Produkttest Canon Ixus 80 IS

von joerg-pittermann

· 4 min Lesezeit

Produkttest Canon Ixus 80 IS

Preis/Leistungssieger
Canon hatte Anfang dieses Jahres neuen Ixus-Kameras vorgestellt, die dünnen, kompakten und schicken Kameras die nicht durch Features, sondern durch Stil Aufsehen erregten. Im August habe ich bereits die Ixus 85 testen dürfen, heute ist die kleine Schwester Ixus 80 IS im Test. Preislich nehmen sich die Ixus 80, Ixus 85 und Ixus 90 nicht so viel. Momentan sind diese Modelle stark im Preis fallend, weil inzwischen eine neue Generation und ein neuer Prozessor (Digic 4) vor der Tür stehen. Ich habe die Ixus 80 der 85 und der 90 aus einem bestimmten Grund vorgezogen, auf den ich später noch einmal im CyberBloc eingehen möchte. Kommen wir aber erst einmal zu den wichtigen Fakten der Ixus 80…

  • Auflösung: 8 Megapixel
  • Sensor: 1/2.5″
  • Optischer/Digitaler Zoom: 3/4fach
  • Brennweite: 38 bis 114 mm
  • Optischer Sucher: ja
  • Displaygröße 2,5 Zoll

    Die Ixus 80 kommt in verschiedenen Farben daher (silber, schokolade, caramel, pink) und beweist mal wieder, dass die Ixus nicht nur eine Kamera, sondern inzwischen auch ein Modeartikel ist, quasi der Apple iPod unter den Digitalkameras. Der Aluminiumköper verleiht der Kamera das gewisse Gefühl von Luxus und Qualität, wobei unbedarfte Zeitgenossen das Gehäuse aus Aluminium für Plastik halten könnten. Mit 3fachen optischen Zoom (38 – 114 mm), optischer Bildstabilisierung (Image Stabilisation), Face Detection und 8 Megapixel, ist die Kamera nur noch eine von vielen Angeboten, also eine typische Ixus, die immer technisch nur Mittelmass ist, aber dafür Design und Style zusammen mit einer gewissen Funktionalität bietet. Die Verarbeitung der Bilder erledigt der Canon Prozessor DIGIC III, die erzeugten JPEGS sind zwischen 2 bis 5 MB groß und es können lediglich 1,3 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Ungewöhnlicherweise hat die Ixus als Designkamera noch einen optischen Sucher über dem 2.5 Zoll Display mit einer Auflösung von 230.000 Pixel.

    Der Benutzer kann wie bei Canon üblich wählen, ob er die Bilder im automatischen Modus machen möchte (und damit der Kamera die Wahl lässt, die optimale Kombination aus ISO, Weißabgleich und weiteren Parameter zu finden) oder selber Hand anlegt. Der ISO-Wert liegt frei wählbar zwischen 80 bis 1600, wobei die Bilder in der höheren ISO-Einstellung schon sehr verrauscht sind, hier ist der praktische Wert schon merklich eingeschränkt.
    Weiterhin kann der Benutzer selber auch noch verschiedene vorgegebene Szeneeinstellungen auswählen, wie z.B. Portrait, Nacht Portrait, Sport, Sonnenaufgang, Strand, Kinder, Tiere und Aquarium. Hier optimiert dann die Kamera selbstständig das Bild, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Der eingebaute Blitz hat eine Reichweite von ca. 3 m und bietet neben der fast schon obligatorischen Reduzierung des Roten-Augen-Effekts auch die Möglichkeit der Gesichtererkennung an, um so die Intensität des Blitzes zu steuern, so kann wirksam Überbelichtung reduziert werden.

    Canon Ixus 80 IS“

    Die Bedienung ist Canon-üblich einfach und übersichtlich, die Knöpfe sind groß und einfach zu erreichen, über den Vierwege-Ring kann der Benutzer schnell die Einstellungen für den Blitz, Selbstauslöser, Makro und ISO Wert erreichen. Das Menü wird auf dem Display schön klar und deutlich dargestellt, auch Anfänger finden sich schnell mit der Kamera zurrecht und können dann mittels des separaten Menübuttons dann nach Wunsch auch tiefer in die Kamera einsteigen und manuell die Bilder und Einstellungen optimieren. Mittels eines einfach zu erreichenden Schiebeschalters kann zwischen Fotografieren, Video und Betrachten schnell gewechselt werden, das Zoom wird mittels des einfach zu bedienenden Drehrings rund um den Auslöser gesteuert.

    Die Kamera ist zwar klein, aber liegt sehr ausgeglichen in der Hand, der Aluminiumkörper ist nicht unangenehm glatt, so dass man immer das Gefühl eines sicheren Griffs hat. Nach dem Einschalten ist die Kamera relativ schnell einsatzbereit, jedoch muss nach dem Einsatz des Blitzes etwas gewartet werden, bis der Blitz wieder erneut einsatzbereit ist. Das Autofocussystem ist auch schnell und so kann man – wenn es nicht zu dunkel ist – schöne und gute Bilder erzeugen. Im Vergleich zu der bereits getesteten Ixus 85 sind die Bilder jedoch schlechter, da ist der Grund jedoch nicht in den mangelnden Megapixel zu suchen (10 bei der Ixus 85 gegenüber 8 bei der Ixus 80) sondern bei dem kleineren Sensor (1/2.3″ bei der Ixus 85 und 90 und 1/2.5″ bei der Ixus 80). Diesen Unterschied merkt man in etwas anspruchvolleren Situationen und wenn man das Bild noch weiter bearbeiten möchte, z.B. in Photoshop.

    Fazit
    Die Ixus 80 ist eine kompakte, schicke und einfach zu bedienende Kamera, die jedoch im direkten Vergleich zu der Ixus 85 Schwächen ausweist. Wer eine schicke und günstige Kamera sucht und nicht so viele Bilder im Dunkeln macht oder einfach nur eine Schnappschuss-Kamera haben möchte, der ist sicherlich mit der Ixus 80 IS sehr gut bedient, für den etwas anspruchvolleren Fotographen, der auch was schickes und kompaktes sucht, der sollte eher zu den höherwertigen Modellen greifen. Eigentlich jedoch ist das Jammern auf sehr hohem Niveau, denn, wenn mir jemand im Jahr 2005 gesagt hätte, dass ich eine Kamera mit 8 Megapixel, Image Stabilisation und dieser Bildqualität für den Preis als Schnappschuss-Kamera bezeichnen würde, hätte ich herzhaft gelacht.

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