Produkttest: Lenovo ThinkPad SL500 (Modell: NRJERGE)
Produkttest: Lenovo ThinkPad SL500 (Modell: NRJERGE)
Prosumer-Notebook mit dem roten TrackPoint
Bei Lenovo gibt es vornehmlich Business-Laptops, aber Lenovo kann sich dem Trend des Consumer-Laptops nicht verschließen und bietet mit den Baureihen Ideapad und Thinkpad beiden Zielgruppen die passenden Arbeitswerkzeuge an. Mit dem Thinkpad SL500 (Im Test das Modell SL500 NRJERGE) ist Lenovo irgendwie zwischen die Welten gerutscht, dem Namen nach ist es ein Business-, den technischen Daten nach Consumer-Gerät. Wie schlägt sich das SL im Test? Übrigens gibt es jetzt seit ein paar Tagen bereits einen Nachfolger – das SL510, welches einen leicht schlankeren Fuß machen soll, mit Windows 7 ausgestattet ist und über ein (glänzendes) 16:9-Display verfügt (SL500 hat noch einen matten Bildschirm). Wer ein Desktop Replacement sucht, der ist sicherlich auch mit dem günstigeren SL500 nicht schlecht bedient.
Technische Daten
Lieferumfang
Erster Eindruck
Das komplett in Schwarz gehaltene SL500 scheint in der klassischen Tradition der Thinkpads zu stehen, bis man sich den spiegelnden Displaydeckel anschaut. Das Kunststoffgehäuse hat auch nicht die gleiche Haptik wie bei einem echten, originalen Thinkpad, hier gibt es, dem Preis folgend, weniger Inhalt, aber mehr Show. Das Lenovo macht aber keinen billigen Eindruck, erst wenn man einmal fester zugreift oder die Tastatur etwas stärker beansprucht, merkt man, was ein Thinkpad von einem Thinkpad unterscheiden kann. Das Design ist auf keinen Fall minderwertig, es macht auf dem Schreibtisch einen guten Eindruck.
Hardware
Der Intel Core 2 Duo T5870 ist mit zweimal 2,0 GHz getaktet und zusammen mit den 2 GB RAM schafft er es gut, Windows Vista Home Basic zum Laufen zu bringen. Die eher schwache Intel-Grafikkarte zieht keine Wurst vom Teller, aber da die Basic-Vista-Edition über keine nennenswerten Aero-Features verfügt, ist das nicht das große Problem. Das matte Display ist auch in der Sonne gut zu nutzen. Die Auflösung von 1280 x 800 Pixeln ist hinreichend gut, ich bin zwar höhere Auflösungen gewohnt, aber man kann überraschend gut damit arbeiten. Als reines Desktop Replacement freut man sich ja auch mal über keine allzu feine Darstellung von Text und Grafiken auf dem Display. Lenovotypisch gibt es einen Trackpoint in der Tastatur und ein alternatives Touchpad. Ich bin zwar ein Touchpad-User, aber mit dem Trackpoint kann man mal schnell zwischendurch arbeiten, das entspannt die Finger.
Im Betrieb
Im Betrieb ist das SL500 fast unhörbar und auch unter der (wenig erreichten) Volllast schnurrt das SL500 dezent vor sich hin, in der Preisklasse ist das eher die Ausnahme als die Regel. Die Oberfläche des Palmrest bleibt auch bei langen Betriebsstunden angenehm kühl. Das DVD-Laufwerk ist auch sehr leise, bzw. die Lautsprecher übertönen evtl. auftretende Geräusche. Und falls mal was schief geht und das SL500 runterfällt, dank des Lagesensors erkennt das Notebook den Fall und nimmt den Kopf rechtzeitig von der Festplatte. Damit ist schon mal ein wichtiger Grundstein für Datensicherheit gelegt.
Fazit
Das Lenovo ist nicht perfekt. Das Gehäuse nervt ein bisschen, der spiegelnde Displayrücken ist schrecklich fingerabdruckanfällig, aber wenn man auf den Preis sieht, sind solche Gedanken schnell vergessen. Für 500 Euro positioniert sich dieses Businessangebot genau in der Mitte zwischen Business-Kunde und Consumer und bietet das gewünschte Preis-/Leistungsverhältnis.














