Produkttest: Apple In-Ear Headphones mit Fernbedienung und Mikrofon

von joerg-pittermann

· 3 min Lesezeit

Produkttest: Apple In-Ear Headphones mit Fernbedienung und Mikrofon

Sinnvolles Zubehör zum iPod
Wie jedes andere Unternehmen spart auch Apple gern mal den einen oder anderen Cent ein und das merkt man, zumindest bei mitgeliefertem Zubehör wie Kopfhörern. Hier hat sich Apple noch nie richtig mit Ruhm bekleckert. Im Frühherbst 2008 wurden auf der Let’s Rock-Keynote ein Paar neuer In-Ears vorgestellt und zwar mit Mikrofon und Fernbedienung für den iPod bzw. das iPhone, aber die neuen In-Ears waren lange Zeit nicht zu bekommen. Ich hatte um Weihnachten 2008 die Gelegenheit einmal reinzuhören und fand sie gar nicht mal so schlecht. Nun habe ich zusammen mit dem iPhone 3GS genau diese In-Ears dauerhaft im Einsatz und kann etwas mehr dazu schreiben.
Technische Daten

  • Frequenzbereich: 5 Hz bis 21 kHz
  • Impedanz (bei 100 Hz): 23 Ohm
  • Wirkungsgrad (bei 100 Hz): 109 dB SPL/mW
  • Treiber: spezielles 2-Wege-System (Hoch- und Tieftöner in jedem Ohrstöpsel)
  • Kabellänge: 106,5 cm von der Audiobuchse bis zum Splitter, 33 cm bis zum Ohrstöpsel
  • Gewicht: 10,2 g
  • Anschluss: 4-poliger Audiostecker (3,5 mm)

    Lieferumfang

  • Apple In-Ear Headphones mit Fernbedienung und Mikrofon
  • Transportetui
  • Silikon-Ohrstöpsel in drei Größen (klein, mittel, groß)
  • zwei Ersatz-Schutzkappen
    Apple In-Ear Headphones mit Fernbedienung und Mikrofon“

    Design und Verarbeitung
    Das Design ist typisch Apple. Der Wiedererkennungswert auf dem Airport oder in der U-Bahn ist gegeben, jeder weiß, dass man mit einem iPod oder einem iPhone Musik hört. (Weiße Kabel, weiße Treiber, eine schick designte Fernbedienung mit Mikrofon, nicht irgendwelche hässlichen Plastikstücke, die lieblos am Kabel hängen.) Die Kabel bestehen aus dickem Kunststoff, welcher sich sehr angenehm anfasst. Eine Stoffbeschichtung zum leichteren Aufwickeln und für weniger Verheddern gibt es nicht. Die Aufsätze sind aus hochwertigem Silikon geformt, welches sich dem Ohr ohne Probleme anpasst, auch dank der drei mitgelieferten Größen findet jedes Ohr seinen passenden Aufsatz. Das Etui zur Aufbewahrung der Kopfhörer ist sehr schick, die Silikonaufsätze können in einer weißen Kapsel mitgenommen werden. Die Fernbedienung integriert drei Tasten und das Mikrofon. Mit den Tasten lässt sich die Lautstärke regeln, zum nächsten Song springen oder ein Song pausieren und es lassen sich natürlich auch Anrufe annehmen.

    Klang
    Ein neues Feature an den In-Ears sind die zwei Treiber in den Kopfhörermonitoren. Einer ist für die hohen, der andere für die niedrigen Frequenzen verantwortlich. In der Theorie sollen so über den gesamten Dynamikbereich alle Frequenzen sauber und präzise abgedeckt werden. Prinzipiell funktioniert das auch ordentlich, allerdings wird nicht das volle Klangerlebnis von Ultimate-Ears-Kopfhörern oder Shure-Kopfhörern erreicht. Im direkten Vergleich mit den Standard-Apple-iPod-Kopfhörern und den Creative EP-630 sind die neuen Apple In-Ears deutlich besser. In der Musikwiedergabe war am Ende der Bass doch etwas zu flach, aber das ist nur bei der entsprechenden Musik zu hören und auch nur dann, wenn man bessere In-Ears kennt.

    Praxis
    So ist in der Praxis zusammen mit der Fernbedienung das iPhone noch besser geworden, man kann beispielsweise beim Joggen mal schnell Titel überspringen oder anhören, ohne das iPhone umständlich aus der Tasche zu holen und dann am Display rumzufummeln. Das iPhone und auch der iPod Touch werden langsam zu wirklichen Rundumgeräten. Ich will die neuen In-Ears nicht mehr missen.

    Fazit
    Die neuen In-Ears können problemlos in der Preiskategorie bis 50 Euro mithalten, darüber hinaus wird es sicherlich vom Klang her kritisch. Allerdings kann man das restliche Geld gern in die tollen Features wie Design, Fernbedienung und den Namen stecken, ohne groß darüber nachzudenken. Nett wäre es natürlich, wenn Apple die In-Ears zu allen höherwertigen iPod Touch dazulegen würde, aber das spart sich Apple sicherlich gern, da die Kunden das Zubehör ja auch so kaufen. ;-)

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