Produkttest: Acer Aspire X1301 und Samsung SyncMaster 2494HS
Produkttest: Acer Aspire X1301 und Samsung SyncMaster 2494HS
Kleines, großes Windows-System
Nach sieben Jahren mit einem Windows-XP-System aus dem Angebot einer Lebensmittelkette sollte nun endlich wieder etwas neues, schnelles her. Da das System für einen „älteren Herrn“ gedacht ist, durfte es auch keine größeren Änderungen geben, somit fiel ein Mac leider schon aus. Außerdem sollte alles etwas kleiner, unauffälliger werden, aber eben mit Windows. Neben diversen Nettops bietet Cyberport auch den Acer Aspire X1301 an, welcher vom Preis/Leistungs-Verhältnis ungeschlagen ist. Etwas Ähnliches in einem üblichen PC-Gehäuse, wird ein ganzes Stück teurer.
Hinweis: aktuell (12/2009) ist diese Variante nicht (mehr) bei Cyberport verfügbar. Das angebotene neue Modell, hat eine größere Festplatte (1 TB statt 640 GB), einen leistungsfähigeren Prozessor (4-Kern mit 2,6 GHz statt 2-Kern mit 2,8 GHz) und 1GB mehr RAM. Der Rest scheint identisch mit der im folgendem beschriebenen Variante zu sein. Der Preis ist entsprechend der Ausstattung auch gestiegen (379 EUR zu 499 EUR).
Acer X1301 – Start mit Schwierigkeiten
Im getesteten Acer X1301 werkelt eine Zweikern-CPU von AMD mit 2.8 GHz (AMD Athlon II X2 240), mit 3 GB RAM ist das System sehr gut ausgerüstet, die Grafikkarte ist eine ATI Radeon HD4350 mit 512 MB. Auf der 640 GB großen Festplatte (Hitachi HDT72106) – wichtig waren hier die 7200 U/min – wird anfangs jede Menge Platz frei bleiben, aber Dank der neuen Digitalkamera sollte sich dieses „Problem“ lösen lassen. Geliefert wird das System mit Windows 7 Home Premium. Ungeschlagen ist die Schnittstellenvielfalt: für Video stehen DVI (über Adapter auch VGA) und HDMI zur Verfügung, es lassen sich somit zwei Monitore parallel betreiben. Weiterhin enthält das kleine Gehäuse (im Größenvergleich ca. ein 10 cm dickes A4-Blatt) einen Multicard-Reader, neun USB 2.0 Schnittstellen (fünf an der Vorderseite, vier an der Rückseite), Audio-In und -Out (Mehrkanal), Netzwerk, Firewire und eSata. Für die Datensicherung steht ein DVD+/-RW Dual Double Layer Brenner zur Verfügung.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Rechner selber eine passende Netzschnur, eine optische Maus (PS/2), Tastatur (PS/2), der schon erwähnte DVI auf VGA-Adapter, eine mehrsprachige Kurzanleitung, ein Garantieheft und drei DVD-Rohlinge (für das Recovery-System). Von Haus aus beherrscht das System kein Bluetooth und kein WLAN. Ebenso enthalten sind zwei Jahre Herstellergarantie mit „Bring-In-Service“. Ärgerlich und für mich nicht verständlich, warum keine Windows-7-Installations-DVD beiliegt. So viel kann diese nicht kosten, die Kosten für die Lizenz sind wesentlich höher. Um sicher zu gehen, sollten zuerst die Recovery-DVDs erstellt werden. Nur muss dafür zuerst einmal das passende Programm gefunden werden: „Acer eRecovery Management“ im Verzeichnis „Acer“. Wird es nicht gleich gefunden oder genutzt, erscheint nach einiger Zeit in der Taskleiste in „PC-Probleme lösen“ ein Hinweis darauf. Dies sollte wirklich zuerst erledigt werden, denn ändert sich die Partitionierung der Festplatte (Auslieferungszustand: zwei gleich große Partitionen, welche dem Benutzer zur Verfügung stehen), ist dies nicht mehr möglich und der Vorgang wird mit einer Fehlermeldung abgebrochen: „Die Konfiguration der Festplatte entspricht nicht den Werkseinstellungen. Datensicherung wurde abgebrochen.“. Neben diesen drei DVDs wird eine vierte DVD erstellt, mit den Treibern für das System.
Das System wird mit jeder Menge installierten Demo-Versionen und Spielen geliefert. Das meiste wird kein Mensch brauchen, aber man kann prima damit werben. Und der Anwender ist erst einmal beschäftigt diese ganzen Zugaben zu deinstallieren, sehr unübersichtlich für einen Anfänger. Zum Beispiel hätte ich das Erstellen der Recovery-DVDs im „Acer Willkommen-Center“ erwartet, damit man es wirklich gleich zuerst erledigt. Statt dessen finden sich dort nur die Demo-Versionen von MS Office, Nero usw. Dies wäre auch ein guter Platz gewesen dem Anwender die Möglichkeit zu bieten die Spiele usw. zu installieren, anstatt das System damit direkt zuzumüllen. Eine gute Zugabe ist dagegen der „Acer Backup Manager“ – damit lassen sich automatisch Backups einzelner Verzeichnisse oder ganzer Partitionen erstellen, inklusive Zeitplanung für die automatische Sicherung. Über das Windows-Update wurden in der Zwischenzeit mehr als 40 Updates eingespielt und ein Virenscanner installiert. Damit war das System endlich einsatzbereit.
