Hands on HP Mini-Note

von sven-kaulfuss

· 3 min Lesezeit

Hands on HP Mini-Note

Netbook ohne Kompromisse?
Das ursprüngliche Konzept der Netbooks sah vor, preiswerte Rechner mit magerer Ausstattung (jedoch ausreichend für den mobilen Internetzugang) im Markt anzubieten. Der Eee PC prägte eine ganze Kategorie jetzt erhältlicher Modelle. HP zeigt mit dem Mini-Note, dass man diese Grundidee jederzeit auch nach oben ausbauen kann, sowohl von der Ausstattung, als selbstverständlich auch beim Preis. Ich hatte Gelegenheit das Modell 2133 ein wenig zu testen und möchte in den folgenden Zeilen meinen Ersteindruck darlegen. Um die obige Frage schon vorweg zu beantworten – ohne Kompromisse geht es auch bei HP nicht, dessen ungeachtet wird der Mini-Note die Meßlatte neu definieren.
Äußerlichkeiten
Im Gegensatz zur Konkurrenz , entschied sich HP für ein Aluminiumgehäuse. Kein billiges Plastik was durch einen Glanzeffekt „wertiger“ erscheinen soll. Bravo, so macht der Mini-Note eine gute Figur und liegt angenehm in der Hand. Allerdings muss man feststellen, dass die 1,27 kg doch schon arg an der Grenze der Akzeptanz eines Netbooks kratzen. Als Leichtgewicht mag man ihn nicht bezeichnen, belohnt wird man indes mit einer fabelhaften Tastatur. Auch längere Texte für Grobmotoriker wie unsereins, stellen kein wirkliches Problem dar. Die Anordnung der Maustasten am Trackpad hingegen weckt Erinnerungen an den Acer One. Was hat den Designer nur geritten diese seitlich anzuordnen? Ergonomie sieht anders aus, die scrollbare Seitenleiste täuscht über diesen Konstruktionsmangel leider nicht hinweg.

HP Mini-Note Teil 1″

An dieser Stelle komme ich nochmals kurz zum Gehäuse zurück, dieses schmeichelt zwar dem Auge und der Hand, jedoch gibt es einen technischen Pferdefuss. Es ist zwar löblich das HP einen 6-Zellen-Akku (Laufzeit offiziell 4,5 Stunden) mitliefert, dass dieser jedoch die Eleganz durch seine schiere Größe wiederum zu Nichte macht, ist weniger schön. Als einziger angenehme Nebeneffekt bleibt die erhöhte Position der Tastatur, dies dürfte dem einen oder anderen gefallen.

Neben den Standardanschlüssen (USB, Audio-In, audio-Out, VGA, SD-Card-Slot) findet sich ein ExpressCard-Slot. Dies ist einzigartig bei allen Netbooks und freut sicherlich die Nutzer einer entsprechenden UMTS-Karte, denn auch wenn entsprechende USB-Sticks immer kompakter werden, so ziehen viele Anwender eine Kartenlösung vor. Zudem erübrigt sich der Neukauf, wenn man eine solche Karte schon sein eigen nennen kann.

Ebenso einzigartig in seiner Klasse ist die Auflösung des 8,9-Zoll-TFT. Lösen hier die meisten mit 1.024 x 600 Pixel auf, so hat es HP geschafft ein echtes WXGA-Panel zu verbauen. Bei 1.280 x 768 Pixel sollten die allermeisten Webseiten und Anwendungen unproblematisch zu verwenden sein. Negativ andererseits, das stark spiegelnde Display.

HP Mini-Note Teil 2″

Die inneren Werte
So schön die Form, so langsam der Prozessor müsste man sagen. Momentan setzt HP noch auf den gemächlichen Via C7, der hier mit 1,6 GHz taktet. Eine Umstellung auf Intels Atom wird zwar noch für Ende diesen Jahres erwartet, jedoch so lange muss man sich mit dem Via zufrieden geben. Diesem stellt HP 2 GB RAM zur Seite, so ausgestattet traut man sich sogar Windows Vista in der Business-Version vorzuinstallieren. Auch das ist einzigartig in seiner Klasse, denn die meisten Netbooks setzten auf Linux oder das ältere Windows XP. Letzteres liegt dem HP mit bei, später folgt noch eine Version mit vorinstalliertem XP und beiliegendem Vista. In Österreich hingegen wird es ein Modell auch mit Linux geben, dieses ist jedoch schlechter ausgestattet, wird wiederum aber erheblich preiswerter sein. Übrigens, auch deutsche Kunden können bei cyberport.at bestellen ;-). Ansonsten gibt es Standard-Kost: Gigabit-LAN, Bluetooth und W-LAN (a/b/g). Wie schlägt sich nun der HP mit Vista? Nun ja, man sollte keinen Geschwindigkeitsrausch erwarten, jedoch für Office und Co vermag es ausreichend sein.

Fazit
Der Mini-Note ist von allen getesteten Netbooks das Modell mit der besten Verarbeitung. Alleinstellungsmerkmale wie der ExpressCard-Slot, das WXGA-Display oder auch Windows Vista geben ihm eine Sonderstellung im Reigen der Minirechner. Bei einem Preis von ca. 580,- Euro dagegen muss man schon genau abwägen ob einem dies das Erlebnis Mini-Note noch wert ist.

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