Meine Haare sind mein Kapital
Manchmal beneide ich meinen Freund; er braucht zum Fertigmachen genau 4:32 Minuten. Bei mir kann man diesen Wert getrost mal 5 nehmen. Nicht, weil ich mir 10 Kilo Make-up ins Gesicht klatsche, sondern wegen meiner Haare – meiner langen, wuscheligen, schwer zu bändigenden und widerspenstigen Haare. Schon öfters war ich knapp davor, mit ihnen kurzen Prozess zu machen und sie abzuschneiden. Allerdings können auch Kurzhaarfrisuren aufwendig im Styling sein, wahrscheinlich würde ich nicht mal viel Zeit einsparen. Warum also überhaupt der ganze Stress?
Ich gebe es zu – Haarstyling betreibe ich nicht nur für mich. Schließlich wirken gepflegte Haare positiv auf andere und sind ein Symbol für Gesundheit und Schönheit. Das kann sich sogar spürbar finanziell äußern, denn Schönheit zählt so viel wie ein Uni-Abschluss. Damit ist klar, dass hübsche Menschen auch mehr verdienen und gutes Aussehen den wirtschaftlichen Erfolg steigert. Es ist also gar nicht übertrieben zu behaupten: Meine Haare sind mein Kapital. Und dieses sollte man pflegen. Gut, dass es dafür in der Zwischenzeit schon eine Menge Helferlein gibt.
Helferlein für lockige Haare
Von Natur aus ist mein Haar eher glatt, mit leichter Naturwelle. Und wie üblich wünsche ich mir natürlich genau das Gegenteil: definierte, glänzende, schwingende Locken. Sie aber ordentlich und vor allem langanhaltend hinzubekommen, ist gar nicht so einfach. Entweder sie halten nur kurz oder sie sind schlicht nicht definiert genug. Ich habe viel herumprobiert und bin mittlerweile beim Curl Secret von BaByliss angekommen. Für 84,90 Euro bekommt man mit dem automatischen Lockendreher fast immer tolle Resultate. Ich finde ihn gerade auch für Nicht-Profis geeignet, weil er die Haare sanft und automatisch einzieht, um den Keramikzylinder wickelt und gleichmäßige Strähnen erzeugt. Ganz nach individuellem Gusto kann ich täglich entscheiden, ob ich sanfte, stark definierte oder schwingende Locken haben möchte.
Nun muss ich zugeben, dass der Curl Secret nicht gerade günstig ist. Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, kann zum Beispiel die 41,90 Euro günstige rotierende Warmluftbürste von BaByliss verwenden. Sie föhnt und lockt gleichzeitig und hat natürlich verschiedene Geschwindigkeits- und Temperaturstufen. Damit habt ihr mit einem Gerät die Möglichkeit, eure Haare erst zu trocknen und sie schließlich mit den robusten Naturbürsten zu stylen.
Helferlein für glatte Haare
Ihr steht gar nicht so auf Locken sondern habt’s gern glatt? Trotzdem ich Locken liebe, geht es mir manchmal genauso. Auf dem Markt der Haarglätter kann man schnell die Übersicht verlieren. Deswegen ganz grundlegend mein Tipp: Bei der Entscheidung für das richtige Modell solltet ihr darauf achten, dass die Heizplatten keramikbeschichtet sind und die richtige Größe für eure Haarlänge haben. Kurzes Haar und Ponys profitieren zum Beispiel vom schmalen Design des ghd Mini Styler, der dank seiner rundlichen Form auch zum Locken genutzt werden kann. Bei meiner Haarlänge (deutlich über die Schulter) ist hingegen der Philips MoistureProtect Haarglätter von Vorteil, da ich mit den breiten Platten mehr Haar auf einmal erwische und die verbaute Sensortechnologie die Feuchtigkeit des Haares erhält.
Wer mit seinen Haaren nicht so viel herumexperimentieren möchte wie ich und lediglich eine schonende Möglichkeit zum Trocknen benötigt, hat momentan übrigens die Möglichkeit, den BrillantCare Haartrockner von Bosch zu einem reduzierten Preis zu ergattern. Trotz seiner 2.200 Watt und seines Antistatikeffekts liegt der Preis derzeit nur bei 35,90 Euro. Mit drei Temperatur- und zwei Gebläsestufen könnt ihr selbst entscheiden, was gut für euch ist.
Helferlein für gar keine Haare
Jetzt mal abgesehen vom Kopf – manchmal sind Haare natürlich auch nervig. Zum Beispiel wenn sie an Stellen wachsen, wo man sie ungern an sich selbst sieht. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, ihnen den Garaus zu machen. Klassische Einwegrasierer, Wachse oder Haarentfernungscremes führen aber oft nicht zu einem dauerhaften Ergebnis oder sogar zu Hautreizungen. Ich persönlich bin gern flexibel und entscheide mich je nach Körperstelle fürs Rasieren oder Epilieren. Deshalb liegt in meinem Badezimmer das Braun Silk-épil SkinSpa-Set, das neben dem Epilierer auch einen Rasieraufsatz bietet. Spannend fände ich auch ein Test der Haarentfernungssysteme, die mit Licht arbeiten (zum Beispiel Lumea Comfort IPL Haarentfernungssystem). Hat von euch damit schon jemand Erfahrungen gemacht?
Für meine bessere Hälfte ist das Thema „Haarentfernung“ übrigens auch ein Dauerbrenner. Ich liebe seinen 3-Tage-Bart, aber der 4-Tage-Bart sieht einfach nur ungepflegt aus. Das ist jedoch eine ganz andere Baustelle ;)
Das kapitalisierte Ich
Der ein oder andere mag diesen Beitrag lesen und innerlich den Kopf schütteln: So viel Zeit und Geld für Äußerlichkeiten. Aber sind wir nicht alle ein bisschen oberflächlich? Dass der erste Eindruck zählt, ist nicht nur ein Klischee, sondern die Realität, wie Studien belegen. Das betrifft übrigens Frauen genauso wie Männer, auch wenn wir Frauen in meinen Augen noch häufiger auf das Äußere reduziert bzw. darauf basierend beurteilt werden. Das mag nicht gerecht sein, aber ich habe meinen Frieden damit gemacht.
Genauso wie reine Haut und glänzendes Haar beeinflusst nämlich auch die innere Einstellung zu mir selbst und meine damit verbundene Ausstrahlung die Wahrnehmung der Menschen um mich herum. Mich also mehrmals in der Woche für 20 bis 30 Minuten mit meinen Haaren zu beschäftigen sorgt dafür, dass ich mich hübsch fühle und mit Selbstbewusstsein vor die Tür gehe. Ich mache auch nicht jeden Trend mit, aber die, mit denen ich mich gut fühle. Ob nun kurz oder lang, lockig oder glatt, offen oder im Zopf – ich definiere mich nicht über meine Haare, sie sind jedoch ein Teil meiner Silhouette. Und die darf ruhig verlocken.















