Langzeittest: Philips Senseo

von joerg-pittermann

· 3 min Lesezeit

Langzeittest: Philips Senseo

2500 Pads später…
Meine erste Senseo der zweiten Generation hatte ich mir im Herbst 2005 gekauft, als mein „Lieblings-Coffeeshop“ nicht mehr auf meinem Weg zur Arbeit lag. „Damals“ gab es unter den Pad-Maschinen (Lock-in-Effekt) noch keine große Auswahl im Preissegment einer Senseo. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Senseo-Maschine mich damals knapp 60 Euro gekostet, zusammen mit einigen Pads und zwei passenden Glastassen. Seitdem wurde die Senseo-Maschine mit Pads gefüttert, sei es die originalen oder eben Nachbauten, die am Anfang etwas schwerer zu bekommen waren, da Philips und Dowe Egberts gerichtlich gegen Nachahmer-Hersteller vorgegangen sind. Inzwischen ist seit 2006 die Sache geklärt, und auch die Pads der nicht offiziellen Hersteller haben den legalen Weg in den Handel gefunden.
Geschmack
Nun, der Senseo-Kaffee ist sicherlich nicht der beste Kaffee den ich in meinem Leben getrunken habe, aber auch nicht der schlechteste – für die schnelle Single-Tasse am Morgen oder Nachmittag war die Qualität immer ausreichend gut. Insbesondere wenn hochwertiges Wasser (Volvic oder Vittel) genutzt worde. Ein weiterer Trick die Qualität zu erhöhen war der Einsatz von einem Presso-Padhalter, hier hat der Kaffee schmeckbar an Qualität gewonnen. Was den Senseo-Pads immer geschadet hat, war die Aufbewahrung in einem offenen Beutel mit anderen Pads zusammen. In einem verschlossenen Behälter dagegen, blieb das Aroma stets erhalten, die Qualität des Kaffees profitierte davon nachhaltig. Die beste Variante war für mich eindeutig die Einzelverpackung der Pads in Folie, so dass jede Tasse Kaffee aromafrisch getrunken werden konnte. Die Möglichkeit aus einem Pad zwei Tassen zu gewinnen habe ich bewusst nicht genutzt, denn die Qualität lässt hierbei spürbar nach. Auch meine Gäste waren durchweg angetan von der Güte des Getränks, sicherlich vermag die Senseo nicht mit einem größeren Kaffeevollautomaten mitzuhalten, aber das Verhältnis Preis zu Leistung ist doch sehr gut. Der große Wassertank war für mich indes persönlich nutzlos, denn ich versuchte stets, mindestens alle 48 Stunden frisches Wasser nachzufüllen.

Philips Senseo – Baujahr 2005″

Was haben die anderen Mitmenschen gesagt?
Am Anfang sind mir Menschen begegnet, die nicht unbedingt von der Senseo angetan waren – sei es weil sie bisher nur schlechten Kaffee getrunken haben, sei es weil bei ihnen zu Hause ein Vollautomat für einen netten vierstelligen Betrag stand und auch die Kaffeebohnen durchaus mal etwas mehr kosten durften. Aber, die Qualität konnte auch diese Zweifler mit der Zeit überzeugen, gerade vor dem Hintergrund der einfachen Zubereitung.

Zuverlässigkeit
Die Maschine wurde häufig genutzt und hat auch immer brav funktioniert, wohlgemerkt seit 2005. Alle halbe Jahr habe ich die Maschine entkalkt, insbesondere wenn der Füllstand in den Tassen zu niedrig war. Ansonsten verrichtete sie tadellos ihren Dienst, die Senseo. Lediglich nach vielen Jahren waren letztendlich Dichtungen defekt und die Maschine am Boden etwas leck – hier stand immer etwas Wasser. Auch die übrige Wartung war relativ einfach. Ab und an wurde der Padhalter unter fließend heißem Wasser abgespült, der Restetank unterhalb der Düsen geleert und das war’s schon. Ich bin mir auch sicher, dass die Senseo noch ein weiteres Jahr bei mir überleben würde, aber ehrlich gesagt, ist nach einer so langen Gebrauchsdauer die Zeit gekommen, sich nach einer neuen Alternative umzuschauen.

Würde ich sie wiederkaufen?
Ja auf jeden Fall. Allerdings nicht mehr für den alltäglichen Gebrauch, sondern nur für die gelegentliche Tasse Kaffee. Für den gewöhnlichen Kaffeegenuss wird wohl in Zukunft wieder Starbucks und Co zuständig sein. Davon abgesehen, ist die Senseo wirklich zu empfehlen. Ob dies jetzt die günstigste Variante war meinen Kaffee zu trinken sei dahin gestellt, jedoch es war für mich die komfortabelste Möglichkeit – nur morgens auf einen Hebel drücken und einen Knopf pressen, damit der Kaffee innerhalb von 30 Sekunden zubereitet wurde. Besonders wenn man bedenkt, dass meist eine Tasse absolut ausreichend ist und der Rest vom Gebräu in der Kaffeekanne sonst einfach nur weggeschüttet werden würde. Möchte man etwas mehr Geld investieren als für eine Einstiegs-Senseo, so kann auch ruhigen Gewissens ein Dolce-Gusto-System empfohlen werden.

Thumbnail Beitrag Samsung Galaxy S25 FE

Tablet & Smartphone im Test

von Simone Hartmann

Samsung GALAXY S25 FE im Test

Tumbnail Test Google Pixel 10

Tablet & Smartphone im Test

von Simone Hartmann

Google Pixel 10 Test – KI-stark und eines der besten Smartphones 2025

Nothing Phone 3 Test

Tablet & Smartphone im Test

von Simone Hartmann

Nothing Phone im Cyberport Produkttest

Lautsprecher & Kopfhörer im Test

von André Nimtz

Nachhaltig und klangstark? Our Pure Planet Signature Headphones im Test

Haushaltsgeräte im Test

von André Nimtz

Kompakter Kühl-Profi: Dometic CFF 18 Kompressorkühlbox im Test

Fernseher im Test

von Johannes Geissler

AWOL Vision LTV-3000 Pro: Der Ultrakurzdistanzbeamer mit 150 Zoll Diagonale im Test

Gadgets im Test

von André Nimtz

Nie mehr allein zuhause: enabot EBO X Überwachungsroboter im Test

Gaming-Hardware im Test

von Sarah Park

ROG Ally im Test: Was taugt das erste Gaming-Handheld mit Windows 11?

Monitore & Bildschirme im Test

von André Nimtz

Office-Ergonomie pur: EIZO FlexScan EV3240X 4K-Monitor im Test