Lenovo IdeaPad Yoga im Praxistest

von Dirk Lindner

· 3 min Lesezeit

Lenovo IdeaPad Yoga – Testbericht Teil I

Lenovo präsentiert mit dem IdeaPad Yoga ein ungewöhnliches Convertible-Konzept: Man nehme ein (Sub-)Notebook mit elf oder dreizehn Zoll Bildschirmdiagonale und kombiniere dieses mit einem 360-Grad-Scharnier und einem Touchscreen. Heraus kommt ein Convertible, dass das Beste aus zwei Welten in sich vereint: Der Bildschirm klappt vollständig herum, die Tastatur befindet sich dann deaktiviert auf der Rückseite. Dank farbstarkem IPS-Display, Multi-Touch-Screen und vielseitigem Betriebssystem wird das IdeaPad Yoga zur veritablen Multifunktionserfahrung. Gleich vier Betriebsmodi verspricht Lenovo: Neben den klassischen Notebook- und Tablet-Funktionen beherrscht das IdeaPad Yoga noch Stand- und Zelt-Modus: Der Standmodus ähnelt einem umgekehrten Notebook, bei dem sich der Bildschirm direkt vor dem Betrachter befindet; im Zeltmodus wird das IdeaPad zu drei Vierteln geöffnet und dann hingestellt. Lenovos IdeaPad Yoga gibt es derzeit in zwei Größen: Die mit einem 11″-Bildschirm ausgestattete kleinere Variante ist aktuell ab 739,00 € zu haben und basiert auf Nvidias Tegra-3-Chipsatz und Windows RT; der große Bruder besitzt zum Preis von 1.499 € Ultrabook-würdige Hardware und Windows 8. Wir testen im Cyberbloc die kleinere Ausgabe und untersuchen, wie sich das vielversprechende Convertible-Konzept in der Praxis bewährt.

Unboxing & Lieferumfang

Nach dem Öffnen der wirklich hübschen Verpackung erwartet den Käufer ein vergleichsweise magerer Lieferumfang: Lenovo liefert neben dem IdeaPad lediglich ein 45-Watt-Netzteil und etwas Literatur mit, auf weitere Dreingaben verzichtet der Hersteller. Kaum hat man das IdeaPad in den Händen, vermittelt es sofort einen hochwertigen, stabilen und bestens verarbeiteten Eindruck – Lenovo zeigt sich wie gewohnt von seiner besten Seite: Minimale und gleichmäßige Spaltmaße sowie hohe Verwindungssteifigkeit verdeutlichen, dass es sich hier um ein High-End-Gerät handelt. Nichts knarzt, knackt oder wackelt. Insbesondere den vermeintlichen Schwachpunkt, die Scharniere, fertigt Lenovo aus massivem Stahl – dementsprechend unzerstörbar wirkt die Konstruktion. Auch wenn noch keine Langzeittests vorliegen, scheint der Hersteller hier wirklich überzeugend konstruiert zu haben – vom Eindruck her sind die Scharniere das letzte Teil des IdeaPads, das kaputt geht. Auch der Orange-Farbton wirkt frisch-modern, ohne dabei ins quirlig-bunte abzugleiten und dürfte auch bei Business-Kunden Anklang finden. Deckel und Unterseite fertigt Lenovo aus gummiertem Aluminium – so entsteht eine stabil-wertige, gegen Kratzer und Fingerabdrücke vollkommen unempfindliche Oberfläche mit wunderbarem Griffgefühl. An den Seiten des Gehäuses findet sich die etwas magere Anschlussausstattung: Auf der linken Seite bietet das IdeaPad Kopfhörer-, USB- und HDMI-Anschluss, dazu eine Lautstärkeregelung; auf der rechten Seite findet sich ein weiterer USB-Port und der obligatorische Ladeanschluss. Das Gehäuse ist fest verschlossen und bietet keine Möglichkeit zur Erweiterung des Speichers oder anderer Dinge.

Edle und schlanke Verpackung
Edle und schlanke Verpackung
Noch hüllte es sich in ein schwarzes Kleid
Noch hüllte es sich in ein schwarzes Kleid
Magerer Lieferumfang
Magerer Lieferumfang
Das IdeaPad zeigt ein kräftiges Orange
Das IdeaPad zeigt ein kräftiges Orange
ThinkPad-Tastatur im Chiclet-Design
ThinkPad-Tastatur im Chiclet-Design
Angenehm gummierte Tastaturumrandung
Angenehm gummierte Tastaturumrandung
Zelt-Modus
Zelt-Modus
Tablet-Modus
Tablet-Modus
Stand-Modus
Stand-Modus
Hochwertige, stabile Scharniere
Hochwertige, stabile Scharniere

Ersteindruck & Verarbeitung

Der erstklassige Eindruck setzt sich beim Öffnen des Gerätes fort: Hier warten eine der ThinkPad-Reihe entstammende Tastatur und ein kontraststarkes IPS-Display mit einer vergleichsweise hohen Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Dank der IPS-Technologie glänzt das IdeaPad mit hoher Helligkeit, brillianten Farben und breiten Aufsichtswinkeln – besonders für ein Convertible ein wichtiges Merkmal. Die Tastatur ist zwar auf Grund der kompakten Abmaße etwas kleiner als normal, dennoch bietet sie ein hervorragendes Tippgefühl und gute Orientierung. Die Chiclet-Bauweise sieht nicht nur schön aus, sondern bietet mit den klar definierten Tastenabständen auch bei der Reinigung und beim Tippen praktischen Nutzen. Umrandet wird die Tastatur von einer etwas erhöhten, angenehm weichen Gummierung, die im Tablet- und Stand-Modus schützt und für den notwendigen Halt sorgt. Insgesamt macht das Gerät einen wirklich hervorragendem Eindruck, der dem Preis mehr als angemessen ist. Den Käufer erwartet hier ThinkPad-Qualität, deren Stabilität und Langlebigkeit unbestritten ist.

Bewährt sich das IdeaPad in der Praxis? Hält das Betriebssystem, was es verspricht? Mehr erfahrt ihr demnächst wieder im Cyberbloc.

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