iPod nano 4G 16GB Testbericht
iPod nano 4G 16GB Testbericht
Klein und Zart – trotzdem ein echter iPod
Apple ist mit dem neuen nano der vierten Generation wieder zum Ursprung der nanos zurückgekehrt. Vertikal, schlank, federleicht und klein – fast zu klein für meine Hände. Erhältlich in vielen (neun) Farben mit 4 (Produktionsfehlplanung) 8 und 16 GB. Wie kommt der iPod nano im Test weg? Das Design: Der nano ist unglaublich leicht und dünn, man könnte fast Angst haben, dass der nano aus Versehen durchbricht oder kaputt geht, wenn man sich draufsetzt oder einmal zu fest zugreift. Aber dank nahtloser Aluminiumhülle ist der nano stabil und verwindungssteif wie kein zweiter MP3-Player. Die Form – die leichte Kurve – inzwischen das Stilelement der aktuellen iPod-Generation (nicht Classic) – verhilft dem nano zu einem noch besseren „Anfassgefühl“ im direkten Vergleich zum nano dritten Generation – dem „fatty,“ dem quadratischen, der irgendwie bei mir als misslungenes Designexperiment durchging, aber auf Grund seines horizontalen Displays und der damit verbundenen höheren Informationsdichte und der Möglichkeit der Nutzung von Videos, bei einigen Nutzern sehr beliebt war.
Die gekrümmte Oberfläche setzt sich auch beim Display fort, es ist übergangslos in die Aluminiumhülle des nanos eingebunden. Ob jetzt das Display auch weniger zerkratzt wird als vorher ? Bis jetzt habe ich alle Kratzer und Macken fernhalten können, dank eines Mikrofaserbeutels. Eine Beeinträchtigung der Displayqualität auf Grund des gekrümmten Glases ist auf jeden Fall nicht gegeben, hier ist die Qualität einem iPod classic oder einem iPod nano 3G ebenbürtig.
Auf wenn der nano dünner geworden ist – die Größe hat sich gegenüber einem nano der zweiten Generation nicht verändert, das 2 Zoll Display wurde direkt aus dem iPod nano der dritten Generation übernommen. Die 3.5 mm-Klinke für Kopfhörer und der Dockanschluss sind unten zu finden, der „Hold Switch“ ist oben angebracht – auch hier hat Apple wieder auf ein Designelement des nanos der zweiten Generation zurückgegriffen.
Das vertikale Display hat Designänderungen im Menü mit sich gebracht. Die Textgröße in den Menüs wurde größer und die Album-Cover-Art-Ansicht nimmt weniger Platz weg auf dem Display als bisher – allgemein gibt’s mehr Informationen als vorher in einem besseren, intuitiveren und zügigerem Menü.
Die Features
Hier ist nichts Neues zu finden, alle bisherigen Funktionen und Extras der alten iPod nano Generationen findet man auch hier wieder. Als Erweiterung ist die Genius-Playlist-Funktion zu nennen, etwas was ich bei iTunes 8 inzwischen schon sehr schätze und was ich bei anderen (alten) iPods und bei anderen MP3-Playern vermisse. Mit der Genius Funktion wird eine 25 Songs umfassende Playlist generiert, die auf dem aktuell abgespielten Song basiert und so Musik zu Tage bringt, die ich nie vorher in diesem Zusammenhang gehört habe. Allerdings muss die Musikbibliothek eine gewisse Tiefe von Songs und Genres aufweisen, sonst macht es keinen Spaß und man ist enttäuscht.
Die aktuelle nano-Generation hat auch einen Beschleunigungssensor wie man ihn auch am iPhone und am iPod touch findet – und damit hat Apple ein Feature realisiert, das sehr spannend ist. Schüttelt man den iPod etwas heftiger (normales Joggen löst noch keine Aktion aus) so springt der nano in den Shuffle-Mode. Natürlich kann das Feature auch ausgeschaltet werden – es macht aber immer wieder Spaß wenn man etwas anderes hören möchte.
Kippt man den nano aus der vertikalen in die horizontalen Lage, so wird auch der Screen gedreht, damit gibt es Widescreen-Video (wie es vorher der nano der dritten Generation schon konnte) und man kann schick durch den Cover- Flow-Modus scrollen. Es ist übrigens egal ob man den nano nach Links oder Rechts kippt – das Display wird immer korrekt angezeigt.
Übrigens kann man jetzt auch ohne Probleme den nano als Diktiergerät nutzen, es muss nur ein Apple-Headset mit Mikrofon gekauft werden. Alte iPhone-Headsets funktionieren nicht, da ist es dann nur noch eine Frage der Zeit bis die Dritthersteller mit ähnlichen Lösungen aufwarten, die besser und billiger sind als die Apple-Kopfhörer (was nicht schwer ist ;-])
Die Performance
Die Geschwindigkeit und die Usability ist im Vergleich zu den alten iPods nochmals deutlich gesteigert worden, allerdings gab es keine großartigen Sprünge mehr bei der Akkulaufzeit. 24 Stunden Musik und 4 Stunden Video stehen hier auf dem Datenblatt. In der Praxis habe ich bisher noch keine der beiden Laufzeiten voll ausnutzen können, daher bin ich zufrieden. Die Soundqualität ist etwas, was kein iPod gut kann – wer also Musikliebhaber ist (der würde eh keine MP3-Dateien hören) der greift wie immer zu anderen, besseren Formaten und MP3-Playern. Ansonsten gibt’s MP3-, ACC-, Audible, WAV-, AIFF- und Apple Lossless-Unterstützung, WMA wird von iTunes am Computer umgewandelt.
Videos laufen auf dem relativ kleinen Display mit einer Auflösung von 320×240 Pixel wirklich gut, das Display ist knackscharf und hat eine hohe Farbbrillanz. Das Videoformat für den nano ist H.264, MOV, MP4 oder M4V mit einer Auflösung von maximal 640×480 Pixel. Gegebenenfalls muss man mit einem Videokonverter sein Wunschvideo passend formatieren. Die Videos die im iTunes-Store gekauft werden laufen natürlich ohne weitere Probleme, wobei für Filme das Display zu klein ist – wer aber gerne Fernsehserien schaut, der wird auch mit dem nano seine Freude haben. Das Scrollwheel macht wie immer Spaß, im horizontalen Modus muss man bei der Bedienung aber am Anfang etwas umdenken.
Fazit
Der neue iPod nano lässt wieder das ursprüngliche iPod-Erlebnis auferstehen, und mit den neuen Features und den Dimensionen macht es noch mehr Spaß, mal eben Musik, Videos und Bilder mitzunehmen. Wer einen alten nano (egal welcher Generation) hat und vielleicht überlegt ob man Upgraden sollte – ja auf jeden Fall.










