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Gaming-Upgrade: Mit SSD & RAM mehr aus PC, Notebook & Konsole herausholen



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Habt ihr schon die Demo der Unreal Engine 5 gesehen? Die überwältigende Grafik ist nur dank der neuen SSD der Playstation 5 möglich. Das beweist eindrucksvoll, dass nicht nur eine leistungsstarke Grafikkarte und ein guter Prozessor für flüssiges Gaming nötig sind. Auch eine schnelle SSD und ein gut bestückter RAM sind für ein ausgereiftes System wichtig.

Der RAM (Random Access Memory) unterstützt eure Grafikkarte, vor allem, wenn der Videospeicher in die Knie geht. Je größer die Kapazität eures Arbeitsspeichers ist, desto mehr Daten können kurzzeitig gespeichert werden, um sie an Grafikkarte und Prozessor weiterzugeben.

Die SSD speichert große und langfristig genutzte Daten, zum Beispiel sämtliche Polygone, aus denen die Grafik in Spielen entsteht. Eine schnelle SSD lässt also Ladezeiten schrumpfen und es können große Datenmengen verarbeitet werden.

Wir schauen uns in diesem Guide einmal genauer an, warum RAM und SSD beim Zocken wichtig sind, wie sich ein Upgrade lohnen kann und worauf ihr beim Umrüsten achten müsst.

Worauf kommt es beim RAM an?

Der RAM oder auch Arbeitsspeicher hat die Aufgabe, Daten zwischenzuspeichern.  Dadurch können diese schnell an Prozessor und Grafikkarte weitergeleitet werden, wenn sie benötigt werden. Für den RAM ist also nicht nur die Kapazität, sondern auch die Geschwindigkeit beziehungsweise die Taktrate entscheidend.

Arbeitsspeicher sind als „Riegel“ auf dem Mainboard angebracht. Meistens sind es zwei, teilweise sogar vier Stück, deren Leistung zusammengerechnet wird. Die Riegel müssen dabei unbedingt vom selben Typ und Hersteller sein, sowie die gleiche Kapazität haben, ansonsten können sie nicht zusammenarbeiten. Erhältlich sind sie mit je 2, 4, 6, 8, 16 oder 32 Gigabyte Speicherkapazität je Modul.

Welche Typen gibt es & was muss bei der Geschwindigkeit beachtet werden?

Momentan am häufigsten eingesetzt werden DDR3- und DDR4-Arbeitsspeicher. Beide kommen sowohl in RAM-Modulen als auch in Grafikkarten als Speichertyp vor. DDR steht dabei für „Double Data Rate“. Die Geschwindigkeit eines Arbeitsspeichers wird von der Latenz bestimmt, die wiederum durch die Taktfrequenz und durch Timings bestimmt wird. Der Takt sollte möglichst hoch und die Timings möglichst gering sein. DDR4 hat sowohl mehr Kontakte, um Daten zu übertragen als auch einen höheren Takt. Im Gegenzug weißt DDR3 geringere Timings auf. Ein DDR4-RAM ist mit niedriger Taktung also nicht unbedingt schneller, als ein DDR3-Modul. Ihr solltet deswegen auf Arbeitsspeicher mit möglichst hoher Taktfrequenz wie zum Beispiel 3000 Megatransfer pro Sekunde (MT/s) und niedriger CAS Latenz zurückgreifen. Die gewöhnlichen CAS Latenzen (CL) reichen von 14 bis 19. Je niedriger der Wert, desto niedriger die Latenz. Allerdings besteht zum Beispiel kaum ein merkbarer Unterschied zwischen CL 16 und CL 19.

Wie viel Kapazität sollte der RAM haben?

Jetzt hätten wir zwar die Frage nach der Geschwindigkeit geklärt, aber wie groß muss denn nun ein Arbeitsspeicher für moderne Games sein? Ganz genau lässt sich das leider nicht bestimmen. Als Richtlinie für die heutigen Spiele gilt acht Gigabyte. Dafür müssen aber bereits Abstriche gemacht werden. Grob geschätzt gilt, desto größer, detaillierter und aufwändiger das Spiel und je nachdem mit welcher Auflösung ihr spielt, desto mehr RAM wird auch benötigt. Ein zukunftssicherer PC sollte also mit 16 Gigabyte ausgestattet sein. Manche Blockbuster wie Red Dead Redemption 2 sollen ihr volles Potential in 4k-Auflösung sogar erst mit 32 Gigabyte RAM entfalten können.

