Osram Smart+ Gardenpole Mini & Motion Sensor im Test
Osram Smart+ Gardenpole Mini & Motion Sensor im Test
Vor ein paar Jahren lagen kleine Solarlämpchen für die Einfahrt und den Garten voll im Trend: Auf nahezu jedem Grundstück und Balkon waren die kleinen Lichtspender mit Photovoltaik-Kappe zu finden. Einziges Manko: Die Lichtausbeute war in der Regel kümmerlich und auch die meisten Exemplare nicht wirklich langlebig.
Die Gardenpoles von Osram in der Mini-Ausführung versprechen Abhilfe: Die kleinen Laternen verfügen zum einen über eine feste Stromversorgung und lassen sich zum anderen in vorhandene Smart-Home-Systeme integrieren. Wie gemacht dafür scheint der Motion Sensor, der aus der gleichen Smart+-Reihe von Osram stammt und daher hier ebenso auf Herz und Nieren geprüft wird. Wie gut die beiden Produkte zusammenspielen, zeigt unser Testbericht.
Schicke, smarte Leuchten für Balkon & Garten
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Hochwertige Verarbeitung
Kompakt
Schnell & einfach verkabelt
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Zuleitung für manche Anwendungen zu kurz
Nicht einzeln steuerbar
Unboxing & technische Daten
Beginnen wir mit den Gardenpoles Mini: Insgesamt fünf der kleinen Lampen finden sich in der Packung, zusätzlich legt Osram zur Befestigung noch fünf Erdnägel bei, mit denen sich die Gardenpoles einfach installieren lassen. Jede der Gardenpoles misst zwölfeinhalb Zentimeter in der Länge und 2,2 Zentimeter im Durchmesser. Von der Gesamtlänge machen der Aluschaft acht Zentimeter und die eigentliche Leuchte viereinhalb Zentimeter aus. Die Verarbeitung mutet hochwertig und stabil an, außerdem fallen die Poles recht leicht aus. Die Stromversorgung erfolgt über eine fünf Meter lange Zuleitung, an deren Ende sich der Netzstecker befindet, der zugleich auch als Gateway zur Funkkommunikation dient.
Der Abstand zwischen den Gardenpoles beträgt bei der Mini-Ausführung 50 Zentimeter, sodass sich also mit dem Basis-Set eine Gesamtlänge von zwei Metern beleuchten lässt. Wem das nicht genügt, der greift zum Erweiterungsset, das drei weitere Poles samt Erdnägeln beisteuert und die Reichweite so auf dreieinhalb Meter vergrößert. Jedes Basisset lässt sich mit insgesamt zwei Erweiterungen ausstatten, sodass bis zu fünf Meter mit elf Leuchten abgedeckt werden. Neben der Erdnägel und der Poles befinden sich nur noch ein paar Informationszettel zur Einrichtung im Lieferumfang.
Die technischen Daten der Gardenpoles sind schnell aufgezählt: Mit ihren RGBW-LEDs bieten sie ein Spektrum für weißes Licht von sehr warmen 1.900 Kelvin bis zu kalten 6.500 Kelvin, im RGB-Spektrum sollen bis zu 65 Millionen Farben drin sein. Die Helligkeit fällt mit stufenlos dimmbaren 180 Lumen pro Gardenpole zwar eher mau aus, sollte aber durch die schiere Menge dann doch wieder genügen. Die Lebensdauer der Gardenpoles ist mit 20.000 Stunden ausreichend groß dimensioniert.
Beim Motion Sensor ist der Lieferumfang spärlicher: Neben der notwendigen Batterie finden sich auch hier lediglich noch ein paar Informationszettel und etwas Befestigungsmaterial in Form von Klebestreifen in der Packung. Das Gehäuse des Sensors ist so geformt, dass er sich an Wänden und in Ecken jeweils schräg nach oben beziehungsweise schräg nach unten schauend befestigen lässt – so sollte der geneigte Käufer ihn auf jeden Fall in der gewünschten Lage anbringen können. Der Motion Sensor lässt sich dank Batteriebetrieb und Klebebfestigung nahezu überall installieren – nur wassergeschützt ist er nicht, Osram empfiehlt den Einsatz nur in Innenräumen. Die Erkennungsreichweite beträgt viereinhalb Meter, der Erfassungswinkel liegt bei 100°. Der Motion Sensor muss in Verbindung mit einem Lightify-Gateway betrieben werden und kann die mit diesem Gateway verbundenen Lampen steuern.
