Produkttest: Apple MacBook Pro 13 Zoll – Teil 3

von joerg-pittermann

· 4 min Lesezeit

Produkttest: Apple MacBook Pro 13 Zoll – Teil 3

Ein Windows-User steigt um…
Kommen wir zum zweiten Punkt weshalb ich mir das Early-2010-Modell des MacBook Pro 13 Zoll gekauft habe – dem Akku. Zehn Stunden Akkulaufzeit sind schon ein gewichtiges Wort. Da Apple auch beim iPad nicht zu viel versprochen hat, bin ich beim MacBook Pro geneigt daran zu glauben und mein Glaube an die gute Akkulaufzeit hat sich gelohnt. Nach den ersten paar Ladezyklen, die ich durchgeführt habe, ist der Akku immer besser geworden – natürlich habe ich in den ersten paar Stunden auch viel mit dem Laptop gemacht. Langsam nähere ich mich der Zeit von knapp zehn Stunden, welche Apple mir versprochen hat.
Zehn Stunden leichte Arbeit am Laptop, ja, das kann hinhauen. Man kann auch zwei DVDs schauen, ohne ans Ladekabel zu müssen. Gut, am Ende habe ich zum Ladekabel gegriffen, aber am Anfang war die Batterie auch nicht zu 100 Prozent voll. Lange Laufzeiten heißen auch, dass die Batterie weniger häufig aufgeladen werden muss und das heißt auch, dass im Falle des Falles ein Batterietausch bei Apple ausbleibt. Dann müsste man nämlich das ganze Gerät einschicken und der Spaß kostet irgendwie um die 200 Euro, aber darum mache ich mir keine großartigen Gedanken und deshalb habe ich den Preis auch nicht gegoogelt. Wie ich mich kenne, habe ich in spätestens zwei Jahren eh wieder ein neues Notebook bzw. das was danach kommt ;-).

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Weil wir gerade bei DVD bzw. Film schauen sind, will ich doch nochmals ein paar Worte zur Performance verlieren, diesmal aus Grafikkartensicht. Auch wenn das kleine MacBook Pro kein Prozessorupgrade bekommen hat, die Grafikkarte macht von der Leistung her einen ordentlichen Bumb nach oben und so habe ich große Filme ohne Schlieren und Ruckeln anschauen können und das auch noch ohne Ladekabel. Hier hat mein altes Windows-Notebook immer schlapp gemacht, auch wenn eine dedizierte Grafikkarte verbaut war. Deshalb kann ich an dieser Stelle nur noch einmal wiederholen – der Standardanwender wird mit der Performance glücklich sein, der Profi greift eh zum größeren MacBook Pro mit größerer Leistung. Selten habe ich eine so klare Trennung bei Computerherstellern zwischen Standard- und Businessanwendern gesehen, ohne dass die Gehäusequalität leiden musste. Zur Erklärung des vielleicht etwas krummen Satzes sei angemerkt, dass Business-Notebooks immer besser verarbeitet sind als Consumer-Notebooks und natürlich ist auch der Preis höher. Bei Apple wird die Unterscheidung in der Leistung und im Preis gemacht, nicht aber in der Gehäusequalität.

MAcBook Pro 13 Zoll – Akku“

Fazit MacBook Pro
Das MacBook Pro 13 Zoll, Modelljahrgang 2010 ist eine kleine Iteration des MacBook Late 2009. Wenn ich nicht bewusst auf das neue gewartet hätte (da ich mir doch ein paar mehr Upgrades versprochen habe, so z.B. in Form des i3), dann hätte ich mich nicht gegrämt, wenn ich das „alte“ genommen hätte. Also brauchen die zufriedenen Mac-User mit dem alten MacBook nicht zwanghaft auf das neue umsteigen, es sei denn, das kinetische Scrollen und die exzellente Grafikperformance sind für sie wichtige Argumente. Ich erwarte erst in der nächsten Runde, wahrscheinlich eher im nächsten Jahr, wieder größere Änderungen, aber wer weiß was bis dahin noch alles passiert. Warum im nächstes Jahr? Weil dieses Jahr Apple ganz im Zeichen des iPhone OS 4.0 stehen wird ;-). Wenn man natürlich ein größeres MacBook Pro benötigt, dann empfiehlt sich der Umstieg schon zu den 15- und 17-Zoll-Modellen – zu groß sind die Performancesprünge bei den neuen iCore-Prozessoren. Ansonsten ist das kleine MacBook Pro die erste Wahl beim Einstieg in die Apple-Welt, wenn man den nicht schon mit dem iPhone gewagt hat. Die Gehäusequalität allein macht den Umstieg schon bezahlt, gerade wenn man bisher mit Plastikrechnern arbeiten muss. Und die Bedenken, die ich bezüglich des Displays hatte, sind wie weggewischt, ich bin wirklich durchgängig zufrieden.

Fazit für neue Apple-Jünger
Ich bin sicherlich kein Apple-Jünger reinsten Wassers. Vieles von Apple ist mir auch auf den zweiten Blick zu teuer oder zu schlecht implementiert, ich will Sachen die funktionieren und an denen ich nicht rumkonfigurieren muss, weil ich weiß, das es geht. Es soll einfach funktionieren und gut ist. Vielleicht kann ich an dieser Stelle meinen Switch von einem Windows-Laptop zu einem MacBook Pro kurz anreißen. Ich hatte bereits im Vorfeld die Daten entsprechend sortiert und bereitgelegt und in den „Eigenen Dateien“ aufgeräumt, denn mit Müll ziehe ich ungern um. Auch habe ich mir im Vorfeld die Programme rausgesucht die ich evtl. noch beim Mac installieren muss, damit ich auf ein ähnliches Level wie bei Windows komme. Die Liste war übrigens erschreckend kurz, aber dazu schreibe ich sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr. Dann habe ich mir Zeit für dem Umzug eingeplant und eigentlich war ich nach knapp zwei Stunden mit 95 Prozent durch, inkl. des Transfers von etlichen Gigabyte Daten, was natürlich schon einige Zeit in Anspruch nimmt. Die meiste aktive Zeit habe ich verloren, weil ich am Anfang krampfhaft versuchte, die Windows-Ordnung ins Folder-System vom Mac zu implementieren. Bis ich mir dann irgendwann gesagt habe: Schmeiß einfach alles auf die Festplatte, das wird sich schon irgendwie sortieren. Und das war auch so. Meine ganze Windows-Logik habe ich dafür über Bord geworfen und ich bin sehr zufrieden und glücklich.

Die Lernkurve für Mac ist übrigens nicht so schwer, wenn man versucht nicht so kompliziert zu denken. Ich war nach ein paar Abenden eigentlich ganz fit in den Basics. Ich kann nur jedem empfehlen es auszuprobieren, den Preis ist es sicherlich wert.

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