Produkttest: AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 – Teil 1

von sven-kaulfuss

· 4 min Lesezeit

Produkttest: AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 – Teil 1

Ins Internet mit DSL und UMTS…
Wie schon in meinem Ankündigungsbericht vermerkt, war bzw. ist es mir derzeit möglich mit der AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 einen DSL-Router zu testen, der mit allerlei Zusatzfunktionen auf dem Papier besticht. Doch bevor ich auf diese in einem zweiten Teil meines Testberichtes eingehe, steht vorab die Überprüfung der eigentlichen Standardfunktion auf dem Plan. Ein DSL-Router sollte vornehmlich dazu dienen, seinen Nutzer mit dem Internet zu verbinden, dass bei der FRITZ!Box Fon WLAN 7390 hierfür nicht unbedingt ein DSL-Anschluss nötig ist, begeisterte mich aufgrund der möglichen – auch durchaus mobilen – Nutzungsszenarien.
Verbindung über DSL
Im Normalfall wird die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 sicherlich mit dem heimischen DSL-Anschluss verbunden werden. Da die FRITZ!Box auch VDSL unterstützt (Um einen stets optimalen VDSL(DSL)-Betrieb zu ermöglichen, empfiehlt es sich in jedem Fall immer die aktuelle Firmware zu installieren – Download, 10,4 MB.) sollte man für die Zukunft gewappnet sein. Nun denn, mein Testanschluss beruht jedoch noch immer auf einer älteren 6-Mbit-Leitung von Vodafone bzw. ehemals Arcor – gelingt die Einrichtung? Zunächst gilt es die Verkabelung der Geräte zu meistern. Bei Arcor kommt ein kombinierter NTBA und DSL-Splitter zum Einsatz, will heißen das beiliegende Y-Kabel verbindet man mit dem längeren Kabelende am Router, die beiden anderen Endstücke finden ihren Weg in die DSL-Buchse des integrierten Splitters und eines der freien S0-Anschlüsse. Zuvor hat man klugerweise schon das Netzteil mit der FRITZ!Box verbunden. Nach diesem Schritt sind wir bereit für die eigentliche Einrichtung der Box.

AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 – Hardware“

Für eine kabellose Konfiguration müssen wir uns natürlich mit dem MacBook am WLAN des Routers anmelden. Den WLAN-Schlüssel findet man hierzu auf der Unterseite des Gerätes. Mac-User wie unsereins müssen allein auf das Webinterface vertrauen, die beiliegende Software ist für Liebhaber des Apfels nicht tauglich. Nach Eingabe der URL http://fritz.box wird man zunächst bei der Erstkonfiguration aufgefordert ein Passwort für das Webinterface anzulegen. Danach erlangt man Zugriff auf selbiges und wird per Assistent durch die Einführung geleitet. Es erfolgt die Auswahl des Netzanbieters und die Eingabe des Benutzernamens plus des Passworts. Im Anschluss erfolgt die Prüfung der Internetverbindung und – nichts! Leider musste ich an dieser Stelle zunächst aufgeben, denn die FRITZ!Box teilte mir lapidar mit, dass eine Internetverbindung aufgrund eines PPPoE-Fehlers seitens des Providers nicht möglich sei.

Resigniert prüfte ich zunächst, ob denn überhaupt DSL anlag. Hierfür bietet die FRITZ!Box zahlreiche Möglichkeiten innerhalb der Einstellungen, die auch optisch sehr informativ und ansprechend aufbereitet sind (siehe Screenshots). Meine Überprüfung verlief positiv, DSL war vorhanden und ich blieb ratlos zurück. Mit dem Problem konfrontiert suchte ich darauf Hilfe direkt bei AVM. Mittels zweier netter Mitarbeiter konnte mir schlussendlich geholfen werden. Des Rätsels Lösung? Die DSL-ATM-Einstellung stand bei meinem Testexemplar auf manuelle Festlegung und lag zwischen einem VPI von 1 und einem VCI von 32. Laut Aussage des AVM-Mitarbeiters kann dies zu Problemen bei Arcor führen, weshalb normalerweise so oder so, die DSL-ATM-Einstellung per default auf automatisch stehen sollte. Dies änderte ich entsprechend bei meinem Testgerät und die Internetverbindung konnte aufgebaut werden. Sollte der werte Leser die letzten Zeilen nicht wirklich verstanden haben, kein Problem, mir geht es ähnlich ;-). Übrigens, um die hier beschrieben Einstellung zu ändern, muss – oh Wunder – der Expertenmodus aktiviert werden (Erweiterte Einstellungen -> System -> Ansicht).

Wie gesagt, normalerweise sollte die von mir beschrieben Problematik im Normalfall nicht auftreten, daher möchte ich gerne Entwarnung an dieser Stelle geben. In jedem Fall noch mal ein herzliches Dankeschön für die schnelle Hilfestellung an die kompetenten Mitarbeiter von AVM.

AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7390 – Webinterface“

Wie stellt sich nun das Surferlebnis dar? Vorher nutzte ich ein älteres DSL-Modem und einen 11-Mbit-Router zusammen mit dem MacBook (WLAN-n-fähig). Mit der FRITZ!Box Fon WLAN 7390 habe ich nun gefühlt – und durch eine nun nutzbare WLAN-n-Verbindung – tatsächlich mehr Speed – bisher gibt es keine Probleme im täglichen Gebrauch zu vermelden.

FRITZ!Box Fon WLAN 7390 als UMTS-Router
Besonders positiv überrascht war ich von folgender Option. Wer bspw. einen UMTS-Stick besitzt, kann diesen unkompliziert ebenso an der FRITZ!Box betreiben – die Box wird quasi zum UMTS-Router. Praktisch für den Fall der Fälle, wenn der hauseigene Provider gerade ein Problem mit der Leitung hat, man gerade umgezogen und die DSL-Leitung noch nicht aktiv ist, DSL überhaupt nicht möglich ist oder aber auch wenn man unterwegs (z.B. im Hotel) mehrere Geräte allein oder mit anderen Personen nutzen möchte. In meinem Test griff ich zum Websession-Stick von Vodafone, den ich mit einer o2-Flatrate betreibe.

Die Einrichtung über das Webinterface geht schnell von der Hand. Die notwendigen Eingaben finden sich unter Erweiterte Einstellungen -> Internet –> Mobilfunk. Zunächst teilt man der FRITZ!Box die PIN der SIM mit und wählt die passende APN-Konfiguration seines Anbieters aus. Findet man diese nicht, kann der APN auch manuell vergeben werden. Nach der Übernahme der Einstellung wird die Verbindung aufgebaut und man kann Surfen – praktisch und einfach!

Bisheriges Fazit
Die Grundfunktion beherrscht die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 tadellos, besonders die Möglichkeit einen UMTS-Stick zu nutzen möchte ich hier herausstellen. Im kommenden zweiten Teil, widme ich mich dann einigen, der zahlreichen Zusatzfunktionen.

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