Installation & Einsatz Gradenpoles im Praxiseinsatz
Sind die Gardenpoles ausgepackt, kann es auch schon mit der Installation losgehen: Je nach Gusto werden die Poles einfach in den Boden gesteckt, das Verbindungskabel versenkt und schließlich noch eine Verbindung zum Stromnetz hergestellt. Die Zuleitung ist reichlich fünf Meter lang und dürfte für die meisten Anwendungsfälle genügen. Eine Verlängerung der Anschlussleitung ist tatsächlich nicht vorgesehen – wer also weiter entfernte Teile seines Gartens mit den Gardenpoles ausstatten möchte, muss also gegebenenfalls noch eine Steckdose in der Nähe verlegen.
Alle Leitungen sind flach und schmal ausgeführt und lassen sich damit leicht unter der Erde verlegen, die Steckverbindungen sind wassergeschützt und können damit ebenfalls bedenkenlos versenkt werden. Die Erdnägel werden einfach in die offene Unterseite der Poles gesteckt und bieten gleichzeitig noch eine Durchführung für das Verbindungskabel. Die Anbindung des Erweiterungssets gelingt dank wasserdichtem Steckverbinder auch denkbar einfach. Ist alles fertig versenkt und verkabelt, geht es nun um die Einrichtung im persönlichen Smart Home.
Die Gardenpoles von Osram sind mit verschiedenen Smart-Home-Systemen kompatibel: Amazon Echo (die Plus-Variante dient dann auch gleich als Zigbee-Gateway), Magenta Smart Home, Qivicon und Osram Lightify. Die Einrichtung der Garden Poles im System ist einfach: Je nach Partner-App (in meinem Falle die Lightify-App) ist das in wenigen Schritten erledigt. Einfach Stecker einstecken, auf Lampe hinzufügen klicken, Gardenpoles auswählen, kurz warten – fertig. Nun lassen sich die Gardenpoles als weitere Lampe ansteuern und auch in etwaige vorhandene Szenen einfügen. Wichtig zu wissen: Die Gardenpoles zählen als eine Lampe und lassen sich nicht getrennt steuern. Sie können also immer nur eine Helligkeit und eine Farbe haben.
Bewegunssensor im Praxiseinsatz
Der Motion Sensor ist ebenso im Handumdrehen eingerichtet: Per App ist er als neues Zubehör schnell hinzugefügt und nach wenigen Augenblicken dann auch schon zur Konfiguration verfügbar. Der Motion Sensor bietet vier Verhaltensweisen („Aktivitäten“), die sich tages- und zeitabhängig einstellen lassen. So kann er unter der Woche nachts andere Effekte auslösen (beispielsweise warmes, eher schwaches Licht im Flur, um den Weg zu Küche oder Toilette zu finden), als am Wochenende abends (Szenenbeleuchtung im Wohnzimmer).
Die Bewegungserkennung funktioniert zuverlässig, in meinem Test kam es zu keinerlei Fehlerkennungen. Die Kommunikation mit den Gardenpoles per Gateway war zwar bei der Einrichtung etwas langsam, doch einmal eingerichtet, haben die Lampen nahezu instant auf den Sensor reagiert.
Im konkreten Fall habe ich die Gardenpoles auf meinem Balkon installiert und den Bewegungsmelder so platziert, dass die Gardenpoles beim Betreten des Balkons für zehn Minuten aktiviert werden. Erkennt der Sensor in dieser Zeit keine weitere Aktivität, schalten sich die Lampen wieder aus. Das soll natürlich nur bei Dämmerung und Dunkelheit geschehen – dafür gibt es in der Konfiguration des Motion Sensors eine Einstellung, mit der sich regulieren lässt, in welchen Helligkeitsbereichen er ansprechen soll.
Fazit Smarte Leuchtzwerge für Garten & Balkon
Das Resultat war ein einfach zu installierendes, schnell verkabeltes und zuverlässig funktionierendes Setup, das angenehmes Licht spendete und das, ohne jemals einen Schalter betätigt zu haben – dank des einwandfrei funktionierenden Bewegungsmelders. Die gut verarbeiteten Gardenpoles sorgen für die richtige Stimmung beim Heimkommen und sollten ausreichend robust sein, um einige Jahre im Garten zu verbringen. Die stufenlose Dimmung erleichtert dabei ungemein die passende Helligkeit zu finden und die Lichtfarbe lässt sich je nach Gusto von knallbunt bis kaltweiß einstellen – schade nur, dass alle Gardenpoles immer nur dieselbe Farbe haben können und sich nicht getrennt steuern lassen.


































