht ist der in meinen Augen doch etwas schwache Akku, der mit den vielen Features manchmal etwas überfordert scheint. Hier wären vielleicht 1500 mAh angebracht gewesen.
Display
Das Display ist für ein Touchscreen-Phone mit gerade mal 3 Zoll etwas klein, die hohe Auflösung macht diesen Mangel jedoch wett. Sagenhafte 480 x 800 Pixel und 16,7 Millionen Farben wurden in das Display gequetscht – und das hat sich gelohnt. Die Bildqualität ist umwerfend gut, wie bei fast jedem Handy aus Südkorea – hier macht den Koreanern kaum einer etwas vor. Das Display funktioniert wie beim iPhone und beim T-Mobile G1 kapazitativ, es wird also über Berührung angesprochen. Die Oberfläche des KM900 fühlt sich sehr angenehm an. Gehärtetes Glas verhindert Kratzer sicherlich weitgehend, aber ich werde das an dieser Stelle nicht überprüfen.
Features
Als Tophandy hat das LG eigentlich alles, was gut und teuer ist. Kapazitativer Touchscreen, hochauflösendes Display, HSDPA, WLAN, GPS, FM-Transmitter, 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Bildstabilisator, Videocam mit 640 x 640 Pixeln und 30 Frames in der Sekunde und noch einiges mehr, denn das sind nur die Highlights. Das GPS ist momentan nur für das Geotagging der Fotos und für die Nutzung von Google Maps Mobile da, aber für die Zukunft ist wohl auch eine Navilösung von LG zu erwarten. Wie sie aussehen wird, darüber kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur spekuliert werden. Außerdem gibt es noch eine Reihe von Features, die wohl in Zukunft zu vielen Handys gehören werden – Dolby 2.0, Gesichtserkennung der Kamera, TV-Out und die Möglichkeit DIVX-Videos http://de.wikipedia.org/wiki/DivX auf dem Handy abzuspielen. Vom Dolby 2.0 habe ich beim besten Willen noch nichts Sensationelles gehört und auch bei DIVX frage ich mich, warum eine sterbende Technologie noch gefördert werden muss. Mir ist schon lange kein DIVX-Video mehr über den Weg gelaufen.
Der interne Speicher ist mit 8 GB schon relativ groß, wem das nicht reicht, der kann seinen Speicherplatz mit einer bis zu 32 GB großen Micro-SD-Karte erweitern. Eine Enttäuschung ist der proprietäre Browser. Wer den mobilen Safari Browser, Opera Mini oder die Chrome-Interpretation des T-Mobile G1 gewöhnt ist, wird hier wirklich enttäuscht. Die Handhabung ist im direkten Vergleich einfach nur unausgereift und wirkt unmodern.
Soweit zu Teil 1 meines Testberichtes, weiter geht es mit dem einzigartigen Userinterface, einem Vergleich zur Konkurrenz und dem abschließenden Fazit im nächsten Artikel zum LG KM 900 Arena.
















