iPad-App-Test: Free Books

von sven-kaulfuss

· 2 min Lesezeit

iPad-App-Test: Free Books

Das iPad als kostenfreier eBook-Reader. (Video inside)
Als das iPad im Januar diesen Jahres der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, zögerte Apple-Chef Steve Jobs nicht, das neue Wundertablett insbesondere als eBook-Reader anzupreisen. Ein eigener Buch-Shop und die passende Applikation „iBooks“, sollen diese Einsatzmöglichkeit verdeutlichen. Indes können bisher nur Kunden aus den USA hiervon profitieren, denn besagte App existiert derzeit nur im amerikanischen Store. Ob und wann iBooks auch in Deutschland zum Marktstart des iPads Ende Mai verfügbar sein wird, ist fraglich. Dieser ungewisse Umstand ist weniger dem vermeintlichen Unwillen von Apple geschuldet, als mehr der vertrackten Rechtssituation in Europa und insbesondere in Deutschland (Stichpunkt Buchpreisbindung und Co). Für Liebhaber älterer Bücher, auch hier in Deutschland, gibt es jedoch kostenfreie Abhilfe – Free Books (App-Store-Link), die passende App für eBook-Klassiker.
Free Books ist derzeit in der aktuellen Version 1.1 kostenlos im App Store erhältlich. Dies betrifft ebenso die Situation im deutschen Pendant (zur Installation von Apps für Importgeräte des iPads: Artikel im CyberBloc). Laut eigener Aussage beinhaltet Free Books derzeit über 23.000 freie Bücher, darunter viele Klassiker einschlägiger Autoren. Das Angebot umfasst des Weiteren zwar vor allem Titel in englischer Sprache, aber auch einige fremdsprachige Versionen wie bspw. die Werke von Goethe, Schiller und Kafka. Natürlich sind diese Bücher nicht vorinstalliert, sondern werden auf Wunsch aufs iPad runtergeladen.

iPad-App: Free Books“

Bedienung
Free Books ist vollkommen auf eine Bedienung im Hochformat ausgerichtet, der Bewegungssensor kommt also nicht zum Einsatz und das Layout wird nicht im Querformat ausgerichtet. Auf der „Startseite“ finden sich im oberen Bereich zunächst einige Stichpunkte zu Genres und Autoren – diese Art der Navigation dient vornehmlich der eigenen Inspiration. Neu in der aktuellen Version ist die integrierte Suchfunktion, die sich mit einer kurzen Fingerbewegung ebenso im oberen Bereich öffnet. Hat man den passenden Titel gefunden, kann dieser runtergeladen werden und wird im Anschluss der eigenen Bibliothek im unteren Bereich hinzugefügt. Wer Bücher aus seiner Sammlung entfernen möchte, der kann dies per Papierkorbsymbol tun.

Die Navigation innerhalb der Buchansicht beschränkt sich derzeit auf das Vor- und Zurückblättern (leichter Fingertipp auf der rechten Seite = Vorblättern, linke Seite = Zurückblättern) und die schnelle Seitenanwahl per Schieberegler. Nicht unterstützt werden derzeit Kapitelanwahl und verschiedene Schrifttypen und –größen. Positiv ist anzumerken, dass sich Free Books merkt, welche Seite zuletzt aufgeschlagen wurde. So kann man also durchaus auch parallel mehrere Bücher lesen, ohne umständlich sich die Seitenanzahlen im Kopf behalten zu müssen.


Hinweis zum Video: Im Film ging ich unwissend von über 26.000 Titel aus, ebenso war mir das mögliche Zurückblättern noch unbekannt.

Pro:

  • kostenlos viele Klassiker erhalten (allerdings ohne Illustrationen)
  • Merkfunktion für zuletzt gelesene Seite bei allen Büchern
  • neue Suchfunktion

    Contra:

  • kein Querformat
  • keine Kapitelanwahl
  • fixe Schriften

    Fazit
    Wer gerne Klassiker liest, und dies auch noch im Original, wird mit Free Books sehr zufrieden sein. Ausbaufähig sind derzeit vor allem noch fehlende Komfortfunktionen (Querformart, Schriften etc.). Aufgrund der Tatsache, dass Free Books absolut kostenlos ist, kann ich guten Gewissens eine klare Empfehlung aussprechen.

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