Game-Review: Street Fighter IV iPhone (iPod touch) Edition
Game-Review: Street Fighter IV iPhone (iPod touch) Edition
Beat ’em up für die Hosentasche
Street Fighter war das ultimative Kampfspiel, egal ob auf Automaten, oder den Super NES (Nintendo), Spaß hat das Spiel immer gemacht, besonders im Zweikampf Mensch gegen Mensch. Als die ersten Gerüchte einer möglichen Portierung dieses Spiels für das iPhone aufkamen, stand ich diesem Unterfangen skeptisch gegenüber. Der Screen ist relativ klein hierfür und auch die typische Steuerung mit den ganzen Buttons und Joysticks, um die „Moves“, „Special Moves“ und „Hidden Moves“ auszulösen, dürfte schwierig sein perfekt nachzubilden. Capcom – der Publisher des Spiels – hat sich wohl ähnliche Sorgen gemacht, und so verwundert es nicht, dass Streetfighter IV erst jetzt veröffentlicht werden konnte.
Kostenpunkt: derzeit 7,99 Euro (App-Store-Link) und knapp über 200 MB groß. Lohnt sich nun der Kauf? Ist die Portierung gelungen, auch hinsichtlich der Bedienung?
Um schon mal kurz und knapp das Fazit vorwegzunehmen: Ja! Den Kauf habe ich letztlich nicht bereut, die Bedienung kann überzeugen und die Spielfreude kommt auch nicht zu kurz. Capcom konnte sowohl die Steuerung als auch das eigentliche Spielerlebnis auf ein hohes Level stellen – die Geduld, die Mühen und die vielen investierten Stunden haben sich letztendlich ausgezahlt. Street Fighter IV basiert direkt auf den aktuellen Konsolen- und PC-Versionen, die hier und da auch in den Spielecharts zu finden waren. Die vorliegende Anpassung auf das iPhone bzw. den iPod touch ist wahrhaft sehr gelungen. Die Animationen sind geschmeidig wie eh und je und auch die Soundeffekte passen sich perfekt ins Spielgeschehen ein – hier gibt’s nichts zu mäkeln. Auch wenn das Auge mitisst und die grafischen Effekte zu überzeugen wissen, wie ist nun unterm Strich der reine Spielspaß zu bewerten?
Die Kontroller erscheinen zunächst ein wenig zu groß – aber lieber zu voluminös und dafür präzise, als zu fummelig und folgerichtig dem Spielvergnügen abträglich. Ganz so ausgefeilt wie in der Konsolenversion sind die Kontroller aber dann doch nicht, wer umsteigt muss sich ein bisschen umgewöhnen. Für mich als Quasi Neueinsteiger war die Lernkurve zwar steil, aber wenigstens hatte ich keine weiteren Adaptionsschwierigkeiten. Bedauerlicherweise stehen vom Start weg gleich acht Kämpfer zur Auswahl, leider gibt es momentan keine weiteren Kämpfer die man nach erfolgreichen Siegen noch freischalten könnte. Gerade dieses Feature beinhaltet doch eigentlich jedes Beat ’em up. Ein weiterer Minuspunkt ist dem reinen Singleplayer-Mode zu vergeben, hier geht viel vom ursprünglichen Spaßfaktor verloren den Street Fighter damals ausgemacht hat. Trotzdem gibt’s die Downloadempfehlung, für 7,99 Euro kann man nicht viel falsch machen – vergleicht man die Preise mit den Konsolen- oder PC-Versionen.






