Produkttest: Aiptek PocketCinema T20
Produkttest: Aiptek PocketCinema T20
Kleiner Projektor, großes Bild?
Beamer sind groß und schwer – das war einmal. Der Beamer von heute passt in die Hosentasche und ist nicht unbedingt größer als eine Kreditkarte. Aber sind die Beamer auch gut? Die Pico-Projektoren der ersten Generation sind nicht wirklich überzeugend gewesen, aber so ist das nun mal mit 1G-Geräten. Geekfaktor ja, aber Leistung nicht unbedingt berauschend. Im Test heute die Aiptek PocketCinema T20, ein Pico-Projektor der neuesten Generation. Was macht eigentlich ein Pico-Projektor aus? Ein Pico-Projektor (oder auch Pocket-Projektor, mobiler Projektor oder Handheld-Projektor) ist ein miniaturisierter Beamer, der mittels LEDs oder Laser ein Bild ausgibt. Vorzugsweise ist ein Pico-Projektor Batterie- oder Akkubetrieben oder bezieht die nötige Energie via USB. Die Leuchtleistung der Pico-Projektor liegt bei ca. 8-12 Lumen. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher, großer Beamer hat eine Lichtleistung von teilweise über 2000 Lumen.
Kommen wir aber nun zu den technischen Daten des Aiptek Pocket Cinema T20:
Erster Eindruck und Installation
Ein verdammt kleines Ding, und sehr leicht. Das aus Aluminium gefertigte Gehäuse macht einen robusten Eindruck, sieht aber irgendwie ein wenig billig aus, einen Schönheitspreis gewinnt Aiptek damit nicht. Die Installation ist ganz einfach. Den Beamer in den Auto-Installmodus schalten (ein einfacher Schalter an der Rückseite nach links), das USB 2.0 Kabel anschließen und ab geht’s. Allerdings sind zwei USB-Ports vonnöten, um den Aiptek Pocket Cinema mit ausreichend Energie zu versorgen. Nach der erfolgreichen Installation einfach den Schalter nach rechts schieben – die installierte Software stellt automatisch die Bildschirmauflösung auf 640 x 480 Pixel um und gibt ein Bild über den Beamer aus, allerdings kann ich auch das Bild noch auf meinem Notebookschirm sehen. Aber ich sehe nicht wirklich ein Bild an der weißen Wand, es ist viel zu hell an diesem bewölkten Tag um überhaupt ein Bild zu erkennen, die weiße Wand ist nur an einer Stelle etwas heller.
Das Bild
Also habe ich den Raum mal etwas verdunkelt (komplett verdunkeln kann ich leider mein Arbeitszimmer nicht) und siehe da: Es gibt ein Bild! Das ist zwar etwas blass, aber es ist was zu erkennen. Der Abstand von der Wand beträgt ca. zwei Meter und das Bild war ca. einen Meter in der Diagonale. In einem späteren Test zur nächtlichen Stunde gab’s ein wesentlich besseres Bild. Kurzum: Das Bild ist nur dann hell genug, wenn die Umgebung dunkel genug ist. Aber was will man mit 8 Lumen wirklich erwarten? Sonst ist das Bild aber hinreichend scharf und man erkennt schon etwas, allerdings sollte man für gute Ergebnisse das mitgelieferte Tischstativ nutzen.
Die Anwendung
Ich hab dann mal die Probe aufs Exempel gemacht und habe den Beamer in ein Meeting mitgenommen. Den Pico-Projektor aufgebaut, den Raum verdunkelt und dann den Inhalt des Notebookbildschirms an die Wand geschmissen, es war nicht ein perfekte Bild (und keine perfekte Wand), aber der Sinn und Zweck war erfüllt. Ich konnte entspannt zusammen mit meinen Kollegen den Inhalt betrachten, ohne dass wir uns vor dem Notebook zusammendrängeln müssen.
Fazit
Der Aiptek Pocket Cinema T20 ist besser als ich gedacht hab – und Pico-Projektoren sind wirklich tauglich. In der praktischen Anwendung hat mich gestört, dass ich den Raum über Gebühr verdunkeln habe müssen, damit es ein halbwegs helles Bild gibt, aber sonst? Sehr praktisch, einen kleinen Beamer in der Notebooktasche zu haben und diesen bei Bedarf einzusetzen. Die Leuchtstärke des Beamers ist ungefähr genauso hoch wie bei einem Beamer vor ca. 10 Jahren (jetzt nicht auf die reinen Lumenwerte bezogen) und die Auflösung ist ähnlich schwach. Aber die Zeit wird es richten und Pico-Projektoren werden bald so normal sein wie Handys.