Das Erstellen der Recovery-DVDs war allerdings schon das zweite Problem, denn das erste Gerät lies sich nur sporadisch einschalten, ca. bei jedem zehnten Druck auf den Einschalt-Taster. Auf den Acer-Suport-Seiten war keine Information zu diesem Problem zu finden, also wurde das Support-Formular ausgefüllt und auf eine schnelle Antwort gewartet. Und gewartet…
Da keine Antwort von Acer zu erhalten war und ich die kostenpflichtige Hotline vermeiden wollte, lief die Rücksendung schließlich über Cyberport. Der Freeway-Rücksendeaufkleber war innerhalb eines Tages da. Von der Leistung her hat uns das Gerät überzeugt (Windows 7.Leistungsindex: 4.2; siehe Bild), daher wurde das selbe System als Austauschgerät bestellt. Die Überprüfung des eingesendeten Gerätes und der Versand eines baugleichen Neugerätes dauerten ca. eine Woche. Ich hatte mich gegen eine Reparatur bei Acer entschieden, da dann wohl nicht mehr in diesem Jahr mit einem funktionsfähigen Gerät zu rechnen wäre.
Zeitgleich mit der Versandinformation durch Cyberport, erhielt ich eine Antwort von Acer – 13 Tage nach der Anfrage! Da bin ich weit Besseres gewöhnt, Samsung zum Beispiel antwortete innerhalb weniger Stunden. Aber es ging noch weiter, laut der Email wurde die „Fehleranalyse abgeschlossen“. Ich hatte im Support-Formular angegeben, das sich das Gerät nur sporadisch einschalten lässt. Der erste Vorschlag war, das BIOS zu aktualisieren, wobei dies auf Risiko des Kunden erfolgt oder das Gerät für ein kostenpflichtiges Update einzuschicken wäre. Dass das BIOS mit der schlechten Einschaltbarkeit zu tun hat, kann ich mir nur schwer vorstellen, aber es kam noch besser, ich solle alle Windows-Treiber aktualisieren. Wozu das denn bitte? Außerdem wurden in der Mail mehrere Fragen gestellt, im letzten Absatz fand sich aber ein „Das Antworten auf diese E-Mail ist aus technischen Gründen nicht möglich.“ Acer, Service ? Fünf, setzen!
Das Neugerät ist etwas lauter als das Erste, lässt sich auch öfter einschalten. Mal schauen, wie der eigentliche Benutzer damit zurechtkommt, ansonsten wird es auch zurückgegeben und ein komplett anderes Gerät gewählt :-(.
Windows 7
Zu Windows 7 will ich hier nicht viel schreiben, schließlich wurde dies bereits in zwei Artikeln im CyberBloc getan (Windows 7 Testbericht Teil 1 / Teil 2). Für mich als Mac-Anwender (seit zwei Jahren), natürlich etwas Neues, da meine Windows-Kenntnisse bei Windows XP enden. Grundsätzlich gefällt mir das System ganz gut. Es startet zügig und man kann angenehm damit arbeiten. Das Mac-Dock finde ich besser als die Windows-7-Taskleiste. Im Gegenzug gefallen mir die Windows-7-Minianwendungen besser als das Dashboard von Mac OS X, da ich diese direkt im Blick habe, anstatt erst umschalten zu müssen. In Windows 7 vermisste ich die farbige Markierung einzelner Dateien oder Ordner, was wiederum unter Mac OS X kein Problem ist. Aber ich muss ja nicht mit dem System arbeiten.
Samsung Syncmaster 2494HS
Um vom „Inhalt“ des Acer X1301 auch etwas sehen zu können, fiel die Wahl auf einen 24-Zoll-Monitor der Marke Samsung Syncmaster 2494HS. Für dieses Gerät sprachen die lt. diversen Bewertungen gute Bildqualität, die vielen Eingänge, die integrierten Lautsprecher und die FullHD-Auflösung. Samsung bietet auch auf dieses Model drei Jahre Garantie und Vor-Ort-Service. Ein guter und vor allem schneller Service, wie ich bereits mit einem anderen Model (Samsung Syncmaster 2443BW) erfahren konnte.
Den Lieferumfang würde ich gegenüber der Konkurrenz als reichhaltig bezeichnen, denn nicht überall gehört zum Beispiel ein VGA-Kabel dazu. Samsung liefert zusätzlich ein DVI-Kabel, so dass das digitale Signal vom PC (oder Mac) direkt genutzt werden kann. Ebenso liegt ein Audiokabel für die Systemklänge bei. Das Netzteil ist im Monitor integriert, so das keine weitere Box auf / unter dem Schreibtisch herumsteht. Um die Kabel etwas zu verstecken, wird eine Kabelschelle in Gehäusefarbe mitgeliefert. Wer etwas mehr Flexibilität bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes benötigt, sollte sich evtl. nach einem anderen Model umschauen, das sich dieses nicht in der Höhe verstellen lässt. Die Unterkante des Display befindet sich ca. 10 cm über dem Schreibtisch, das Gehäuse beginnt bei ca. sieben Zentimenter. Sowohl das Display als auch die Gehäusefront- und Rückseite sind matt, der Gehäuserahmen glänzend. Dadurch, dass das Display nicht höhenverstellbar und die Leiste mit den Bedienelementen abgewinkelt ist, lassen sich diese anfangs etwas schwer finden, da sie nur über Berührung (touch) bedient werden.
Fazit
Wenn zukünftig keine weiteren Probleme auftauchen, würde ich sowohl den Desktop als auch den Monitor wieder kaufen.