Die meisten Mainboards besitzen zwei Steckplätze für RAM-Module, einige sind aber auch mit vier Plätzen verfügbar.
Die meisten Mainboards besitzen zwei Steckplätze für RAM-Module, einige sind aber auch mit vier Plätzen verfügbar.

Wie profitieren Games von RAM?

Zuerst schauen wir uns an, welche Auswirkungen die Taktfrequenz hat. Im Video könnt ihr den Unterschied zwischen 2.133, 2.666, und 3.200 MT/s bei verschiedenen aktuellen Spielen sehen. Die Taktfrequenz wird hier mit MHz (Megahertz) angegeben. Mit Megahertz kann ebenfalls die Taktfrequenz angegeben werden, es handelt sich also lediglich um eine andere Einheit. Achtet zum Vergleichen am besten auf die fps (Framerate).

Es fällt schnell auf, dass durch den RAM mit der niedrigsten Frequenz, die niedrigste Framerate zustande kommt. 2.666 MT/s hingegen schlägt sich im Vergleich mit 3.200 MT/s meistens recht gut, trotzdem lässt sich auch hier ein Unterschied von bis zu 30 fps an einzelnen Stellen feststellen. Ein schneller RAM gibt der Grafikkarte also einen reichlichen Boost und holt euch ein flüssigeres Gameplay heraus.

3.200 MT/s sind euch nicht genug? Wenn euer Mainboard mehr unterstützt, sind bis zu 4.400 MT/s möglich. Die Crucial Ballistix Max unterstützen diese Frequenz und holen maximale Geschwindigkeit heraus. Für Notebooks, welche sich ebenfalls oftmals umrüsten lassen, stehen euch die Crucial Ballistix SODIMM zur Verfügung. Diese Takten mit bis 3.200 MT/s.

Auch bei der Kapazität des RAMs lassen sich Unterschiede in der Framerate feststellen, auch wenn diese nicht so gravierend ausfallen. Im Video seht ihr den Vergleich zwischen 4, 8, 12, 16 und 32 Gigabyte großem RAM. Getestet wurde das ganze wieder mit aktuellen Games wie Assassin’s Creed: Odyssey und Red Dead Redemption 2.

Mit 4 Gigabyte RAM solltet ihr nicht in die Schlacht ziehen. Ruckler sind quasi vorprogrammiert und ein flüssiges Gameplay ist nicht möglich. Zwar sieht das mit 8 Gigabyte schon besser aus, allerdings gibt es auch hier teilweise Unterschiede mit bis 30 fps im Vergleich zu 12 Gigabyte. Zwischen 12, 16 und 32 Gigabyte gibt es hingegen meisten kaum Unterschiede.

Habt ihr also nur das Spiel laufen, so genügen 12 Gigabyte RAM. Mit ein paar offenen Programmen und Browser-Tabs, sieht das ganze aber schon anders aus. Diese benötigen nämlich auch Kapazität eures RAMS, wodurch ihr lieber auf 16 oder sogar 32 Gigabyte zurückgreifen solltet, um ein optimales Gameplay zu erhalten. Die Crucial Ballistix Max bieten zwar eine maximale Taktfrequenz, sind aber nur bis 16 Gigabyte verfügbar. Wollt ihr also neben dem Zocken noch Videos schauen oder ihr bearbeitet in eurer Freizeit gerne Videos, dann sind 32 Gigabyte eine Überlegung wert. Hier könnt ihr auf die normalen RAM-Module von Crucial Ballistix zurückgreifen, welche mit bis zu 32 Gigabyte daher kommen.

Wieso sind SSDs wichtig & was bringen sie beim Gaming?

SSD steht für „Solid State Drive“. Im Gegensatz zu HDDs, die mit einer rotierenden Platte und einem Magnetkopf, welcher Daten schreibt und abliest, arbeiten, liegen die Daten frei zugänglich auf der SSD. Der Unterschied wird vor allem bei der Ladezeit von Spielen und Programmen sichtbar. Als Systemspeicher haben sich SSDs deswegen bereits etabliert. Oft wird ein Hybridspeicher aus SSD und HDD genutzt, um Kosten zu sparen. Hierbei werden aber die Daten der Spiele meist auf der HDD gespeichert, wodurch das Spiel kaum in den Genuss der höheren Geschwindigkeit der SSD kommt.

