Kurztest: AVM Fritz!Box WLAN 3170
Kurztest: AVM Fritz!Box WLAN 3170
Bewährtes aus Berlin
Das Berliner Telekommunikationsunternehmen AVM ist bereits seit 1987 im Geschäft, aber erst Mitte der 90er Jahre bzw. mit der Einführung der Marke Fritz! und der Fritz!-ISDN-Karte für den Computer konnte wirtschaftlicher Erfolg vermeldet werden – der Marktanteil an ISDN-Karten in Deutschland betrug 2004 beeindruckende 80 Prozent (Quelle). Als jedoch ISDN als Zugang zum Internet von DSL verdrängt wurde (Glasfaser-Gebiete ausgenommen ;-]), konzentrierte sich AVM auf die Entwicklung von DSL-Modems, den so genannten Fritz!Boxen, die gegenwärtig nicht nur Modem, sondern auch Router, Telefonzentrale mit Analog- und ISDN-Anschluss, DECT-Basisstation sowie USB-Anschlüsse enthalten. So zum Beispiel die Fritz!Box WLAN 3170, die ich im nachfolgenden Kurztest näher unter die Lupe genommen habe. Das Nachfolgemodell, die Fritz!Box WLAN 3270 mit WLAN-n-Standard, ist zwar bereits erhältlich, da ich diese Funktion aber nicht benötige, habe ich mich für die günstigere Vorgänger-Box entschieden.
Diese nun hat keine Telefoniefunktionen an Bord, dafür werden die WLAN-Standards g und b unterstützt, zudem werden vier LAN-Anschlüsse (10/100 Base-T), ein DSL-Splitter-Anschluss (RJ-11) sowie ein USB-Anschluss für Speichermedien und Drucker geboten. Dabei ist die Fritz!Box 3170 mit ihren Maßen von 160 x 122 x 31 Millimetern angenehm klein und kann auch an der Wand angebracht werden. Probleme können jedoch auftreten, wenn man einen DSL-Anschluss mit schlechter Leistung besitzt, denn in Kombination mit dem DSL-Chipsatz AR7 von Texas Instruments kann es häufiger zu Verbindungsabbrüchen kommen. Mit der neuen Fritz!Box-Firmware-Version sollte dieses Manko aber behoben sein. Im Lieferumfang übrigens befinden sich ein DSL-Anschlusskabel, ein CAT5-Netzwerkkabel, das Fritz!Box-Netzteil sowie Anleitung und Software.
Generell stehen AVM-Produkte im Ruf, besonders Anwender- und DAU-freundlich konzipiert zu sein. So auch die Fritz!Box 3170: Mit einem webbasierten Installationsassisten, einer voreingestellten Verschlüsselung sowie automatischer Kanalwahl ist man ruck, zuck im Netz, lediglich die Zugangsdaten des Internetanbieters sind einzugeben. Positiv auch, dass Laptops und weitere WLAN-Kleingeräte problemlos Zugang zum WLAN-Netz finden. Und selbst die Reichweite überzeugt, denn wo mein alter WLAN-Router noch mit zwei Betonwänden und hoher WLAN-Dichte (jeder Kanal mindestens einfach belegt), zu kämpfen hatte und also gelegentliche Verbindungsstörungen aufwies, funktioniert die Fritz!Box 3170 tadellos.
Ebenfalls gelungen ist die Möglichkeit, via UPnP USB-Speicher anzuschließen und auf dessen Inhalte zugreifen zu können, selbst ein angeschlossener Drucker arbeitete ohne Murren. Lediglich der USB-1.1-Standard, der weniger hohe Datenraten erlaubt, ist zu bemängeln. Zudem ermöglicht die neue Firmware-Version vom April diesen Jahres den VPN-Zugriff auf das eigene Netzwerk. Hier bleibt das gute Gefühl zurück, dass AVM auch Firmware für ältere Produkte pflegt, selbst wenn die Nachfolge-Box schon in den Startlöchern steht.
Kurz und gut: Die Fritz!Box 3170 ist ein typisches AVM-Produkt – einfach und sicher zu bedienen. Die Ausstattung ist für diese Preisklasse in Ordnung und die Möglichkeiten, die sich mit der neuen Firmware ergeben haben, sind durchaus beeindruckend. Wer aber seine Telefone via Fritz!Box anschließen und verwalten möchte, dem sei die Fritz!Box-7er-Reihe ans Herz gelegt. Doch ganz gleich ob 3er- oder 7er-Reihe, die Fritz!Box ist auf jeden Fall mehr als nur einen Blick wert, wenn man vor der Neuanschaffung des Routers oder Modems steht.






