Tipps & Übungen für eure Augen bei Bildschirmstress
Neben den vielen Vorteilen des digitalen Wandels, von denen wir euch hier auf dem Cyberbloc berichten, darf man nicht vergessen, dass er auch ein paar negative Effekte haben kann – zum Beispiel für unsere Augen.
Nicht nur, dass wir unser Notebook, Smartphone oder Tablet überall und ständig nutzen, rund 21 Millionen Deutsche arbeiten auch mit dem Blick auf einen leuchtenden Monitor. Da unsere Augen darauf ausgelegt sind, reflektierendes Licht wahrzunehmen und nicht dauerhaft in einen Bildschirm, also eine Lichtquelle, zu sehen, kann dies ganz schön anstrengend werden. Um müden oder gestressten Augen vorzubeugen, geben wir euch jetzt ein paar Tipps, wie ihr sie am besten entlasten und entspannen könnt.
Äußere Umstände optimieren
Wichtig ist zuallererst, die Zeit vor Bildschirmen möglichst gering zu halten und Pausen einzulegen. Am Arbeitsplatz solltest du darauf achten, dass dein Monitor richtig positioniert ist. Am besten steht er quer zu Fenstern und Lichtquellen. Auch der Bürostuhl beziehungsweise der Tisch müssen die richtige Höhe haben. Als Faustregel gilt hier: Der obere Rand des Bildschirms sollte auf Augenhöhe sein.
Nachts beziehungsweise kurz vorm Schlafen gehen ist es ratsam, den Nachtmodus an Smartphone oder Notebook zu aktivieren. Wozu man dieser genau dient, erfahrt ihr hier. Wer wiederum eine Sehschwäche hat, sollte auf jeden Fall eine passende Brille oder Kontaktlinsen tragen. Dies unterstützt und entlastet die Augen – gerade bei längerer Arbeit vor dem Bildschirm. Zudem können Augentropfen zur Befeuchtung und damit auch zur Entspannung des Auges beitragen, ähnlich wie folgende Übungen.
Entspannungsübungen
Es gibt verschiedene kleine Übungen beziehungsweise Rituale, die eure Augen sehr entspannen können:
- Blinzeln: Klingt banal, aber wenn man bedenkt, dass jemand, der auf einen Bildschirm sieht, circa vier Mal weniger blinzelt als jemand, der sich beispielsweise gerade unterhält, ist es gar nicht so unwichtig, dies zu erwähnen. Durch häufigeres Blinzeln werden eure Augen nämlich besser befeuchtet und dadurch langsamer müde.
- Fernblick: Schaut alle 30 Minuten in die Ferne, also aus dem Fenster oder auf etwas, das weiter als 40 Meter von euch entfernt ist. Das entspannt den ringförmigen Ziliarmuskel um eure Linse.
- Liegende Acht: Folgt mit den Augen eurem Finger, der ein Unendlichkeitszeichen in die Luft malt. Spannt euren Nacken dabei nicht an. Diese Übung lockert und stärkt gleichzeitig die Muskulatur um eure Augäpfel.
- Fokus-Training: Fokussiert zuerst einen weit entfernten Gegenstand. Dann springt mit eurem Blick auf Dinge, die immer näher zu euch stehen. Lasst euch dabei genügend Zeit, jeden einzelnen Gegenstand zu fokussieren.
- Hand-Vorhang: Eure Arme sind leicht angewinkelt nach vorne gestreckt, die Handinnenflächen zeigen zu euch und der Blick ist in die Ferne gerichtet. Ihr seht eure Hände also nur unscharf. Bewegt die Hände wie einen Vorhang zur jeweiligen Seite weg und schließt sie daraufhin wieder. Der Blick ist dabei ständig auf die Ferne fokussiert. Mit dieser Übung trainiert ihr euer peripheres Sehen. Das heißt, euer Blickfeld wird weiter und ihr nehmt auch Bereiche neben einem Objekt wahr – gut, um mit dem Blick aufs Smartphone nicht gegen eine Laterne zu laufen ;)
Apps für die Augen
Es sind mittlerweile auch viele Apps verfügbar, die sich der Gesundheit eurer Augen annehmen. Darunter sind verschiedenste Trainings-Apps (zum Beispiel „Augentraining“, „Augenschutzhilfe“ oder „Eye Care Plus“; alle kostenlos), die dich an deine täglichen Augenübungen erinnern und dir mit Rat zur Seite stehen. Außerdem gibt es verschiedene Anwendungen, die das blaue Licht deines Bildschirms filtern und dir so helfen, besser einzuschlafen.
Ich hoffe, wir konnten euch ein bisschen zum Nachdenken anregen und vielleicht gönnt ihr jetzt auch einmal eine kurze Pause vom Bildschirm und macht lieber zwei, drei Augenübungen.












