Motorola Motofone F3 – back to the roots!
Motorola Motofone F3 - back to the roots!

1998 habe ich mein erstes mobiles Telefon von meinem Bruder geschenkt bekommen, es war ein AEG TP 1850 oder dessen Vorgänger. Die Stand- by- Zeit war damals außergewöhnlich hoch, SMS konnte ich nur empfangen. Neun Jahre später halte ich wieder ein Telefon in der Hand, dessen Grundfunktion die Übertragung von Sprache ist. SMS sind zwar möglich, aber das schreiben und ablesen ist auf Grund des Displays schwieriger…
Drei Punkte sind absolut bemerkenswert an diesem Handy:
1. Es war ein Produkt welches Motorola für die sogenannten Schwellenländer wie z.B. Indien geplant hat und nicht für Europa.
2. Als Display wird elektronische Papier verwendet – Motorola nennt diese Technik Clear Vision™. Ungewohnt ist hierbei, dass das Displayinhalt erhalten bleibt, auch wenn die Batterie entfernt wird
3. Es hat ein Sprachinterface – d.h. das Menü wird vorgelesen
Kommen wir aber erstmal zu den technischen Daten:
– Volumen: 48 cm³
– Gewicht: 68 g
– Abmessungen (H x B x T): 114 x 47 x 9 mm
– Displays: (34 x 34 mm)
– Stand-by-Zeit: bis zu 300 Stunden
– Gesprächszeit: bis zu 500 Minuten
– Band-Support: Dual-Band GSM 900/1800
– Akku: 750mAh Li-Ionen
Die Grunddaten sind eine solide Basis für ein Telefon, dass zum telefonieren gebaut worden ist. Ich selber nutze es schon länger als Haupt-Telefon, zum einen wegen der ausgezeichneten Stand-by-Zeit, zum anderen wegen der herausragenden Verarbeitung. Nichts knirscht, knistert oder klappert – selbst wenn es im alltäglichen Gebrauch ist und mal fallen gelassen wird oder in der Hosentasche zusammen mit dem Schlüssel verschwindet. Das Design ist schlicht und an die Razr Designlinie angelehnt, es passt perfekt dazu! Die Haptik ist auch ausgezeichnet, ich habe schon deutlich schlechtere Plastik-Telefone in der Hand gehabt, die deutlich teuerer waren.
Die Tastatur ist – wie bei den großen Motorola Razr Brüdern flach, die Tasten sind lediglich durch Tastaturstege getrennt. Alles im allen aber leicht und einfach zu bedienen, ohne die Gefahr des falsch drückens.
Die Funktionen sind – wie oben schon angedeutet – sehr grundlegend, aber das Telefon kann telefonieren, sogar mit einer Freisprechfunktion, SMS senden und empfangen, hat ein ausreichend großes Telefonbuch, Anruflisten, verschiedene Klingeltöne, eine Weckfunktion und eine Zeitanzeige.
Die Steuerung erfolgt über ein (abschaltbares) Sprachinterface und über Tastaturkürzel in der Form von z.B. „***520*“ + Funktionstaste für die Änderung der Sprache.
Kommen wir zu dem technischen Highlight, dem Display aus elektrischem Papier. Wie ein alter Schultaschenrechner mit einer Siebensegment-Anzeige werden in zwei Zeilen jeweils 6 Zeichen dargestellt. Für die Telefonie und für Not SMS reicht es, aber mehr auch nicht. Dafür ist das Display immer und jeder Zeit ablesbar – egal ob in gleißender Sonne oder im Halbschatten.
Die Gesprächsqualität ist ausgezeichnet, ich selber verwende es im Vodafone Netz und stelle keinen Unterschied zu einem Sony Ericsson K800 fest.
Motorola hat zwar mit diesem Handy auf die sogenannten Schwellenländer gezielt, aber auch hier im Technik verwöhnten Europa wird es sicherlich auch auf Kunden treffen – zum einem wegen seines wirklich herausragenden Design aber auch zum anderen wegen des exzellenten Preis Leistungsverhältnisses von ca. 40 €.