Wie anfangs bereits erwähnt, steigen die neuen Konsolengenerationen auch auf SSDs um, was enorme Verbesserungen in der Grafik hervorbringt. Riesige Datenmengen können schnell und ohne Verzögerungen abgerufen und verarbeitet werden. Ein voller Umstieg auf SSDs kommt also nicht nur der Ladezeit zugute.

Im Video seht ihr den genauen Unterschied zwischen den Ladezeiten. Die PCIe NVMe SSD lädt nur ein paar Sekunden und schon könnt ihr loslegen. Die HDD hingegen braucht eine kleine Ewigkeit, um über den Ladebildschirm hinaus zu kommen.

Wollt ihr nun auf eine SSD umrüsten, müsst ihr erst einmal prüfen, welche Speicherschnittstelle euer Mainboard zu bieten hat. Ein Steckplatz für SATA-SSDs kommt am häufigsten vor und ist daher auf fast jedem Mainboard zu finden. PCIe-Schnittstellen werden mittlerweile immer häufiger auf Motherboards verbaut. PCIe steht für „Peripheral Component Interconnect Express“ und übertrifft SATA in puncto Geschwindigkeit um Längen. Wollt ihr also aufs Ganze gehen, dann überprüft, ob euer Mainboard einen PCIe-Steckplatz hat. Die PCIe-SSDs von Crucial übertragen bis zu 2.300 Megabyte pro Sekunde, was sie zu hervorragenden Gaming-Komponenten macht.

Leider besitzt euer Mainboard keinen PCIe-Slot oder euer Notebook braucht mehr Speicherplatz? Dann könnt ihr auch einfach eine externe SSD über einen USB-Port an euren Computer anschließen. Dafür müsst ihr nicht einmal im Gehäuse eures PCs herumbasteln. Einfach anstecken, einrichten und fertig. Die portablen SSDs der X8-Reihe von Crucial sind dazu besonders gut geeignet. Durch eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit sind sie bis zu 1,8 mal so schnell als herkömmliche tragbare SSDs und bis zu 7,5 mal schneller als externe HDDs.

SATA-SSDs sehen aus wie flache Blöcke und werden oft in Halterungen im PC oder Notebook eingeschoben.
SATA-SSDs sehen aus wie flache Blöcke und werden oft in Halterungen im PC oder Notebook eingeschoben.

Geschwindigkeits-Upgrade für die Konsole

Nicht nur der PC lässt sich aufrüsten, sondern auch die aktuelle Konsolengeneration. In Playstation 4 und Xbox One sitzen in SATA-Steckplätzen nur gewöhnliche HDDs. Wie genau der interne Umbau vonstatten geht, lest ihr am besten auf der offiziellen Sony-Website für die Playstation 4 oder in entsprechenden Guides für die Xbox One nach.

Der Arbeitsspeicher der Konsolen lässt sich leider nicht austauschen. Dafür habt ihr aber die Möglichkeit, eine externe SSD als Speicherort für eure Spiele zu nutzen. Wichtig sind hier eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit wie bei der X8 von Crucial und natürlich die Kapazität. Die Einrichtung erfolgt bei beiden Konsolen ganz einfach. Ihr müsst die externe SSD nur an einen der vorhandenen USB-Ports anschließen, dann steuert ihr sie in den Menüs an, formatiert sie und wählt sie als Speicherort aus. Bereits gespeicherte Spiele bleiben auf der internen Festplatten, lassen sich aber auch verschieben. So profitiert ihr von einer leiseren Konsole und kürzeren Ladezeiten, die in großen Spielen wie Assassins Creed: Odyssey normalerweise schon zu einer Belastung werden können.

Externe SSDs lassen sich einfach an einem USB-Port der Konsole anstecken und sind einsatzbereit.
Externe SSDs lassen sich einfach an einem USB-Port der Konsole anstecken und sind einsatzbereit.

Fazit

Ein Umstieg zu einer SSD kann sich also nicht nur durch mehr Speicherplatz, sondern auch durch die höhere Geschwindigkeit lohnen. Durch den RAM könnt ihr noch mehr Leistung aus eurer Grafikkarte herausholen und bekommt vor allem bei einer höheren Frequenz einen ordentlichen Framerate-Boost.

Mehr über SSDs und RAM findet ihr in Kürze hier in unserem Cyberbloc. Habt ihr noch Fragen, Anmerkungen oder braucht ihr mehr Erklärungen? Dann schreibt uns gerne einen Kommentar.

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